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Das ist Kaylen Ward. bild: instagram/twitter

Nacktbilder für einen guten Zweck – wie dieses Insta-Model Australiens Brände bekämpft



Um was gehts?

Vor etwas mehr als einem Tag genoss Kaylen Ward noch die Ferien auf einer karibischen Insel. Nun schmerzen ihre Finger vom Beantworten Tausender Nachrichten. Was ist passiert?

Sie kam auf eine sehr ... sagen wir mal interessante Idee. Das Aktmodell setzte einen Tweet ab: Für jede 10 Dollar, die ihre Follower an ein gemeinnützige Organisation, die in Australien die Buschfeuer bekämpft, spenden, erhält man ein Nacktfoto der Amerikanerin.

«Ich schicke Nacktbilder an jede Person, die mindestens 10 Dollar an eine dieser Spendensammlungen für die Waldbrände in Australien spendet. Jede $10, die du spendest, erhältst du ein Nacktfoto von via DM. Ihr müsst mir eine Bestätigung schicken, dass ihr gespendet habt.»

Kaylen Ward

Der Originaltweet:

Was passierte dann?

Die Reaktionen waren überwältigend: Innerhalb von etwas mehr als 24 Stunden erhielt Ward insgesamt über 20'000 private Nachrichten (DMs) auf Twitter. Sie schätzt, dass mittlerweile (Stand 20.00 Uhr) über 300'000 Dollar zusammengekommen sind. Bestätigt sind etwa 100 000 Dollar. Sie überprüft jede erfolgte Spende auf ihre Echtheit, denn es kursieren momentan ziemlich viele Screenshots von Spenden (so etwa auf Reddit).

Zwei Leute schickten ihr anscheinend denselben Screenshot. Hat nicht funktioniert, also macht es nicht nach.

Wem soll man spenden? Ward veröffentlichte auf Twitter eine Liste von fast 20 australischen Organisationen, die an der Brandbekämpfung beteiligt sind, darunter der NSW Rural Fire Service, der Victorian Country Fire Service, das Rote Kreuz, Rotary und die Salvation Army.

Was sagt sie zur Aktion?

Die in Texas geborene und momentan in Los Angeles wohnende Ward erzählte gegenüber 10 Daily, dass die Bilder von Australiens Buschbränden sie fassungslos und verärgert zurückgelassen haben. Sie habe deswegen beschlossen, etwas dagegen zu tun und startete so die Aktion. «Es ist verheerend und jeder normale Mensch wäre besorgt und würde helfen wollen», sagte sie.

«Ich sah so viel Medienberichterstattung über andere Dinge, die in der Welt passieren, wie z.B. als die Notre Dame abbrannte. Viele Leute posteten und spendeten, aber ich sah nicht viele Leute, die das für Australien taten», erzählte sie weiter.

«Ich habe bereits Leute, die Nacktfotos von mir kaufen werden, also habe ich alle meine Anhänger, die mir ohnehin schon Geld schicken, gebeten, das für einen guten Zweck zu spenden», sagte sie lachend.

Die Folgen

Zum Zeitpunkt, als sie von «10 Daily» interviewt wurde, hatte sie auf Instagram und Twitter jeweils 42'000 Follower. Mittlerweile sind es auf Twitter gut 70'000.

Und auf Insta? Keine mehr. Denn ihr Account wurde von Instagram gelöscht, ebenso wie ihr Backup-Profil. Grund dafür: Auf der Plattform ist es verboten, Geld für Nacktbilder zu verlangen (obwohl sie das Geld ja technisch gesehen gar nicht erhält).

Kein Wunder, dass die virale Aktion auch Nachahmerinnen anzieht. So zog etwa Insta-Model Jenna Lee gleich. Sie hat auf Instagram über 750'000 Follower.

Und was meint Wards Familie dazu? Wie sie auf Twitter schreibt, habe sie sich mit ihnen verkracht, so auch mit ihrem Crush.

Ihr Fazit:

«Scheiss drauf, rettet die Koalas.»

Kaylen Ward

(jaw)

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Bilder der Buschbrände in Australien

Australiens Buschbrände sind weiterhin ausser Kontrolle

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41 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
RASL
05.01.2020 21:16registriert June 2017
I starte auch so eine Aktion. Meine 5 Follower auf Twitter spenden bestimmt auch etwas, damit ich ihnen KEIN Nacktfoto schicke.
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dustin' brothman
05.01.2020 21:27registriert October 2019
Und wenn für jedes versendete dickpic 10$ gespendet würden, könnte man ganz Australien damit kaufen 😅🙈
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Rainbow Pony
05.01.2020 21:21registriert February 2018
Schon geil, wie die Jungs und Mädels Influencer immer wieder einen Weg finden, etwas Fame aus allem rauszuschlachten. Naja, immerhin ein wenig Kohle für die Feueropfer, insofern kann man das ja ganz gut durchgehen lassen als Charityevent.
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