International
Afrika

Mindestens 20 Tote bei Wirbelsturm auf Madagaskar

This EUMETSAT satellite video grab released on Wednesday, Feb. 11, 2026, shows Cyclone Gezani making landfall on east coast of Madagascar. (EUMETSAT via AP)
Madagascar-Tropical-Cyclone
Dieses Satellitenbild vom dem 11. Februar 2026 zeigt den Zyklon Gezani, der an der Ostküste Madagaskars auf Land trifft.Bild: keystone

Mindestens 20 Tote bei Wirbelsturm auf Madagaskar

11.02.2026, 17:3211.02.2026, 17:32

Auf dem südostafrikanischen Inselstaat Madagaskar hat ein Wirbelsturm Behörden zufolge mindestens 20 Menschen getötet und schwere Verwüstung angerichtet. 15 Personen würden vermisst und mindestens 33 Menschen seien verletzt worden, als Zyklon «Gezani», der am Dienstagabend das Festland erreicht hatte, mit bis zu 270 Kilometern pro Stunde über die Insel fegte, teilte das Nationale Amt für Risikomanagement und Katastrophenschutz (BNGRC) mit.

Das komplette Ausmass der Zerstörung und die Zahl der betroffenen Menschen könnten noch nicht endgültig bestimmt werden, hiess es. Am Morgen hatte sich die durchschnittliche Windgeschwindigkeit auf etwa 110 Kilometer pro Stunde reduziert.

Nordosten besonders stark betroffen

Besonders stark von den heftigen Windböen und Regenfällen betroffen war die nordöstliche Hafenstadt Toamasina, mit rund einer halben Million Einwohnern die zweitgrösste Stadt Madagaskars. Dort wurden der Behörde zufolge 90 Prozent aller Häuser beschädigt.

Die Strassen der Wirtschaftsmetropole seien von umgestürzten Bäumen, Strommasten und Trümmern blockiert. Ein durch den Sturm stark gestörtes Telekommunikationsnetz und unterbrochene Stromversorgung erschwerten die Rettungsmassnahmen. In der Region Atsinanana, in der Toamasina liegt, sei die Infrastruktur zu etwa 80 Prozent zerstört worden. Hier seien ersten Zählungen zufolge etwa 6'000 Menschen obdachlos geworden.

Der für seine Vanille-Produktion bekannte Inselstaat mit rund 30 Millionen Einwohnern, der im Indischen Ozean vor der Küste Mosambiks liegt, ist regelmässig von schweren Tropenstürmen betroffen. Vor etwa drei Jahren verwüstete Tropensturm «Freddy» Madagaskar sowie die Nachbarländer Mosambik und Malawi auf dem Festland. Mehr als 500 Menschen kamen ums Leben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Deshalb zieht Trump nun die ICE-Polizisten aus Minneapolis wieder ab
Der amerikanische Präsident hat, mit einiger Verspätung, auf die Kritik am paramilitärischen Einsatz der Einwanderungsbehörde reagiert. Was das mit dem Wahljahr 2026 zu tun hat.
Manchmal verhält sich auch Donald Trump wie ein ganz normaler Politiker: Wenn der Widerstand gegen eine seiner Ideen zu gross wird, dann gibt der amerikanische Präsident klein bei.
Zur Story