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Nach Tiger-Ausbruch und -Tötung: Peta fordert Konsequenzen

Nach Tiger-Ausbruch und -Tötung: Peta fordert Konsequenzen

Nach dem Vorfall mit dem ausgebrochenen Tiger bei Leipzig hat die Tierrechtsorganisation Peta strengere Regeln für die Haltung gefährlicher Wildtiere gefordert.
18.05.2026, 05:1618.05.2026, 05:16

«Im Prinzip muss die Bundesregierung jetzt endlich handeln», sagte Peter Höfgen, Peta-Fachreferent für Wildtiere, der Deutschen Presse-Agentur.

Carmen Zander vom Dresdner Weihnachts-Cirkus mit ihren Tigern.

Carmen Zander of Dresdner Christmas Cirkus with theirs Tigers
Die deutsche Tiger-Dompteurin Carmen Zander und eines ihrer Tiere. (Archivbild)Bild: imago stock&people

Der Vorfall zeige erneut, dass die Haltung gefährlicher Wildtiere in Privathand oder in mobilen Betrieben nicht ausreichend sicher sei. In mehreren Bundesländern sei die private Haltung von Tigern oder Löwen weiterhin erlaubt. Aus Sicht von Peta müsse die Gesetzgebung deshalb verschärft werden.

Am Sonntag war in Schkeuditz bei Leipzig ein Tiger aus einer privaten Anlage entkommen. Ein 73-Jähriger wurde schwer verletzt. Die Polizei erschoss das Tier später im Bereich einer Gartenanlage. Für die Bevölkerung bestand laut Polizei keine Gefahr mehr. Weitere Tiere seien nicht entkommen.

Laut Peta mangelhafte Haltungsbedingungen

Im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig hält eine Tiger-Dompteurin in einem Gewerbegebiet Grosskatzen. Dort sollen noch acht Tiger leben. Die Dompteurin reagierte zunächst nicht auf eine dpa-Anfrage. «Es hätte schon längst eine Beschlagnahmung der Tiere erfolgen müssen», sagte Höfgen.

Peta habe das Veterinäramt Nordsachsen seit 2019 wiederholt auf aus Sicht der Organisation mangelhafte Haltungsbedingungen hingewiesen. Höfgen sprach von zu kleinen und unsicheren Gehegen sowie Verstössen gegen den Tierschutz. Nach Angaben der Organisation gibt es seit längerer Zeit das Angebot einer Auffangstation, die Tiere aufzunehmen. (sda/dpa)

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