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Protesters prepare to defend themselves as they gather in Tarkata township, Yangon, Myanmar Saturday, March 20, 20201. Protests against last month's military takeover continued Saturday in cities and town across Myanmar despite a crackdown by security forces that has taken more than 200 lives. (AP Photo)

Demonstrierende verbarrikadieren sich zum Schutz vor dem Militär. Bild: keystone

Erneut Tote bei Protesten gegen Militärputsch in Myanmar



Bei Protesten gegen den Militärputsch in Myanmar sind nach Berichten von örtlichen Medien und Augenzeugen erneut mehrere Menschen ums Leben gekommen. Sicherheitskräfte hätten am späten Freitagabend in der einstigen Hauptstadt Yangon (früher: Rangun) Schüsse abgefeuert und mindestens einen Menschen getötet, berichtete eine Anwohnerin am Samstag. Mindestens drei weitere Personen seien schwer verletzt worden. Verschiedene Medien berichteten von weiteren Todesopfern in dem südostasiatischen Land.

Nach Angaben der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden seit dem Putsch Anfang Februar bereits 235 Menschen getötet und mehr als 2300 zumindest vorübergehend festgenommen. Trotz der Gewalt der Sicherheitskräfte und der Inhaftierungen gingen auch am Samstag Tausende auf die Strassen. Sie forderten unter anderem die Freilassung der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi. «Das sind keine Soldaten oder Polizisten mehr, das sind Terroristen», sagte ein Demonstrant in Yangon.

Das Militär hatte nach dem Putsch die Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi in Gewahrsam genommen und einen einjährigen Ausnahmezustand verhängt. Die Demonstranten fordern die Rückkehr zu demokratischen Reformen, die Freilassung der unter Hausarrest gestellten Suu Kyi und die Wiedereinsetzung ihrer zivilen Regierung. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November klar gewonnen. (sda/dpa)

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