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Brexit supporters celebrate during a rally in Parliament square in London, England as Britain left the European Union on Friday, Jan. 31, 2020. Britain officially leaves the European Union on Friday after a debilitating political period that has bitterly divided the nation since the 2016 Brexit referendum.  (Jonathan Brady/PA via AP)

Tausende Menschen haben sich auf dem Parlamentsvorplatz im Londoner Regierungsviertel versammelt, um dem historischen Augenblick beizuwohnen. Bild: AP

«3, 2, 1...BREXIT»: So jubelt England über den Austritt aus der EU



Menschen jubeln, Menschen singen, Menschen liegen sich in den Armen: Diese Bilder kennen viele noch vom Berliner Mauerfall 1989. Als Grossbritannien an diesem Freitagabend um 23 Uhr Ortszeit die Europäische Union verlässt, ähneln sich die Bilder – doch statt einer geeinten Nation hinterlässt dieser Moment ein gespaltenes Land und eine Europäische Union, die um einiges ärmer geworden ist.

Tausende Menschen haben sich auf dem Parlamentsvorplatz im Londoner Regierungsviertel versammelt, um dem historischen Augenblick beizuwohnen. Viele sind extra aus anderen Landesteilen angereist, viele halten den Union Jack und zum Fotografieren und Filmen ein Smartphone in die Höhe. «Lasst uns heute Nacht feiern, wie wir noch nie zuvor gefeiert haben», ruft ihnen Ober-Brexiteer Nigel Farage von der Bühne aus zu.

Brexit supporters celebrate during a rally outside Stormont in Belfast, Northern Ireland as Britain left the European Union on Friday, Jan. 31, 2020. Britain officially left the European Union on Friday after a debilitating political period that has bitterly divided the nation since the 2016 Brexit referendum. (AP Photo/Peter Morrison)

Bild: AP

Briten mit Nationalstolz

Als der Countdown auf 0 springt, ertönt über dem Parlamentsvorplatz Big Ben – allerdings nur eine Aufnahme, denn die richtige Glocke hat wegen Renovierungsarbeiten derzeit keinen Klöppel. Aus tausenden Kehlen erschallt die Nationalhymne «God save the Queen», deren Text zur Sicherheit auf einem grossen Bildschirm angezeigt wird.

An diesem Abend gehört der Parlamentsplatz den Brexiteers fast allein. Die wenigen in EU-Farben gekleideten Gegen-Demonstranten, die sich im Laufe des Tages auf den Platz getraut haben, haben sie erfolgreich mit «Shame on you!»-Rufen vertrieben.

A countdown to Brexit timer and the colors of the British Union flag illuminate the exterior of 10 Downing street, the residence of the British Prime Minister, in London, England, Friday, Jan. 31, 2020. Britain officially leaves the European Union on Friday after a debilitating political period that has bitterly divided the nation since the 2016 Brexit referendum. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Ein Countdown an der Downing Street 10 in London markiert den historischen Moment. Bild: AP

So müssen sich die Brexiteers den Platz nur mit Anhängern einer religiösen Sekte teilen, die die Menschen zur Umkehr aufruft – und Teilnehmern einer Fahrraddemo, die sich auf eine Nebenstrasse verirrt haben und nicht mehr durchkommen.

Bewegende Momente

Einer dieser Radfahrer ist ein Ire, der den Vergleich mit dem Mauerfall bringt: Als 19-Jähriger will er auch dort live dabei gewesen sein. Der Moment vor 30 Jahren sei aber viel bewegender gewesen, die Menschen fröhlicher und freundlicher.

In Berlin versammelten sich zahlreiche Menschen für einen Flashmob am Brandenburgertor und sangen.

Bei der Brexit-Party haben sich die Teilnehmer gut mit Dosen-Bier und Sekt ausgestattet – trotz Alkoholverbots. Und auch Bengalisches Feuer hat seinen Weg auf die Veranstaltung gefunden – trotz Pyrotechnik-Verbots.

«Make Britain Great Again»

In seiner Fernsehansprache kurz vor dem Brexit – in der er kein einziges Mal das Wort «Brexit» in den Mund nahm – hat der britische Premierminister Boris Johnson zur nationalen Erneuerung aufgerufen. Was das für einige seiner Anhänger heisst, tragen sie auf dem Parlamentsplatz auf roten Kappen zur Schau: «Make Britain Great Again» steht darauf in Anspielung auf den Wahlslogan von Johnsons Unterstützer US-Präsident Donald Trump.

