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Wegen Verzögerung bei Impfstoffen: EU erhöht Druck auf Hersteller

24.01.2021, 14:2524.01.2021, 14:39

EU-Ratspräsident Charles Michel hat die Hersteller von Corona-Impfstoffen angesichts von Lieferverzögerungen vor möglichen Konsequenzen gewarnt. «Wir erwarten, dass die von den Pharmaunternehmen bestätigten Verträge eingehalten werden», sagte Michel am Sonntag dem französischen Sender Europe 1. Um die Einhaltung der Verträge zu gewährleisten, könne die EU auch «juristische Mittel» nutzen.

Charles Michel.
Charles Michel.Bild: sda

Man verstehe, dass es Probleme geben könne, erklärte Michel. Es brauche aber Klarheit über die Gründe. So habe Pfizer anfangs Verzögerungen von Impfstofflieferungen von mehreren Wochen angekündigt. Nachdem man mit der Faust auf den Tisch gehauen habe, sei es dann aber nur noch um eine Woche gegangen.

Nach der Pharmaunternehmen-Kooperation aus Biontech und Pfizer hatte am Freitag auch der Hersteller Astrazeneca angekündigt, zeitweise weniger Impfstoff liefern zu können als ursprünglich geplant. Grund sei eine geringere Produktion an einem Standort in der europäischen Lieferkette, hiess es. Nach Angaben aus der EU-Kommission soll es nun an diesem Montag ein weiteres Treffen des Lenkungsausschusses zur EU-Impfstrategie zu den Verzögern geben.

Die Brüsseler Behörde geht eigentlich davon aus, dass die Mitgliedstaaten mit den von ihr eingekauften Impfstoffen bis Ende des Sommers mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung impfen können. EU-Ratspräsident Charles Michel räumte am Sonntag ein, dass dieses Ziel nur schwierig zu realisieren sein werde.

Das britisch-schwedische Unternehmen Astrazeneca hat seinen Impfstoff zusammen mit der britischen Universität Oxford entwickelt. Er wird in Grossbritannien bereits genutzt. Für diese Woche wird auch eine Zulassung in der Europäischen Union erwartet. (sda/dpa)

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Peter R.
24.01.2021 15:32registriert Februar 2019
Ich hoffe doch, dass die Schweiz auch ein wenig Druck macht - der Impfstoff Moderna wird immerhin in der Schweiz produziert.
Denn wir sind ja weit im Hintertreffen mit impfen.
Israel fängt jetzt an die Jugendlichen zu impfen - und in der Schweiz sind wir nicht einmal bei den Altersheimen durch, wie peinlich.
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Phrosch
24.01.2021 16:16registriert Dezember 2015
Wenn „Druck machen“ dazu führt, dass in der Lieferkette irgendwo Abkürzungen genommen werden und so die Sicherheit der Impfungen gefährdet wird, dann hoffe ich doch, dass die Firmen standhaft bleiben. Verstehen Politiker, wie es dazu kommen kann, dass es solche Verzögerungen geben kann? Sicher nicht, weil Firmen es gemütlich nehmen wollen.
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Locutus70
24.01.2021 14:35registriert September 2018
Erst zu spät agieren, die Preise drücken wollen und am Ende jammern - die EU-Autokraten sind immer noch im Modus "Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt".
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