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Tote nach Anschlag auf Bus der Präsidentengarde in Tunesien – Präsident sagt Schweiz-Besuch ab



Eine Explosion in einem Bus mit Wächtern des tunesischen Präsidenten hat am Dienstag mindestens zwölf Menschen in den Tod gerissen. Dies bestätigte das Innenministerium. Die Detonation ereignete sich demnach auf einer Hauptstrasse im Zentrum der Hauptstadt Tunis.

Tunesien gilt als das stabilste und demokratischste Land des sogenannten Arabischen Frühlings. Doch haben Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat dieses Jahr bereits zweimal verheerende Anschläge verübt: im März auf das Nationalmuseum Bardo in Tunis und im Juni auf ein Strandhotel in Sousse. Bei beiden Attacken kamen fast 60 ausländische Touristen ums Leben.

Die Regierung hatte zuletzt vor neuen Anschlägen in Tunis gewarnt und mehrere Strassen für den Verkehr gesperrt.

Schweiz-Besuch abgesagt

Der tunesische Präsident Béji Caïd Essebsi hat seinen zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz abgesagt. Er wollte am morgigen Mittwoch in der Schweiz eintreffen. Grund der Absage ist ein Anschlag auf einen Bus der Präsidentengarde in Tunis mit 14 Toten vom Dienstag.

Wie das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am Dienstagabend mitteilte, habe der tunesische Präsident seinen Staatsbesuch am Mittwoch und am Donnerstag in der Schweiz «mit grossem Bedauern» abgesagt. Er hoffe, dass sich später eine Gelegenheit ergebe, diesen Besuch nachzuholen.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga habe grösstes Verständnis, dass Essebsi in dieser Situation den Besuch absagen müsse, schreibt das Departement. Sommaruga verurteile das Attentat.

(sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 24.11.2015 19:50
    Highlight Highlight Man muss ja nicht rätseln, wer die Verrückten in Syrien und im Irak ausrüstet und finanziert. Unstrittig ist dazu eines: wenn die Tausenden tunesischen Islamisten nicht in Syrien kämpfen würden, wäre die Regierung in Tunesien schon lange weg vom Fenster.
    Endet der Krieg in Syrien und die Kämpfer kehren nach Tunesien zurück, dann ist ebenfalls Schluss.
    Daran werden Hilfestellungen aus Europa für die tunesische Regierung kaum etwas ändern können.

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