Ähnlich wie Trump in den USA polarisiert, hat Johnson mit seinem rigorosen Brexit-Kurs Grossbritannien in eine tiefe Spaltung geführt. Um die Hälfte der Bevölkerung, die gegen den EU-Austritt gestimmt hat, nicht zu sehr zu verärgern, verzichtet der Premierminister am Freitag auf grosses Triumph-Gehabe und feiert lieber mit seinen Mitarbeitern hinter verschlossenen Türen.

Brexit supporters trample on a European Union flag during a rally in London, Friday, Jan. 31, 2020. Britain officially leaves the European Union on Friday after a debilitating political period that has bitterly divided the nation since the 2016 Brexit referendum. (AP Photo/Frank Augstein)

Brexit-Befürworter zertrampeln ein EU-Fahne. Bild: AP

Kleiner symbolischer Gewinn

Den EU-Befürwortern bleibt an diesem Abend nur ein kleiner symbolischer Gewinn: Die Schlacht um die britischen Charts haben sie für sich entschieden. Die ganze Woche über hatten sie wie wild Aufnahmen der EU-Hymne «Ode an die Freude» gekauft und es tatsächlich geschafft, die Brexit-Hymne «17 Million Fuck Offs» auf die hinteren Plätze zu verweisen.

Den Spitzenplatz konnten die Remainers allerdings auch nicht erreichen: Dort thront an diesem Wochenende das Lied «Before you go» von Lewis Capaldi – eine Ballade über eine Familientragödie und späte Reue. (sda/afp)

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63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 01.02.2020 13:37
    Highlight Highlight Ich sehe viele alte Haudegen, die es -kurz vor ihrem Ableben- nochmals wissen wollen und es nochmals so richtig krachen lassen,
    mit Böllern, Salutschüssen, Fahnen schwenken und Big Ben-Glockenläuten (?)!
    Ziemlich altbackene Art von "Zweiter Pubertät"...
    Die Jungen werden es wohl weniger cool finden, sich auf die Britische Liebhaber-Nische beschränken zu müssen. :(
  • Jo Blocher 01.02.2020 12:42
    Highlight Highlight .....und immer weit von einem WM oder EM Titel entfernt!
  • Jo Blocher 01.02.2020 12:41
    Highlight Highlight Kommt mir vor wie England beim Fussball. Selbstüberschätzung pur, Ambitionen überzogen und
    • rodolofo 01.02.2020 16:25
      Highlight Highlight Wer hat's erfunden?
      Die Briten!
      (Weil die Lords so viel Zeit hatten...)
  • Stefan Sterz 01.02.2020 11:31
    Highlight Highlight Nachdem die Austrittsabstimmung 2016 von den Befürwortern dank vieler Lügen knapp gewonnen wurde, tauchten Mister Johnson und Mister Farage längere Zeit ab, statt sich öffentlich zu freuen und Verantwortung zu übernehmen. Das Allerletzte...sie hatten wohl mit einer Niederlage gerechnet und hätten dann die Märtyrer spielen können statt Farbe bekennen zu müssen. Daran hat sich aber nichts geändert...dann müssen sie das eben jetzt tun.
  • mrbios 01.02.2020 11:29
    Highlight Highlight Die Schweiz ist by the way auch nicht in der EU. Ein starkes Europa hat nichts mit der überregulierten EU zu tun.
  • De-Saint-Ex 01.02.2020 11:10
    Highlight Highlight Sehe ich entschieden anders. Europa ist nicht „ärmer“ geworden. Die Engländer sehen sich nicht als Europäer und sind wieder ihrem nostalgischen Empire-Wahn verfallen. Empfinden die Schotten und Nordiren notgedrungen anders, sind sie doch seit JH von England besetzte Gebiete. Wenn man bedenkt, dass die EU die PFZ Erweiterung auf die Oststaaten den Engländern zu verdanken hat und die Türkei, wäre es nach London gegangen, heute EU Mitglied wäre, finde ich den Brexit einen wahren Segen.
  • Mladjo86 01.02.2020 11:02
    Highlight Highlight 😬
  • ujay 01.02.2020 10:59
    Highlight Highlight So, Bojo, nun lass Taten folgen auf deine Versprechungen. Habe schon mal Popcorn bereitgelegt. Ich befürchte, dass die Brexitoptimisten Johnson und Farage sich innert kürzester Zeit verkrümeln und das Volk diesen Irrwitz ausbaden kann!
    • rodolofo 01.02.2020 16:28
      Highlight Highlight Und schuld sind dann die Linken.
  • Caissa15 01.02.2020 10:58
    Highlight Highlight Erst 1 (Swiss) dann 2 , dann 3 und 4 und die Henne in Berlin und die Leyen stehen alleine vor der Tür!
  • Roterriese 01.02.2020 10:37
    Highlight Highlight England tritt aus, und die JUSO / SP träumt immer noch von einem Beitritt. Gratulation an England! Auf ein Europa der Vaterländer.
  • Triumvir 01.02.2020 10:33
    Highlight Highlight Na dann hoffen wir mal für die Inselbewohner, dass sie sich auch noch nächstes Jahr so freuen können über ihren Austritt...
  • Jol Bear 01.02.2020 10:12
    Highlight Highlight job done
    Play Icon

