International
Argentinien

Wirtschaft läuft nicht: Milei will in Argentinien weiter deregulieren

Wirtschaft läuft schleppend: Milei will in Argentinien weiter deregulieren

Argentiniens Präsident Javier Milei will die zum Teil immer noch streng regulierte Wirtschaft des südamerikanischen Landes weiter liberalisieren.
02.03.2026, 05:3702.03.2026, 05:37

In seiner Rede zur Lage der Nation kündigte der in wirtschaftlichen Fragen libertäre Staatschef Massnahmen zur Deregulierung, Steuerreformen und eine Öffnung der zweitgrössten Volkswirtschaft Südamerikas an. Zudem versprach er eine weiterhin restriktive Haushaltspolitik, um die Inflation im Zaum zu halten.

epa12788612 Argentinian President Javier Milei speaks during the opening of the 144th Ordinary Session of the National Congress in Buenos Aires, Argentina, 01 March 2026. Milei addressed the nation on ...
Javier Milei präsentiert sich weiterhin laut und radikal.Bild: keystone

«Wir verfügen über die kritischen Mineralien, die der Westen benötigt. Die Energie – Gas, Öl, Kernkraft und erneuerbare Energien – um Lieferketten zu versorgen. Land und Wasser, um die Ernährungssicherheit der Hemisphäre zu gewährleisten», sagte er bei der Eröffnung der regulären Sitzungsperiode des Kongresses.

«Wir sind ein natürliches Glied in der strategischen Wertschöpfungskette des Westens.»

Heftige Wortgefechte mit der Opposition

Die Rede wurde immer wieder von Sprechchören und Applaus von Mileis Anhängern sowie Zwischenrufen der Opposition unterbrochen. Milei attackierte mehrfach regierungskritische Abgeordnete, lieferte sich zwischen seinen Ausführungen heftige Wortgefechte mit der Opposition und beschimpfte sie als «Diebe», «Korrupte» und «Parasiten».

Milei hat Argentinien ein hartes Sparprogramm verordnet

Milei hat Argentinien ein radikales Reformprogramm verordnet. Er senkte Subventionen auf Gas, Elektrizität und den öffentlichen Nahverkehr, entliess Tausende Staatsbedienstete und legte öffentliche Bauvorhaben auf Eis. Dadurch gelang es ihm, den Staatshaushalt auszugleichen und die Inflation deutlich zu senken.

Allerdings läuft die Wirtschaft weiterhin nur schleppend. In den vergangenen Jahren ist die Produktion in vielen Branchen eingebrochen, zahlreiche kleine und mittlere Betriebe mussten aufgeben. Rund 40 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind nicht in einem regulären Beschäftigungsverhältnis und zahlen weder Steuern noch Sozialabgaben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
3
Angriffe in Nahost lösen weltweites Flug-Chaos aus
Die Eskalation in Nahost beeinflusst nicht nur den dortigen Flugverkehr. Weltweit sind Passagiere gestrandet, Flugzeuge und Besatzungen befinden sich an falschen Standorten.
Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten kommt der Luftverkehr in grossen Teilen der Region weitgehend zum Erliegen. Zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen, Tausende Reisende sassen fest oder mussten umgeleitet werden. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben grossen Flughäfen mehr als 3'400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha.
Zur Story