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China

Roboter-Walhai in chinesischem Aquarium erzürnt Besucher

A whale shark swims through the waters off of Wolf Island, Ecuador, next to Enrique "Quike" Moran, a local naturalist from Santa Cruz Island, Ecuador in the Galapagos on Sunday, June 9, 2024 ...
So sieht ein echter Walhai aus.Bild: keystone

«Nur» ein Roboter: Besucher erzürnt über Fake-Walhai in chinesischem Aquarium

16.10.2024, 13:5216.10.2024, 15:00

Ein neues Gross-Aquarium in China hat durch den Einsatz eines Roboter-Hais massenhaft Kritik durch Besucher auf sich gezogen: Der Xiaomeisha Ozeanwelt in der Metropole Shenzhen schlugen im Internet Wellen der Empörung entgegen. Zuvor hatten Besucher der Ozeanwelt im Südosten Chinas entdeckt, dass ein angeblicher Walhai in dem Aquarium in Wirklichkeit ein schwimmender Roboter war.

Der Walhai war als eine der Hauptattraktionen beworben worden. Auf der Online-Bewertungsplattform Dazhong Dianping überschwemmten Besucher die Seite der Ozeanwelt mit negativen Kommentaren. Einer von ihnen zeigte sich «sprachlos wegen des falschen Walhais». In einer anderen Bewertung hiess es, «Versuchen Sie, Kinder auszutricksen?»

Roboter-Walhai in Shenzen: Besucher erzürnt.
So sieht der Roboter-Walhai im Aquarium in China aus.Bild: screenshot weibo

Viele Social-Media-Nutzer kritisierten, dass sie zu viel Geld für «falsche Meerestiere» gezahlt hätten. Der Eintrittspreis der am 1. Oktober neu eröffneten Ozeanwelt liegt für Erwachsene bei etwa 240 Yuan (rund 29 Franken). Lokale Medien berichteten, dass der Betreiber in seiner Reaktion auf das Handelsverbot mit Walhaien verwies. Die Ozeanwelt erklärte, es sei grausam, ein echtes Exemplar dieser Meerestiere in Gefangenschaft zu halten. Der Roboter solle das Bewusstsein für den Schutz der Art schärfen.

Aufgedeckte Fälschungen chinesischer Tierparks hatten schon in der Vergangenheit Aufmerksamkeit erregt. Im Mai geriet der Taizhou Zoo in der Provinz Jiangsu in den sozialen Medien in die Kritik, weil Mitarbeiter Chow-Chow-Hunde schwarz-weiss einfärbten, damit sie wie Pandas aussahen. Der Shanwei-Zoo in der Provinz Guangdong gab im vergangenen Monat zu, den gleichen Trick angewendet zu haben. (leo/sda/afp)

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