  • Lokutus 01.02.2020 10:02
    Highlight Highlight Die Brexiteers haben ihren Ausstieg aus der EU mit unsauberen Mitteln erreicht- mit unrealistischen Versprechungen, Lügen, wider den Willen der Mehrheit- wie soll das funktionieren können?
    Die Schotten wollen eine Abstimmung über den Verbleib bei Großbritannien, die Nordiren ebenso.
  • WHYNOT 01.02.2020 09:55
    Highlight Highlight ‚...um dem historischen...beizuwohnen’

    Sie haben die politische Unabhängigkeit gefeiert. Nur für die EU gibts wenig zu feiern, verliert sie doch den liberalen Wächter und gewichtigen Beitragszahler und wird nun von den ClubMed-Ländern dominiert. 8-ung, die Schweiz wäre da willkommen, um in die Lücke zu springen....
    • Banzai 01.02.2020 14:12
      Highlight Highlight Soso GB als gewichtiger Beitragszahler der EU? Schon was von Britenrabatt gehört oder gelesen? Und weisst du auch wer der grösste Nettozahler gemessen an der Wirtschaftsleistung ist? Genau, das grösste Land des „ClubMed“... Aber einfach immer nur Vorurteile und Unsinn verzapfen.
    • WHYNOT 01.02.2020 18:05
      Highlight Highlight Banzai, soso welcher der PIGS-Staaten ist denn deiner geneigten Meinung nach der absolut grösste Nettozahler? Im Vergleich zur Wirtschaftsleistung wäre allenfalls gar Italien top, also bitte sei si gut und bleib bei den Fakten und rede nicht von Vorurteilen, wenn dir die Materie fremd ist....
    • Banzai 02.02.2020 11:04
      Highlight Highlight Genau Italien war über mehrere Jahre der grösste Nettozahler gemessen an der Wirtschaftsleistung. GB profitierte dagegen Jahrzehntelang vom sog. Britenrabatt. Auf Druck von D, F und I mussten die Briten dieses Privileg abgeben. Ich glaube, dass du nicht ganz sattelfest in der Materie bist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Isodor 01.02.2020 09:55
    Highlight Highlight So, es ist getan, UK ist frei, aber kommt als nechtes?
    Deutix? Frenix? Spanix? Italix?
    Wer weiss. ^^
    • E7#9 01.02.2020 10:25
      Highlight Highlight Gallische Namen? Du meintest wohl Dexit, Frexit, Ibexit etc.
    • Lokutus 01.02.2020 10:47
      Highlight Highlight @ Isodor: nein, nein: Idefix
    • Firefly 01.02.2020 11:13
      Highlight Highlight Ja, jeder kann gehen, wenn er will... wo gibts denn sowas noch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Huber 01.02.2020 09:09
    Highlight Highlight Die geilsten. Aus der Drecks EU raus ! Bravo !
    • Keller101 01.02.2020 10:10
      Highlight Highlight Sehr differenzierte Aussage, Don! Vielen Dank für Deinen Beitrag. Auch grammatikalisch und orthografisch top!
    • FrancoL 01.02.2020 10:11
      Highlight Highlight Ob Extremismus, auch verbaler, eine gute Zukunft bringt? Ich glaube kaum und vor allem bringt er den biederen, einfachen Extremisten wie Don Huber vieles nur nichts Positives.
    • Lokutus 01.02.2020 10:53
      Highlight Highlight Ja, hört sich nicht gut an, der Don! Wie könnte man ihm helfen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eisvogel 01.02.2020 08:29
    Highlight Highlight Ich bin gespannt, auf welchen Schuldigen GB in Zukunft zeigen wird. Oder welches Feindbild entsteht.
    • MeinAluhutBrennt 01.02.2020 08:37
      Highlight Highlight Frankreich und Deutschland xD
    • Albert Stpeck 01.02.2020 09:17
      Highlight Highlight @Eisvogel
      Feindbild und Sündenbock bleiben.
      Fehlende Mitgliedschaft hat unsere Rechte doch auch noch nie davon abgehalten, den „grossen Satan EU“ als Ursache allen Übels auszumachen.
    • Lokutus 01.02.2020 10:10
      Highlight Highlight @Eisvogel: Schottland und die abtrünnigen Nordiren, nebst der Konkurrenz aus der EU böten sich an.
  • Mügäli 01.02.2020 08:25
    Highlight Highlight Das ein vereinigtes, starkes Europa nötig ist, ist glaub jedem bewusst. Der Zusammenhalt, das Gemeinsame muss weiterhin vorangetrieben werden. Wie dieser Prozess zukünftig aussehen wird, ob nun mit Vereinheitlichung und Zentralisierung oder eben mit Individualität. Die EU hat den Frieden auf unserem Kontinent gefördert und genau dies muss weiterhin im Fokus stehen aber auch die Akzeptanz das jedes Land seine Überzeugungen/Lebensart hat und diese auch behalten will.

