International
Asien

Karabach-Vertreter in Aserbaidschan zu Verhandlungen eingetroffen

HANDOUT - Aserbaidschanische Soldaten in der Region Berg-Karabach. Foto: --/Azerbaijan's Defense Ministry/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Ber ...
Aserbaidschanische Soldaten in der Region Berg-Karabach.Bild: sda

Karabach-Vertreter in Aserbaidschan zu Verhandlungen eingetroffen

21.09.2023, 11:1721.09.2023, 11:17

Nach dem Sieg der aserbaidschanischen Armee im jüngsten Kampf um die Region Berg-Karabach sind Vertreter der Karabach-Armenier zu Verhandlungen eingetroffen.

Aus Sicht der autoritären Führung in Baku soll es bei dem Treffen in der Stadt Yevlax um die «Reintegration» Berg-Karabachs in Aserbaidschan gehen. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertac am Donnerstag. Als Vermittler anwesend sein sollen in der Region stationierte russische Soldaten.

Aserbaidschan hatte die mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region Berg-Karabach seit Dienstagmorgen mit Raketen und Artillerie angegriffen. Am Mittwoch gaben die militärisch unterlegenen Armenier auf. Viele von ihnen fürchten nun, aus ihrer Heimat vertrieben zu werden oder - wenn sie bleiben - zum Ziel aserbaidschanischer Gewalt zu werden. Durch die Kämpfe der vergangenen Tage wurden laut armenischen Medien mindestens 200 Menschen getötet und mehr als 400 weitere verletzt.

Die beiden Ex-Sowjetrepubliken Aserbaidschan und Armenien kämpfen bereits seit Jahrzehnten um Berg-Karabach. Im letzten Karabach-Krieg 2020 eroberte das durch Öl- und Gaseinnahmen hochgerüstete Aserbaidschan bereits grosse Teile der Region. Die christlich-orthodoxen Armenier setzten traditionell auf Russland als Schutzmacht, viele fühlen sich aber aktuell von Moskau im Stich gelassen. Das muslimisch geprägte Aserbaidschan wiederum setzt auf die Unterstützung der Türkei.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Lufthansa-Flug muss wegen brennender Powerbank zwischenlanden
Eine Passagiermaschine der Lufthansa ist auf ihrem Weg von Frankfurt nach Lissabon wegen einer brennenden Powerbank ins französische Lyon umgeleitet worden.
Das Gerät habe einem Fluggast gehört und sei am Samstagabend im Bereich eines Sitzes in Brand geraten, bestätigte das Unternehmen auf Anfrage der dpa, nachdem zuvor RTL und «Bild» über den Vorfall berichtet hatten.
Zur Story