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Protest gegen China: Tibetischer Künstler zündet sich selbst an

Protest gegen China: Tibetischer Künstler zündet sich selbst an

10.03.2022, 11:4910.03.2022, 14:37
Exile Tibetan artists wait to welcome dignitaries as they gather to mark the anniversary of the 1959 Lhasa uprising in Dharmsala, India, Thursday, March 10, 2022. Hundreds of Tibetans had come out to  ...
Gedenken zum Jahrestag des Volksaufstandes in TibetBild: keystone

Vor dem Jahrestag des Volksaufstandes in Tibet von 1959 am Donnerstag hat sich ein bekannter tibetischer Sänger nach exiltibetischen Angaben vor dem Potala-Palast in Lhasa selbst angezündet.

Der 25-jährige Tsewang Norbu habe gegen die chinesische Herrschaft protestiert, berichteten die exiltibetische Regierung und die International Campaign for Tibet (ICT) in Berlin. Nach offiziell unbestätigten Angaben soll der Künstler gestorben sein.

ICT-Geschäftsführer Kai Müller sah «offenbar eine weitere verzweifelte Reaktion auf die erdrückende Repressionspolitik der Kommunistischen Partei Chinas». Die Selbstentzündung in der tibetischen Hauptstadt erfolgte schon am 25. Februar, doch wurden Einzelheiten erst langsam bekannt. Seit 2009 haben sich nach exiltibetischen Angaben damit 158 Tibeter selbst angezündet, um gegen chinesische Menschenrechtsverletzungen in Tibet zu protestieren.

Um den 63. Jahrestag des niedergeschlagenen Aufstandes seien in Tibet die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft worden, berichteten Exiltibeter. Am 10. März 1959 begann der tibetische Volksaufstand, in dessen Folge der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, mit seinen Gefolgsleuten ins Exil nach Indien flüchtete. 2008 brachen um den Jahrestag schwere Unruhen von Tibetern aus, die sich über Wochen hinweg in viele tibetische Gebiete verbreiteten. (aeg/sda/dpa)

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