    Die EU sollte dringend mehr auf die Bürger hören sonst ist England das erste aber nicht letzte Land welches sich verabschiedet ..
    • bebby 01.02.2020 10:54
      Highlight Highlight Frankreich unter Le Pen wäre der nächste Kandidat...
    • WHYNOT 02.02.2020 14:25
      Highlight Highlight ...EU als Wirtschaftsunion und Friedensprojekt, ja, aber sicher nicht als überreguliertes, zentralistisches, sozialistisches und oekofaschistoiden Bürokratiemonster, das jeden Keim liberalen Gedankenguts, kreativen Geistes etc. zerstört
  • Antinatalist 01.02.2020 08:13
    Highlight Highlight Auf die Party folgt der Kater. Wohl bekomm's!
    • Sherlock_Holmes 01.02.2020 11:20
      Highlight Highlight Meine Worte – nur mag ich den Kater eigentlich niemandem gönnen.

      Zuallerletzt der grossen Minderheit, welche sich einen gesunden Realitätssinn bewahrt haben und nicht blind hinter einem nationalbesoffenen Scharlatan wie Nigel Farage hinterher stolpern.
  • mrmikech 01.02.2020 08:02
    Highlight Highlight Excellent analisys, must read: https://www.theguardian.com/politics/2020/feb/01/brexit-pointless-masochistic-ambition-history-done

    Auch wichtig für alle die UK folgen möchten, und freihandelsvertrag mit USA nachstreben...
    • ujay 01.02.2020 11:17
      Highlight Highlight jaja.....wer Angst hat, pfeift im Wald. Wären Freihandelsverträge, WTO, EFTA so erstrebenswert, gäbs die EU schon gar nicht. Irgendwie fehlt der Sachverstand bei einigen möchtegern Wirtschaftsgenies! Vor allem, wenns um die EU geht, ist der Schweizer ja sowas von kompetent!
  • Chatzegrat Godi 01.02.2020 08:00
    Highlight Highlight Ich bin überzeugt, das kommt gut und das wäre natürlich auch das Beste für die Schweiz. Wir wollen ja auch nicht in die EU. Die Engländer arbeiten aktuell fleissig an billateralen Abkommen, was genau richtig ist. Ein geeintes Europa würde auch ohne diesen Verwaltungsmoloch in Brüssel funktionieren.
    • DerTaran 01.02.2020 11:21
      Highlight Highlight You Dreamer you
    • dmark 01.02.2020 11:54
      Highlight Highlight Europa hatte ja bereits gut funktioniert, bevor man die EU gründete und den Euro einführte. Nannte sich EG.
      Das Gebilde hatte eigentlich sogar besser funktioniert, weil jedes Land seine Wirtschaftskraft mit Hilfe seiner eigenen Währung zum Ausdruck bringen konnte und Staatskredite entsprechend unterschiedlich hoch verzinst wurden.
      In der EU fehlen sämtliche Anreize "seinen Laden" anständig zu führen. Soll heissen, dass Polen oder Italien, Spanien usw. die gleichen Bedingungen vorfinden wie Deutschland oder Frankreich. Aber diese Länder haben nicht die gleiche Wirtschaftsleistung...
    • dmark 01.02.2020 21:29
      Highlight Highlight Die EG war ein Gebilde aus bilateralen Abkommen Europäischer Staaten untereinander, allerdings in der Form, dass jedes Land aber dennoch selbst bestimmend war.

