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epa07969316 Riot police arrive to a shopping mall to disperse protesters during a rally against police brutality in Hong Kong, China, 03 November 2019. Hong Kong has entered a 22nd week of ongoing mass protests, originally triggered by a now withdrawn extradition bill to mainland China that have turned into a wider pro-democracy movement.  EPA/JEROME FAVRE

Katz-und-Maus-Spiel im Einkaufszentrum: Polizisten unten, Demonstranten oben. Bild: EPA

Wieder Proteste in Hongkong – Verletzte in Einkaufszentren



Bei erneuten Zusammenstössen zwischen der Polizei und Demonstranten in Einkaufszentren in Hongkong sind am Sonntag mehrere Menschen verletzt worden. In Shopping Malls in den Orten Tai Po, Tuen Mun und Sha Tin lieferten sich Polizei und Demonstranten ein Katz- und Maus-Spiel.

Dabei kam es zu Handgemengen und Vandalismus. Im noblen Einkaufszentrum Citiplaza in Taikoo Shing jagten sich Polizei und Demonstranten auf und ab über die Rolltreppen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Mann in einem weissen T-Shirt wurden von Demonstranten mit Stöcken geschlagen. Ein anderer Man lag offenbar mit einer Kopfwunde in einer Blutlache.

Die Polizei in der chinesischen Sonderverwaltungszone setzte Pfefferspray gegen Demonstranten ein, die die Beamten beschimpften. Einige Demonstranten, darunter auch Jugendliche, wurden zu Befragungen weggebracht.

epa07969300 Police arrest a journalist during a rally against police brutality in Hong Kong, China, 03 November 2019. Hong Kong has entered a 22nd week of ongoing mass protests, originally triggered by a now withdrawn extradition bill to mainland China that have turned into a wider pro-democracy movement.  EPA/JEROME FAVRE

Ein verhafteter Journalist wird abgeführt. Bild: EPA

Strassenschlachten am Samstag

Die Proteste halten seit Monaten an und richten sich gegen einen wachsenden Einfluss Chinas in der früheren britische Kronkolonie. Am Samstag hatten sich Polizei und Demonstranten Strassenschlachten geliefert. Dabei wurden mehr als 200 Menschen festgenommen, wie die Behörden mitteilten.

Die Polizei setzte Tränengas, Gummigeschosse, Pfefferspray und einen Wasserwerfer ein. Radikale Aktivisten warfen Brandbomben, bauten Strassensperren und attackierten Geschäfte mit vermuteten Beziehungen zu China.

epa07969349 Riot police surround a protester to check his ID, during a rally against police brutality at a shopping mall in Hong Kong, China, 03 November 2019. Hong Kong has entered a 22nd week of ongoing mass protests, originally triggered by a now withdrawn extradition bill to mainland China that have turned into a wider pro-democracy movement.  EPA/MIGUEL CANDELA

Polizisten nehmen die Personalien eines Demonstranten auf. Bild: EPA

Erstmals nahmen sich die Demonstranten auch das Gebäude der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua als Ziel vor und schlugen die Scheiben im Eingangsbereich ein.

Die Ausschreitungen dauerten bis in den Abend. Der U-Bahnhof Hongkong Central wurde geschlossen und nicht mehr angefahren, nachdem Demonstranten nach Angaben der Verkehrsbetriebe an einem Eingang Feuer gelegt hatten, wie die «South China Morning Post» berichtete.

Lam reist nach Peking

Die Atmosphäre in Hongkong ist aufgeheizt, nachdem diese Woche einer der Anführer der Demokratiebewegung, Joshua Wong, als Kandidat für die Wahl der Bezirksräte disqualifiziert worden war. Ihm wurde unterstellt, mit dem Aufruf zur Selbstbestimmung Hongkongs die Unabhängigkeit zu propagieren.

Die kommunistische Führung in Peking kündigte auch an, eine härtere Gangart in Hongkong einzuschlagen. Wie Hongkongs Regierung am Sonntag mitteilte, wird Regierungschefin Carrie Lam am kommenden Mittwoch in Peking mit Han Zheng, dem für Hongkong zuständigen Mitglied des Staatsrats, zusammentreffen.

epa07957293 Hong Kong Chief Executive Carrie Lam speaks during a weekly pre-executive council press conference at the Central Government Offices compound in Hong Kong, China, 29 October 2019.  EPA/JEROME FAVRE

Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Regierungschefin Lam. Bild: EPA

Die Demonstranten fordern freie Wahlen, eine unabhängige Untersuchung von Polizeibrutalität sowie Straffreiheit für die bereits weit mehr als 2000 Festgenommenen. Auch der Rücktritt von Regierungschefin Lam gehört zu ihren Forderungen.

Die frühere britische Kronkolonie wird seit der Rückgabe 1997 an China nach dem Grundsatz «ein Land, zwei Systeme» autonom regiert. Anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik geniessen die sieben Millionen Hongkonger Meinungs- und Versammlungsfreiheit, fürchten aber zunehmend um ihre Freiheitsrechte. (sda/reu/afp)

Strassenschlachten in Hong Kong am Neujahrstag

Wegen Protesten bricht Carrie Lam Regierungserklärung ab

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    Alle Leser-Kommentare
  • Teslaner 04.11.2019 08:01
    Highlight Highlight Ich finde es schon erstaunlich, wie wenig in unseren Medien zu diesen Protesten berichtet wird. Ich wohne aktuell in HK und was hier seitens Polizei abgeht ist nicht mehr normal.
    - Festgenommene warden brutal zusammengeschlagen (auch wenn diese keine Gegenwehr zeigen)
    - Journalisten werden angegriffen (Pfefferspray)
    - Polizei dringt in Private Areale ein (Malls, Wohngebaeude...) ohne Durchsuchungsbefehl
    - Es wird verhindert, dass Videos in den Strassen gemacht werden (Polizei blendet mit Stirnlampen)
    - Es gibt haufenweise suspekte Suizidfaelle von Demonstranten
    Wo sind die Medien???
    • Teslaner 04.11.2019 09:09
      Highlight Highlight - Weiter gibt es Anschuldigungen, dass die Polizei in den Gefängnissen die Insassen sexuell belästigt und Ihnen nicht die nötigen Rechte gewährt (Anwalt, Kontakt zu Familie usw.)
      - Die Polizei verhält sich in den Strassen nicht ruhig, sondern provoziert (Nennt die Demonstranten “Cockroaches” und zerreisst eingesammelte Flaggen der Demonstranten)
      - Gewaltakte von Demonstranten werden strikt geahndet (finde ich auch gut so), jedoch werden Messerangriffe von Pro-China-Supportern einfach geduldet...
      - Die Polizei trägt keine Identifikation mehr -> sie kann also tun, was auch immer sie will.
  • Donald 03.11.2019 15:12
    Highlight Highlight Wieder? Jeden Tag! Jedoch haben es unsere Medien in den letzten Wochen nicht mitbekommen.

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