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Erneuter Vulkanausbruch befürchtet: Millionenstadt Goma wird teilweise evakuiert



People stand and take selfies in front of lava from the eruption of Mount Nyiragongo, in Buhene, on the outskirts of Goma, Congo in the early hours of Sunday, May 23, 2021. Congo's Mount Nyiragongo erupted for the first time in nearly two decades Saturday, turning the night sky a fiery red and sending lava onto a major highway as panicked residents tried to flee Goma, a city of nearly 2 million. (AP Photo/Justin Kabumba)

Fertig Selfies: Die Millionenstadt Goma hat eine Teil-Evakuierung angeordnet. Bild: keystone

Aus Sorge vor einem bevorstehenden erneuten Ausbruch des Vulkans Nyiragongo haben die Behörden in der Demokratischen Republik Kongo eine Teil-Räumung der Millionenstadt Goma angeordnet. In der Nacht zu Donnerstag gab der Militärgouverneur der Nord-Kivu-Region über den offiziellen TV-Kanal RTNC die Räumung von zehn Bezirken bekannt. Generalleutnant Kongba Constant begründete das mit wissenschaftlichen Daten, die auf eine erneute Eruption des Vulkans hindeuteten. Es gebe zudem die Gefahr, dass heisse Lava auf dem Boden des Kivu-Sees giftige Gase freisetze. Die Behörden würden Transportmöglichkeiten für die Bewohner organisieren, diese sollten nur das Nötigste mitnehmen.

epa09227833 Congolese street children in the neighbourhood of Buhene play on piles of lava in the aftermath of a volcanic eruption in Goma, Democratic Republic of Congo, 25 May 2021. One of the planets most active volcanoes Mount Nyiragongo in eastern Democratic Republic of Congo erupted 22 May 2021. According to local journalists, aftershocks from the Nyiragongo volcanic eruption continue in the town of Goma. According to the United Nations children's agency (UNICEF) 25 May 2021 more than 100 children are missing after having been separated from their parents. Foreign countries, like the United Kingdom, have warned their nationals through their embassies of the continuation of seismic activity and cannot rule out further fissures or lava flow.  EPA/HUGH KINSELLA CUNNINGHAM

Kinder spielen auf der erkalteten Lava. Bild: keystone

Nach der Eruption des Vulkans am Samstag hatten Einwohner ihre Häuser in Panik verlassen und waren teilweise über die Grenze ins benachbarte Ruanda geflohen. Ein Teil der Lava hatte sich Richtung Goma gewälzt, stoppte dann aber 300 Meter vor dem Flughafen der Grenzstadt. Bisher werden noch immer 40 Menschen nach Angaben der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) vermisst. Rund 20 000 Menschen seien obdachlos geworden.

Die Agentur hatte am Vorabend auf andauernde Erdstösse und Aschewolken hingewiesen. Die Schliessung der Flughäfen der betroffenen Grenzstadt Goma sowie der Nachbarstadt Bukavu erschwerten humanitäre Hilfsmassnahmen. Drei Dörfer und ein Vorort von Goma wurden von der Lava zerstört. Der Vulkan befindet sich im Virunga-Nationalpark, etwa 20 Kilometer nördlich der Grossstadt - nahe der Grenze zu Ruanda. Der Mount Nyiragongo brach zuletzt 2002 aus. Lava zerstörte damals grosse Teile Gomas. Rund 250 Menschen wurden getötet, 120 000 obdachlos. (sda/dpa)

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quelle: epa/epa / roni bintang
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So heftig zog die Lava durch die Dörfer vor Kongos Millionestadt Goma

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