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International
Asylgesetz

Sloweniens Polizei drängt Hunderte Flüchtlinge mit Tränengas zurück

Slowenische Polizisten hindern Flüchtlinge am Übertritt der kroatisch-slowenischen Grenze (18. September 2015)
Slowenische Polizisten hindern Flüchtlinge am Übertritt der kroatisch-slowenischen Grenze (18. September 2015)
Bild: Markus Schreiber/AP/KEYSTONE

Sloweniens Polizei drängt Hunderte Flüchtlinge mit Tränengas zurück

19.09.2015, 03:1219.09.2015, 07:43

Die slowenische Polizei hat an der Grenze zu Kroatien gegen Hunderte Flüchtlinge Tränengas eingesetzt. Am Grenzübergang Harmica demonstrierten am Freitagabend hunderte Flüchtlinge mit Aktivisten dafür, aus Kroatien nach Slowenien einreisen zu dürfen.

Nach einer Stunde setzte die slowenische Polizei schliesslich Tränengas gegen die Flüchtlinge ein, die versuchten, die am Grenzübergang postierten Polizisten zurückzudrängen. In der Menge waren auch Kinder.

Sloweniens Ministerpräsident Miro Cerar hatte am Freitag erklärt, wenn weiterhin so viele Flüchtlinge einträfen, könne sein Land Transitkorridore einrichten. Am Freitag registrierten die slowenischen Behörden etwa tausend Flüchtlinge, um die 700 weitere warteten noch am kroatisch-slowenischen Grenzübergang Obrezje, etwa 20 Kilometer östlich der kroatischen Hauptstadt Zagreb.

Dominoeffekt von Ungarn bis Slowenien

«Es kommen ständig neue Flüchtlinge an und deswegen ist es schwierig, genaue Zahlen zu nennen», sagte Polizeisprecherin Alenka Drenek der Nachrichtenagentur AFP zur Lage in Obrezje.

Seit Ungarn seine Grenze zu Serbien am Dienstag komplett dicht gemacht hatte, versuchen tausende Flüchtlinge in Serbien, durch Kroatien weiter Richtung Nordwesten zu gelangen. Damit wird auch Slowenien verstärkt zum Transitland.

Kroatiens Innenminister Ranko Ostojic sagte am Freitag, nach der Einreise von 13'000 Flüchtlingen könne sein Land keine weiteren Menschen mehr aufnehmen. Die slowenischen Behörden hatten in der Nacht zum Freitag den Zugverkehr zwischen Kroatien und Slowenien ausgesetzt, seitdem durften nur zwei Züge mit Flüchtlingen durch das Land fahren. (sda/afp)

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