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epa06685309 The designated leader of the Social Democratic Party (SPD) and Chairwoman of the SPD faction Andrea Nahles speaks during an extraordinary Social Democrats (SPD) party convention in Wiesbaden, Germany, 22 April 2018. The SPD delegates gather in Wiesbaden to vote for their next party leader electing Nahles as the first woman into this party office.  EPA/CLEMENS BILAN

«Es wird uns gelingen, Leute», versprach Nahles in ihrer Bewerbungsrede. Bild: EPA/EPA

Nahles wird als erste Frau SPD-Chefin – allerdings mit einem grottenschlechten Resultat



Andrea Nahles ist neue Vorsitzende der SPD. Die 47-jährige Fraktionschefin erhielt auf einem Sonderparteitag am Sonntag in Wiesbaden 66.35 Prozent der Stimmen und damit das zweitschlechteste Ergebnis in der Nachkriegsgeschichte der SPD.

Sie erhielt 414 von 624 gültigen Stimmen. Für ihre Gegenkandidatin Simone Lange stimmten 172 Delegierte. Es gab 38 Enthaltungen.

Die SPD wird damit erstmals in ihrer 155-jährigen Geschichte von einer Frau geführt. Nahles sagte in ihrer Bewerbungsrede zu, dass unter ihrer Führung neben der Regierungsverantwortung in der Koalition mit der Union die Erneuerung der SPD nicht zu kurz kommen werde. «Es wird uns gelingen, Leute. Gemeinsam sind wir stark. Wir packen das. Das ist mein Versprechen.»

Noch schlechter war nur Lafontaine

Erstmals seit fast 23 Jahren stellten sich für den Parteivorsitz zwei Personen zur Wahl. Zuletzt war dies 1995 in Mannheim der Fall, als Oskar Lafontaine den damaligen SPD-Chef Rudolf Scharping ablöste. Lafontaine erhielt damals mit 62.6 Prozent das schlechteste SPD-Ergebnis bei der Vorsitzendenwahl.

Die Flensburger Oberbürgermeisterin Lange dürfte Stimmen von Gegnern einer grossen Koalition erhalten haben, für die Nahles vehement geworben hatte. Nach dem historisch schwachen Ergebnis bei der Bundestagswahl mit 20.5 Prozent der Stimmen will sich die Partei einem inhaltlichen und organisatorischen Erneuerungsprozess unterziehen, der bis Ende 2019 dauern soll. (sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • The Origin Gra 23.04.2018 08:26
    Highlight Highlight Es ist gut das die SPD eine echte Wahl hatte.

    Nahles steht aber für die alte Neoliberale SPD der Schröder-Ära.
    Jeder SPD Präsident seit Schröder gehörte dieser Strömung an und die lief bisher immer Abwärts.

    Ich denke daher kaum das die SPD in drei Jahren über 30% kommt, ich denke die Gefahr besteht durchaus irgendwo zwischen 10 und 20% zu dümpeln.

    Aber ich lasse mich Überraschen
  • rundumeli 22.04.2018 18:47
    Highlight Highlight auch wenn das titelbild einer vergrämten Nahles ein bisschen unfein ist, so deutet es doch den wunden punkt an... ohne charisma an der spitze wird der neustart der SPD leider nicht gelingen, sorry!
  • Maria B. 22.04.2018 15:51
    Highlight Highlight Hat jemand was anderes erwartet ;-) ?!

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