      Mich würden jetzt doch mal die Meinungen der Blitzer interessieren.
  • MartinZH 01.02.2020 07:46
    Highlight Highlight Wie lange wird Grossbritannien "gross" bleiben? Jetzt beginnt die Sezession von Schottland, Irlands Wiedervereinigung, etc. Boris Johnson wird dereinst als der Totengräber von Grossbritannien in die Annalen eingehen.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 01.02.2020 07:45
    Highlight Highlight Feste soll man feiern wie sie fallen. Wurde auch in Schottland gefeiert? Ich weiss bis heute nicht, was genau der Vorteil des Brexit für England ist.

    Aber gut, die Regierung ist nun drauf und dran mit Organisation in Asien und Amerika eine Art Ersatz EU zu organisieren. Natürlich sind die Konditionen, die man den Briten für dieses Vorhaben stellt, nicht gerade vorteilhaft.
  • Tobi-wan 01.02.2020 07:00
    Highlight Highlight Nun, ich bin gespannt wie sich Grossbritannien schlagen wird. Sie werden nicht abstürzen, aber ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass der kleine Mann/Frau, die Arbeiterschicht den Austritt negativ zu spüren bekommen wird. Die Wirtschschaft wird nicht, wie von den Brexitbefürwortern häufig behauptet, plötzlich deutlich stärker werden.
    Das hängt natürlich vom Abkommen mit der EU ab. Das dürfte aber kaum bessere Konditionen beinhalten wie heute.
    Ich bin sehr gespannt!
    • Stefan Morgenthaler-Müller 01.02.2020 07:48
      Highlight Highlight Die verarmte Arbeiterschaft hat als Dank für ihre Verarmung einfach das Gegenteil von dem gestimmt, was die Elite empfahl.
    • The Count 01.02.2020 09:25
      Highlight Highlight Die Wirtschschaft wird auch nicht, wie von den Brexitgegnern häufig behauptet, plötzlich deutlich schwächer werden.
    • DerTaran 01.02.2020 11:14
      Highlight Highlight Wenn sie ähnliche Konditionen wie wir haben wollen, dann müssen sie auch ähnliche Auflagen erfüllen. Unter anderem die Personenfreizügigkeit, die die Brexitiers ja so ablehnen.

      England ist der EU aus ähnlichen Gründen beigetreten, die uns veranlasst haben die Bilateralen zu akzeptieren. Mit dem selben positiven wirtschaftlichen Erfolg.

      Ich gehe davon aus, dass man keinen Kompromiss finden wird und die Wirtschaft der UK abstürzt, dorthin wo sie auch vor dem Beitritt war.

      So wie wir, vergessen die UK, wer für den Boom verantwortlich ist und glauben arrogant, dass es ohne die EU so weitergeht.
  • dho 01.02.2020 06:53
    Highlight Highlight Ich kann da nur diesen Artikel zur Lektüre empfehlen:

    https://www.republik.ch/2020/02/01/es-ist-kalt-da-draussen-grossbritannien

    Have fun Britannia.
    • Sherlock_Holmes 01.02.2020 11:47
      Highlight Highlight Guter, sachlicher Artikel!

      Gerade das ist das Verhängnisvolle an den oft falschen Versprechungen gewisser Politiker, dass sie die Realität komplett ausblenden oder nicht wahrhaben wollen.

22 türkische Soldaten bei Luftangriff in Idlib getötet

Bei einem syrischen Luftangriff sind offiziellen Angaben zufolge in Nordsyrien mindestens 22 türkische Soldaten getötet worden. Das sagte der Gouverneur der südtürkischen Grenzprovinz Hatay, Rahmi Dogan, am frühen Freitagmorgen (Ortszeit).

Zuvor war von neun Toten sowie Schwerverletzten die Rede gewesen. Der türkische Präsidialpalast in Ankara hatte zu Idlib am späten Donnerstagabend eine Sondersitzung einberufen. Das meldeten TV-Sender wie CNN Türk und NTV. Sie hat demnach zwei Stunden gedauert.

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