International
China

Myanmar-Militärflugzeug wirft über China eine Bombe ab. Vier Menschen sterben

Myanmar-Militärflugzeug wirft über China eine Bombe ab. Vier Menschen sterben

14.03.2015, 10:5214.03.2015, 15:02

Ein Militärflugzeug aus Myanmar hat in der südwestchinesischen Provinz Yunnan eine Bombe abgeworfen. Dabei wurden am Freitag vier Chinesen getötet und neun weitere Menschen verletzt, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete.

Peking habe daraufhin mehrere Kampfjets in die Region geschickt, um weitere Flugzeuge aus Myanmar von der Grenze «zu verjagen», zitierte Xinhua Luftwaffensprecher Shen Jinke.

Die Bombe schlug demnach in einem Zuckerrohrfeld in der Stadt Lincang ein. In die Region sind zehntausende Menschen aus dem nordöstlichen myanmarischen Bundesstaat Shan geflüchtet, seitdem die Streitkräfte dort gegen Rebellen vorgehen. Die erneute Revolte der Aufständischen der chinesischstämmigen Volksgruppe der Kokang in Shan begann am 9. Februar. Die Regierung hat inzwischen den Notstand ausgerufen.

Der Bombenabwurf über ihrem Territorium hat die chinesische Regierung erzürnt. Vize-Aussenminister Liu Zhenmin bestellte am Freitag den myanmarischen Botschafter in Peking, Thit Linn Ohn, ein, um gegen die Tötung der vier Chinesen zu protestieren, wie Xinhua weiter berichtete. Die Regierung von Myanmar sei aufgerufen worden, sicherzustellen, dass es zu keiner neuen Grenzverletzung komme. (sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Ändert sich nun etwas? Deutschland diskutiert über härtere Strafen für «Gefährder»
Nach dem Anschlag am Berliner Christopher Street Day geraten Versäumnisse der Justiz in den Blick, aber auch die wachsende Bedrohung Homosexueller durch Islamisten.
Es ist über die Jahre zu einem traurigen Ritual geworden: Nach islamistischen Anschlägen wird in Deutschland darüber debattiert, ob und wie die Taten zu verhindern gewesen wären. Doch die Versäumnisse, die dabei ans Licht gebracht werden, bleiben einander ähnlich: Es sind die immergleichen Erzählungen über Radikalisierung, Vorstrafen und frühzeitige Entlassungen, über Warnzeichen, die sichtbar waren und zwar nicht unbedingt ignoriert, aber doch nicht ernst genug genommen wurden.
Zur Story