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Belgischer Regierungschef vermutet, dass Macheten-Angriff Terrorakt war



Der Macheten-Angriff auf zwei Polizistinnen in Charleroi hat nach Einschätzung der belgischen Regierung wahrscheinlich einen terroristischen Hintergrund. Erste Anzeichen deuteten «sehr deutlich auf Terrorismus hin», sagte Ministerpräsident Charles Michel am Samstagabend in einem Telefongespräch mit dem Fernsehsender RTL.

Ein Mann hatte die beiden Beamtinnen verletzt und dabei nach Polizeiangaben «Allahu Akbar» – Arabisch für «Gott ist grösser» – gerufen. Er wurde niedergeschossen und erlag seinen Verletzungen.

Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Auch über die Identität des Angreifers wurde nichts mitgeteilt. Der Angriff habe sich vor dem örtlichen Polizeihauptquartier ereignet, hiess es. Direkt nach der Tat riegelte die Polizei die Strassen rund um den Anschlagsort ab.

Charleroi hat etwa 200'000 Einwohner und liegt rund 50 Kilometer südlich von Brüssel. In Belgien sind die Sicherheitskräfte seit den Brüsseler Anschlägen im März in erhöhter Alarmbereitschaft. Damals töteten Islamisten am Flughafen und in der U-Bahn mehr als 32 Menschen.

Auch die Spur der Attentäter von Paris, wo im November 130 Menschen getötet wurden, führte nach Belgien. In der Vergangenheit haben islamistische Terroristen von Belgien aus auch in Frankreich zugeschlagen. Einer der Attentäter der Anschlagsserie in Paris vom Januar 2015 unter anderem auf das Satire-Magazin «Charlie Hebdo» hatte Verbindungen nach Charleroi. 

(dhr/sda/reu/afp/dpa)

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