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Amtsgericht Hamburg fällt Urteil: Zürcher G-20-Chaot kommt mit blauem Auge davon



Wegen zweier Flaschenwürfe auf Polizisten kurz vor dem G20-Gipfel hat das Amtsgericht Hamburg einen 29-jährigen Zürcher am Donnerstag zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.

Der Angeklagte Rafael G. und seine Verteidigerin Iris-Maria Killinger sitzen am 14.09.2017 in einem Gerichtssaal im Strafjustizgebaeude in Hamburg. Dem 29-jaehrigen Schweizer wird vorgeworfen im Rahmen der G20-Krawalle in der Nacht auf den 06.07.2017 Polizeibeamte mit Glasflaschen beworfen zu haben und in einem Handgemenge mit Passanten auf einen am Boden Liegenden eingeschlagen zu haben. (KEYSTONE/DPA/Christophe Gateau)

Der Angeklagte Rafael G. und seine Verteidigerin Iris-Maria Killinger Bild: dpa

Der Richter sprach den Mann der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig. Der Angeklagte hatte den Vorwurf gleich zu Beginn der Verhandlung gestanden und Reue gezeigt.

Er sei am 5. Juli von Zürich nach Hamburg gefahren, um friedlich gegen den G20-Gipfel zu demonstrieren, sagte er vor Gericht. Am Abend nach einer Demonstration unter dem Motto «Lieber tanz ich als G20» sei er betrunken gewesen und habe Flaschen geworfen.

Er bestritt jedoch, wenig später auf einen Passanten eingeschlagen zu haben, der ihn und seine Begleiter vom Zertreten von Flaschen abhalten wollte. Das Gericht liess diesen Vorwurf fallen.

Der Staatsanwalt hatte eine Strafe von anderthalb Jahren auf Bewährung gefordert. Die Verteidigerin hatte sich dafür ausgesprochen, wegen der zweimonatigen Untersuchungshaft unter schwierigen Bedingungen von einer Strafe abzusehen. (sda/dpa)

G20-Proteste – Strassenschlachten mit der Polizei

Video: srf

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