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Schüsse an Konferenz für Meinungsfreiheit 

1 Toter und 3 Verletzte in Kopenhagen: Dänische Regierung spricht von «Terrorakt» und sucht einen Einzeltäter



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Schüsse in Kopenhagen
quelle: epa/scanpix denmark / str
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Nach dem Terroranschlag von Kopenhagen deutet nach ersten Erkenntnissen der dänischen Polizei alles auf einen Einzeltäter hin. Das hätten Befragungen ergeben, berichteten die Ermittler am Samstagabend. Die dänische Regierung geht von einem Terrorakt aus. 

Der Täter soll zwischen 25 und 30 Jahre alt sein, etwa 1,85 Meter gross und von sportlicher Statur. Die Ermittler veröffentlichten ein Bild aus einer Überwachungskamera in der Nähe der Stelle, an der das Fluchtauto des mutmasslichen Täters abgestellt worden war. Die Aufnahme zeigt einen dunkel gekleideten Mann mit einer roten Mütze. 

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Beim Anschlag auf ein Kulturzentrum in der dänischen Hauptstadt, in dem eine Diskussionsveranstaltung zu Meinungsfreiheit, Blasphemie und Kultur stattfand, kam nach Polizeiangaben am Samstag mindestens ein Mensch ums Leben. Die Schüsse galten offenbar dem schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks, der an der Veranstaltung teilnahm. Dieser blieb unverletzt. 

Regierung geht von Terrorakt aus 

«Alles deutet darauf hin, dass die Schüsse eine politisch motivierte Attacke darstellen und deswegen ein Akt des Terrorismus sind», sagte Dänemarks Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. 

Controversial Swedish artist Lars Vilks is seen in Nyhamnslage January 3, 2012. Three police were injured on February 14, 2015, after a shooting in the Danish capital of Copenhagen attended by Vilks, Danish Ritzau news agency reported. Police confirmed a shooting and said suspects fled the scene in a car. Vilks stirred controversy in 2007 with published drawings depicting the Prophet Mohammad as a dog which sparked threats from Islamist militant groups. Picture taken January 3, 2012. REUTERS/Bjorn Lindgren/TT News Agency (SWEDEN - Tags: CRIME LAW CIVIL UNREST RELIGION) ATTENTION EDITORS - SWEDEN OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SWEDEN. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO COMMERCIAL SALES

War er das Ziel? Lars Vilks.  Bild: TT NEWS AGENCY/REUTERS

Nach dem blutigen Anschlag auf die französische Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» in Paris, bei dem im Januar zwölf Menschen getötet worden waren, lösten die Schüsse in Kopenhagen Panik aus. Zeitweise herrscht Chaos im Umfeld des Tatortes. 

Vilks war bereits mehrfach Ziel von Extremisten. Im Mai 2010 warfen zwei Männer Benzinflaschen durch ein Fenster in das Haus des Mohammed-Karikaturisten. 

2007 war auf den Zeichner im Internet von einem Al-Kaida-Ableger im Irak ein Kopfgeld von 150'000 Dollar ausgesetzt worden. Der schwedische Künstler hatte eine Zeichnung mit dem Propheten Mohammed als Hund ausgestellt. 

EU verurteilt Anschlag 

epa04620108 Denmark Prime Minister Helle Thorning Schmidt speaks to the media as she visits Kanonhallen in OEsterbro after a terrorist attack shooting at a discussion meeting about art, blasphemy and free speech in Copenhagen, Denmark, 14 February 2015. Several people are reported wounded as shots were fired at a cafe during a meeting organized by Swedish artist Lars Vilks. Viks has faced numerous threats for publishing drawings depicting the Prophet Muhammad in 2007.  EPA/MARTIN SYLVEST DENMARK OUT

Es war ein Terrorakt: Dänemarks Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. Bild: EPA/SCANPIX DENMARK

Die EU-Kommission verurteilte den Terroranschlag auf die Kulturveranstaltung scharf. «Europa steht geschlossen mit Dänemark für Redefreiheit und das Recht auf freie Meinungsäusserung ein. Europa wird sich nicht einschüchtern lassen», hiess es in einer in Brüssel veröffentlichten Stellungnahme zum Attentat. «Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien.» 

Auch der französische Aussenminister Laurent Fabius verurteilte den «Terrorangriff» in aller Schärfe. Präsident François Hollande versicherte der dänischen Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt «Frankreichs Solidarität». Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sprach in Peru ebenfalls von einem terroristischen Akt. (pbl/aeg/sda)

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