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epa08371429 College sophomore Abby Campbell works on homework via remote learning as she watches US band The Rolling Stones perform during the One World: Together At Home broadcast in Norfolk, Massachusetts, USA, 18 April 2020. The eight-hour event run by the Global Citizen movement, in cooperation with US artist Lady Gaga and the World Health Organization (WHO), is being live-streamed and broadcast on TV to support health workers around the world dealing with the coronavirus outbreak.  EPA/MATT CAMPBELL

Keine gewöhnliche Videokonferenz: Die Rolling Stones. Bild: EPA

Mega-Stars sammeln mit Corona-Konzert 128 Millionen Dollar

«One World: Together at Home» – unter diesem Motto gaben einige der grössten Musikstars der Gegenwart ein Benefizkonzert. Nicht gemeinsam auf einer Bühne, sondern jeder bei sich zuhause im intimen Rahmen.



Taylor Swift sitzt mit leicht zerfransten Haaren vor einer Blumentapete am Klavier und singt «Soon You'll Get Better». Elton John greift im Garten in die Tasten und trällert seinen Hit «I'm Still Standing». Paul McCartney singt alleine zuhause «Lady Madonna». Es sei eine Ehre, die wahren Helden der Corona-Krise, das Gesundheitspersonal in aller Welt, zu feiern, sagt der Ex-Beatle mit bewegter Stimme.

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Taylor Swift: «Soon You'll Get Better». Video: YouTube/Global Citizen

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Paul McCartney: «Lady Madonna». Video: YouTube/Global Citizen

Die drei Mega-Stars zählten zu Dutzenden Künstlern, die sich in der Nacht zum Sonntag mit einem virtuellen Konzert bei den vielen Helfern in der Corona-Pandemie bedanken wollten. Lady Gaga, Mitorganisatorin der zweistündigen Highlight-Show «One World: Together at Home» machte mit dem Lied-Klassiker «Smile» den Auftakt. Zumindest heute Abend, für einen Moment, würde sie alle gerne zum Lächeln bringen, sagte die Sängerin.

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Lady Gaga: «Smile». Video: YouTube/Global Citizen

Zusammen mit der Hilfsbewegung Global Citizen hatte Lady Gaga in kürzester Zeit eine beispiellose Starbesetzung zusammengetrommelt, darunter Stevie Wonder, die Rolling Stones, Jennifer Lopez, John Legend, Sam Smith, Billie Eilish, Shawn Mendes und Camila Cabello. Keine Lichtershows und Kostüme, kein perfekter Sound oder Makeup, dafür gab es seltene Einblicke in die Wohnzimmer, Gärten und die Hausgarderobe der Showgrössen.

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Elton John: «I'm Still Standing». Video: YouTube/Global Citizen

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Keith Urban: «Higher Love». Video: YouTube/Global Citizen

Die Rolling Stones waren erst am Freitag als letztes Line-Up-Highlight angekündigt worden. Die legendären Rocker um Mick Jagger waren auf einem viergeteilten Bildschirm zu sehen, jeder zuhause für sich. «You Can't Always Get What You Want» stimmte Jagger enthusiastisch an, Keith Richards und Ron Wood jammten auf ihren Instrumenten mit. Nur Schlagzeuger Charlie Watts trommelte mit verschmitztem Lächeln ins Leere, ein Trommel-Set gab es bei seinem Wohnzimmer-Einsatz nicht.

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Rolling Stones: «You Can't Always Get What You Want». Video: YouTube/Global Citizen

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Billie Eilish: «Sunny». Video: YouTube/Global Citizen

Zuvor hatten sich bei einem sechsstündigen Livestream-Marathon Dutzende Musiker, Sportler und andere Künstler, darunter die Sänger Adam Lambert, Annie Lennox, Jennifer Hudson und Rita Ora, von zuhause mit Auftritten zugeschaltet. Das war auch die grosse Bühne für die hessische Erfolgsband Milky Chance und ihren Hit-Song «Stolen Dance».

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Milky Chance: «Stolen Dance». Video: YouTube/Music up

Philipp Dausch und Clemens Rehbein standen als einzige deutsche Musiker auf dem Programm. Aus dem Heimstudio in Kassel schaltete sich das Pop-Duo knapp vier Minuten zu dem Reigen der internationalen Stars. Sänger und Gitarrist Rehbein mahnte zum Schluss, dass in der Krise jeder Verantwortung trage, zuhause zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus aufzuhalten. Nervös mache sie der Auftritt nicht, hatte Rehbein vorab der Deutschen Presse-Agentur gesagt. «Aufgeregt vielleicht, und vorfreudig, aber nicht hibbelig. Es ist cool für uns, dabei zu sein.»

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Jennifer Lopez: «People». Video: YouTube/Global Citizen

Auch das deutsche Model Heidi Klum zählte im Vorprogramm zu den vielen Stars, die Ärzten und Krankenschwestern für deren Einsatz Dank aussprachen. Sie seien die «wahren Helden» in der Corona-Krise, sagte Klum.

Die US-Starmoderatoren Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel und Stephen Colbert führten durch die Highlight-Show, die von mehreren US-Sendern und im Netz über Kanäle wie Youtube und Twitter ausgestrahlt wurde. Zu dem zweistündigen Event schalteten sich neben den Stars auch Ärzte, Wissenschaftler und Politiker dazu.

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John Legend und Sam Smith: «Stand By Me». Video: YouTube/Global Citizen

Die früheren First Ladys Laura Bush und Michelle Obama dankten den Helfern in Krankenhäusern und Geschäften. «Die globale Familie ist stark und wir werden diese Krise gemeinsam meistern», sagte Michelle Obama. UN-Generalsekretär António Guterres bekräftigte in einer Videobotschaft seinen früheren Aufruf für eine weltweite Waffenruhe. Das ganze Augenmerk müsse auf einen gemeinsamen Feind – das Virus – gerichtet werden.

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Billy Joe Armstrong: «Wake Me Up When September Ends». Video: YouTube/Global Citizen

Den bewegenden Konzert-Ausklang lieferten Lady Gaga, Céline Dion und der italienische Tenor Andrea Bocelli, begleitet von dem chinesischen Star-Pianisten Lang Lang mit dem Song «The Prayer».

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Céline Dion, Lady Gaga, Andrea Bocelli, John Legend und Lang Lang: «The Prayer». Video: YouTube/Global Citizen

Mit der Marathon-Aktion sollte vor allem dem Gesundheitspersonal an der Corona-Front gedankt werden. Global Citizen hatte nach eigenen Angaben Sponsoren für Millionenspenden gewinnen können, die dem Solidaritätsfonds der Weltgesundheitsorganisation WHO zukommen sollen. So kündigte der Philanthrop und Politiker Michael Bloomberg über seine Stiftung Bloomberg Philanthropies eine Unterstützung in Höhe von acht Millionen Dollar an. Nach Ende des Konzerts gaben Lady Gaga und Global Citizen bekannt, dass nunmehr Spenden in Höhe von knapp 128 Millionen Dollar für Gesundheitspersonal in aller Welt zugesagt worden seien. (ram/sda/dpa)

Einmal alles bitte!

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Die knapp neun Stunden lange Übertragung am Stück. Video: YouTube/ABC News

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    Alle Leser-Kommentare
  • Projektionsfläche 19.04.2020 13:18
    Highlight Highlight Ich wünsche mir, dass diese und möglichst viele weitere Prominente - insbesondere in den USA - bald und dauerhaft ihre Prominenz auch einsetzen, um Stimmung gegen Trump zu machen. Vermutlich könnte dadurch einiges bewegt werden.

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