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epa05868557 A chef prepares a piece of meat in a steakhouse, in Rio de Janeiro, Brazil, 24 March 2017. The meat industry in Brazil, one of the biggest in the country, is facing a crisis after the operation 'Carne Fraca' (weak meat), affecting not only the exportations of the product but also the local market. According to Brazilian authorities several of the country’s meat processing plants are believed to have bribed health officials to overlook unsanitary practices. The scandal could threaten more than 10 billion US dollars in annual exports.  EPA/Marcelo Sayão

Fleischzubereitung in einem Steakhouse in Rio (24.03.2017) Bild: EPA/EFE

EU schickt wegen Fleischskandals Lieferungen aus Brasilien zurück



Wegen des Gammelfleischskandals in Brasilien hat die EU den Import von Fleisch aus dem Land teilweise ausgesetzt. Die Lieferungen der 21 unter Verdacht stehenden Produzenten würden abgewiesen und zurückgeschickt, erklärte der maltesische EU-Vorsitz am Freitag.

Die Entscheidung fiel bei einem Treffen von Veterinär-Experten aus den EU-Mitgliedstaaten, an dem auch Vertreter der EU-Kommission teilnahmen. Darüber hinaus sollen Kontrollen von Fleischlieferungen aus Brasilien verschärft werden. Anders als China, Mexiko, Hongkong und Chile verhängte die EU aber keinen kompletten Importstopp.

Brasilien ist der weltgrösste Exporteur von Rindfleisch. Der Gammelfleischskandal dort war vor rund einer Woche bekannt geworden. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen bestochen worden sein, um den Verkauf von verdorbenem Fleisch zuzulassen.

21 Firmen gerieten ins Visier der Ermittler. Die brasilianische Verbraucherschutzbehörde veranlasste am Freitag eine Rückrufaktion. Drei Produzenten müssen nun binnen fünf Tagen ihre Ware aus dem Handel nehmen.

Fleischexporte brechen ein

Seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe vor einer Woche seien die Exporte von Schweinefleisch und Geflügel um 22 Prozent zurückgegangen, teilte der Branchenverband Brazilian Animal Protein Association am Freitag mit. Zahlen zum Rindfleisch-Geschäft wurden nicht genannt.

Die Fleischbranche war bislang einer der wenigen florierenden Wirtschaftssektoren im rezessionsgeplagten Brasilien. Die Fleischexporte des Landes erreichen fast 14 Milliarden Dollar im Jahr. Die Regierung und Verbandsvertreter haben betont, der Skandal betreffe einzelne schwarze Schafe und nicht die Branche insgesamt.

Trotzdem werden Rückschläge für die grösste Volkswirtschaft Lateinamerikas befürchtet. «Es wird sicherlich Auswirkungen haben», sagte Planungsminister Dyogo Oliveira. «Aber wir haben noch keine klare Vorstellung, in welchem Ausmass.» (sda/afp/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Deverol 25.03.2017 10:12
    Highlight Highlight Was ein brasilianischer Bekannter zu dem "Skandal" meint:

    <User> tell ya, thats just a big noise from the media...
    <User> police only testes TWO samples...
    <User> but yeah, they added vitamin C to some meat, to extend the "best before" date, and that's illegal to some point
    <User> eventhough in other countries this date us almost double as ours
    <User> the other problem were with stuffed things, like sausagues, or whatever is written, i dont eat does
    • CASSIO 25.03.2017 11:33
      Highlight Highlight ganz unrecht hat Dein bekannter damit nicht.
    • pedrinho 25.03.2017 13:37
      Highlight Highlight frage: wird in europa nicht auch fleisch im "schutzgas" abgepackt verkauft, damit es schoen rot leuchtet, frisch aussieht ?

      und ...

      Mit "frischem" fleisch duerfte das problem minim sein. Die finger lassen wuerde ich aber von allem
      verarbeiteten, wuerste esse ich in der schweiz auch nur vom "dorf"-metzger meines vertrauens.

      Industrieschinken, mortadella etc., fertiggerichte mit "fleisch" halte ich fuer (sehr) bedenklich, wer ausser der mann am cutter und mischwerk weiss den schon was da wirklich drin ist.

      ps.
      Ich liebe vegatarisch, vor allem als beilage zu einem schoenen saftigen steak.
  • ciaociao 25.03.2017 09:31
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