DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Küstenwache der Vereinigten Arabischen Emirate patrouilliert im Golf von Oman.
Die Küstenwache der Vereinigten Arabischen Emirate patrouilliert im Golf von Oman.
Bild: AP/AP

Trump spricht Drohung aus – die Situation im Golf von Oman wird immer angespannter

Die Spannungen im Golf von Oman wachsen. Berichten zufolge soll es Sabotageakte gegen Handelsschiffe gegeben haben. Donald Trump sprach am Montag Drohungen an den Iran aus.
13.05.2019, 21:2313.05.2019, 21:59

Nach Berichten über angebliche Sabotageakte gegen Handelsschiffe im Golf von Oman wachsen die Spannungen in der Region. Dort hatte es am Sonntag nahe des Emirats Fudschaira nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) «staatsfeindliche Operationen» gegen vier Schiffe gegeben.

Der Energieminister Saudi-Arabiens, Chalid al-Falih, sagte am Montag, zwei saudische Öltanker seien bei einem «Sabotageangriff» schwer beschädigt worden. Die genauen Umstände blieben mysteriös.

Chalid al-Falih: Der saudische Energieminister spricht von einem «Sabotageangriff».
Chalid al-Falih: Der saudische Energieminister spricht von einem «Sabotageangriff».
Bild: EPA/EPA

Es gab am Montag zunächst weder Details noch eine unabhängige Bestätigung der angeblichen Zwischenfälle. Nach Informationen des saudi-nahen TV-Senders Al-Arabija stammten die weiteren beiden Schiffe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie aus Norwegen.

Unklare Umstände

Das kleine Emirat Fudschaira liegt im Osten der VAE am Golf von Oman, der die Arabische Halbinsel und den Iran trennt. Hier befindet sich eine der wichtigsten Wasserstrassen der Welt für Ölexporte.

Der Hafen von Fudschaira ist ein wichtiger Lager- und Umschlagort vor allem für Öl. Zuletzt hatten die Spannungen in der Region massiv zugenommen. Hintergrund ist der Konflikt mit dem Iran. Saudi-Arabien und die VAE betrachten die Islamische Republik als Erzfeind.

Die zwei saudischen Tanker sollten im Auftrag des Staatskonzerns Saudi Aramco Rohöl am Kunden in den USA liefern, sagte Minister Al-Falih laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur SPA. Verletzte habe es nicht gegeben und es sei auch kein Öl ausgetreten. Die «Attacke» habe die weltweite Ölversorgung treffen sollen.

Die Arabische Liga und der von Saudi-Arabien geprägte Golf-Kooperationsrat (GCC) warnten vor einer Verschärfung der Lage. «Bedrohungen an Land oder Seegrenzen sowie auf Transport- und Handelsrouten gegen jegliches Mitglied der Arabischen Liga sind eine nicht hinnehmbare Verletzung der arabischen nationalen Sicherheit.»

Dieses Schiff aus Norwegen soll am Sonntag attackiert worden sein.
Dieses Schiff aus Norwegen soll am Sonntag attackiert worden sein.
Bild: EPA/EPA

Der Arabischen Liga gehören 21 arabische Staaten in Vorderasien und Afrika an sowie die palästinensischen Autonomiegebiete. Der GCC sprach von einer «gefährlichen Entwicklung» und einer «Gefahr für die Seeschifffahrt» in der Region.

Iran fordert Untersuchung, Trump spricht Drohung aus

Der Iran forderte eine Untersuchung der angeblichen Sabotageversuche. Aussenamtssprecher Abbas Mussawi forderte eine «lückenlose Untersuchung» und sprach von negativen Auswirkungen auf die Sicherheit des Persischen Golfes.

Die USA hatten den Druck auf die iranische Führung zuletzt massiv erhöht, unter anderem mit Sanktionen und militärischen Drohungen.

Der US-Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» passiert am 9. Mai den Suez-Kanal.
Der US-Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» passiert am 9. Mai den Suez-Kanal.
Bild: AP/U.S. Navy

Das Pentagon verlegte zuletzt den Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» und eine Bomberstaffel Richtung Iran und begründete dies damit, dass es Hinweise darauf habe, dass das Land Angriffe auf US-Truppen unternehmen könne. Am Freitag kündigte das Ministerium auch die Verlegung der «USS Arlington» und eines Patriot-Systems in die Region an.

Donald Trump sprach am Montagnachmittag eine deutliche Warnung an Teheran aus. «Wenn sie irgendwas machen, werden sie stark leiden», sagte der US-Präsident am Rande eines Treffens mit dem ungarischen Ministerprästidenten Viktor Orban.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas warnte seinen US-Kollegen Mike Pompeo bei einem Treffen in Brüssel unterdessen vor einem Krieg mit dem Iran.

Man wolle nicht, dass es zu einer militärischen Eskalation komme, sagte Maas in dem Gespräch am Rande eines EU-Ministertreffens. (cmasda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Trump will ein Politikwechsel im Iran

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Warum die US-Rechten die Militärs als neues Feindbild entdeckt haben

Ausgerechnet die Republikaner und Fox-News-Moderatoren pinkeln den Generälen ans Bein.

Stellt euch vor, der Chef der Schweizer Armee müsste sich vor einem Parlamentsausschuss rechtfertigen und würde dabei von Vertretern der SVP und der FDP aufs Übelste beschimpft, während gleichzeitig die «Weltwoche» ihn als «Verräter» bezeichnet und Andreas Glarner seinen Kopf fordert. Eher unwahrscheinlich, oder nicht? Schliesslich sind Konservative bekannt als die treuesten Verbündeten der Militärs.

In den USA stimmt diese scheinbar ewig gültige Regel offenbar nicht mehr. Nach den …

Artikel lesen
Link zum Artikel