DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Good News aus der Tierwelt: Berggorilla-Population steigt auf über 1000 Exemplare

16.12.2019, 15:59
Der Berggorilla Guhonda im Volcanos National Park in Ruanda.
Der Berggorilla Guhonda im Volcanos National Park in Ruanda.Bild: AP

Die Zahl der stark gefährdeten Berggorillas ist wieder gestiegen: In der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda wurden bei einer neuen Erhebung 1063 Tiere gezählt, wie der Umweltverband WWF am Montag mitteilte.

In zwei länderübergreifenden Schutzgebieten, dem Bwindi-Impenetrable-Nationalpark und dem Sarambwe-Naturreservat, nahm die Population der seltenen Menschenaffen demnach von 400 im Jahr 2011 auf nun 459 Tiere zu, was einem Zuwachs von fast 15 Prozent entspricht.

Zusammen mit der zweiten Population im Virunga-Nationalpark im Grenzgebiet der Demokratischen Republik Kongo, Ruandas und Ugandas, wo den Angaben zufolge 604 Tiere zu Hause sind, gibt es insgesamt 1063 Tiere.

Ein Baby-Gorilla im Virunga Nationalpark im Kongo.
Ein Baby-Gorilla im Virunga Nationalpark im Kongo. Bild: AP/AP

«Die Berggorillas blicken heute in eine deutlich hellere Zukunft als noch vor zehn Jahren», erklärte der Artenschutz-Experte vom WWF Deutschland, Arnulf Köhncke. Das sei ein grosser Erfolg für den Naturschutz und mache Hoffnung. «Es zeigt sich, dass wir auch Arten noch retten können, wenn sie schon am Abgrund stehen», erklärte Köhncke.

Die Erhebung zeigt nach Angaben des WWF aber auch, dass die Bedrohung durch illegale menschliche Aktivitäten nicht abgenommen hat. So fanden die Forscherteams während der Erhebungen 88 Schlingfallen aus Draht. Auch deshalb könne trotz der guten Nachrichten noch keine Entwarnung gegeben werden.

«Die Zahl der Berggorillas ist nach wie vor äusserst gering und sie leben in einer politisch instabilen Region. Ein Wiederaufflammen der Wilderei, die Zerstörung ihres Lebensraumes oder der Ausbruch eines Krankheitserregers kann sie schnell wieder an den Rand des Aussterbens bringen», erklärte Köhncke. «Die Bedrohung bleibt bestehen.» (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Bedrohte Primaten

1 / 13
Bedrohte Primaten
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Gorillapopulation hat eine Zukunft

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
Zehntausende Touristen nach Corona-Ausbruch auf «Chinas Hawaii» gestrandet

Zehntausende Touristen sind wegen eines Corona-Ausbruchs im chinesischen Urlaubsparadies Sanya auf der Insel Hainan gestrandet, die als «Chinas Hawaii» bekannt ist. Flüge und Bahnverbindungen wurden gestoppt, nachdem einige hundert Infektionen auf der Insel entdeckt worden waren und sich das Virus offenbar weiter ausbreitet, wie Staatsmedien am Sonntag berichteten.

Zur Story