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Schauspieler Mario Adorf im Alter von 95 Jahren gestorben

Entertainment Bilder des Tages Schauspieler Mario Adorf 93 bei einem Pressetermin im Eifelmuseum bei der Premiere von Peterchens Mondfahrt bei den Burgfestspielen Mayen auf der Genovevaburg. Mayen, 02 ...
Mario Adorf spielte unter anderem in Winnetou I. mit.Bild: www.imago-images.de

Schauspieler Mario Adorf im Alter von 95 Jahren gestorben

Mario Adorf ist am Mittwoch nach kurzer Krankheit in seiner Wohnung in Paris für immer eingeschlafen.
09.04.2026, 09:4609.04.2026, 10:14

Ob «Winnetou», «Die Blechtrommel» oder «Momo»: Mario Adorf spielte in zahlreichen Klassikern des deutschen Films mit. Nun ist der Schauspieler mit 95 Jahren gestorben. Das bestätigt sein Management gegenüber der «Bild»-Zeitung. Nach kurzer Krankheit sei er am Mittwochvormittag zu Hause in Paris eingeschlafen.

Seinem langjährigen Manager Michael Stark habe Adorf mit auf den Weg gegeben, dass er sich bei seinem Publikum für die jahrzehntelange Treue bedanke. Adorf gehörte zu den grossen deutschen Film- und Fernsehstars der Nachkriegsgeschichte – zu sehen auch in «Der Tod trägt schwarzes Leder» (1974), «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» (1975), «Lola» (1981) und «Der Schattenmann» (1996).

In seinen über 200 Rollen verkörperte er oftmals Bösewichte. Doch selbst als diese vermochte er nicht bloss schwarz weiss darzustellen, sondern konnte ihnen stets etwas Menschliches geben.

Eine Schauspielkarriere zeichnete sich in seiner Jugend im Eifelstädtchen Mayen in Rheinland-Pfalz allerdings erst mal nicht ab. Während andere am Schultheater spielten, gab Adorf den Klassenclown. Nach dem Abitur zog es Adorf dann doch zur Schauspielerei. Er studierte er an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Danach ging er ans Theater und zum Film.

Enorme Bandbreite an Rollen

Es war der Start einer grossen Karriere mit einer enormen Bandbreite an Rollen und vielen Auszeichnungen. Regisseure wie Billy Wilder, Rainer Werner Fassbinder, Margarethe von Trotta, Volker Schlöndorff, Helmut Dietl oder Dieter Wedel wollten den Darsteller, der Bösewichte ebenso eindrücklich spielen kann wie Patriarchen, eitle Gecken oder Feingeister.

Im September hatte Adorf seinen 95. Geburtstag gefeiert. Immer mit dabei: seine Frau Monique Faye, mit der er viel Zeit in ihrer Heimat in Südfrankreich verbrachte. Wunderschöne Erinnerungen hatte der Schauspieler zudem an Italien, die Heimat seines Vaters. Adorf lebte dort viele Jahre und drehte Filme. «Dass ich dieses Dolce Vita mitmachen konnte, das habe ich sehr genossen», sagte er mal. (pre/sda)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Triple
09.04.2026 10:38registriert Juli 2015
Ein ganz grosser hat die Bühne für immer verlassen, ruhen Sie in Frieden Herr Adorf.
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Mallory1507
09.04.2026 10:09registriert August 2024
Danke.
Für all die schönen Filme und Serien - an seinen Monolog in "Kir Royal" erinnere ich mich heute noch.
Man nahm ihm jede Rolle ab.
Und diese angenehme Stimme...
Er hätte das Telefonbuch vorlesen können, man hätte gespannt gelauscht.
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Amarillo
09.04.2026 10:14registriert Mai 2020
Unvergessen, wie Mario Adorf vom Publikum eine geraume Zeit angefeindet wurde, weil er als der Schurke "Santer" im Film "Winnetou I" Winnetous' Schwester Nscho-tschi sowie dessen Vater Intschu-tschuna am „Nugget-tsil“ erschoss. Die Filmreihe war in Deutschland enorm erfolgreich, und begründete die Popularität von Pierre Brice als Winnetou. Und eben, Adorf wurden diese "Morde" jahrelang von Zuschauerseite vorgeworfen...
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