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Zu viel Gewalt: 16 Städte in Brasilien sagen Karneval ab



epa05775543 Members of the Brazilian army on a vehicle patrol in Vitoria, Espirito Santo State, Brazil, 06 February 2017. The capital of the southeastern Brazilian state of Espirito Santo has reportedly experienced 52 homicides since the police went on strike at the end of last week, a union leader said. Police stopped patrolling the streets of the city on 04 February, to protest the state government's failure to invest in public safety and to value law enforcement personnel, Jorge Emiliano Legal said. Crime has surged in Vitoria, the state capital, with a record 52 violent deaths in three days, Legal said.  EPA/GABRIEL LORDELLO

Im Bundesstaat Espirito Santo muss das Militär für Sicherheit sorgen. Bild: EPA/EFE

Aus Angst vor einer Gewalteskalation haben 16 Städte im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo die Karnevalsfeiern abgesagt. Grund sei die Krise der öffentlichen Sicherheit, berichtete das Portal «O Globo».

«Wir sind ein Land ohne ein Minimum an sozialer Disziplin»

Während eines Streits um Lohnerhöhungen war es in dem Bundesstaat zuletzt zu einem Streik der Polizei gekommen. Während des Ausstandes wurden über 130 Menschen ermordet, es kam zu Plünderungen, Schulen blieben geschlossen. Auch im Polizeiapparat in Rio de Janeiro gärt es, dorthin wurden 9000 Soldaten geschickt.

Die Bundesstaaten sind nach einer Rezession in grosser finanzieller Not und unter Spardruck. In Rio gibt es dieses Jahr mit 450 Karnevalsumzügen rund 50 weniger als noch im Vorjahr.

Die fragile Lage hatte letzte Woche sogar den Chef der brasilianischen Streitkräfte auf den Plan gerufen. «Vom ethischen und moralischen Standpunkt her sind wir ein Land ohne ein Minimum an sozialer Disziplin», sagte General Eduardo Dias da Costa Villas Bôas. Rio erwartet trotzdem zu den offiziell am Freitag beginnenden Feierlichkeiten rund eine Million Touristen. (sda/dpa)

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