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Sylvia Löhrmann, Spitzenkandidatin der Grünen in Nordrhein-Westfalen. Lizenz: cc-by-sa-2.0

Silvia Löhrmann, Spitzenkandidatin der Grünen in NRW, stieg vor einer Wahlkampfaktion von der Limousine auf ein Hybrid-Auto um. flickr.com/gruenenrw (cc-by-sa-2.0)

Vom Audi A8 ins Hybrid-Auto: So clever wenden die Grünen einen Shitstorm ab

Lukas Blatter
Lukas Blatter



In Nordrhein-Westfalen ist Wahlkampf – und mittendrin ist auch Silvia Löhrmann von den Grünen. Seit 2010 ist sie dort Bildungsministerin und als solche fährt sie einen Dienstwagen, genauer einen Audi A8. Nur blöd, wenn man als Grüne im Wahlkampf darin erblickt wird.

Darum, und um den Wahlkampf sauber vom politischen Tagesgeschäft zu trennen, organisierten die Grünen für ihre Spitzenkandidatin ein umweltfreundlicheres Hybrid-Gefährt.

Nur blöd, wenn ein Mitglied der konkurrenzierenden Junge Union davon Wind bekommt: Schnell wechselt Löhrmann vor einem Wahlkampftermin den Wagen und wird dabei abgeknipst: 

Thomas Eusterfeld wirft der Politikerin öffentlich Doppelmoral vor. Seine Beiträge auf Twitter und Facebook verbreiten sich rasch. Was tun also, wenn sich ein handfester Shitstorm anbahnt?

Sylvia Löhrmann reagiert darauf gelassen und stellt ebenso wie Eusterfeld über soziale Kanäle klar, dass der staatliche Dienstwagen nicht für private Tätigkeiten verwendet werden dürfe. «Saubere Trennung zwischen Ministerinnen-Dienstwagen und Wahlkampfauto. Wie sich das gehört», schreibt sie auf Twitter:

Auf Rückfrage von Eusterfeld lässt sie zudem durchblicken, dass sie gerne auch als Ministerin einen Hybrid fahren würde, aber «die deutsche Automobilindustrie noch nicht so weit ist».

Neben der öffentlichen Erklärung Löhrmanns erstellten die Grünen den Hashtag #Loehrmannsteigtum. Darunter sammelten sie auf kreative Weise mögliche Fortbewegungsmittel, auf welche die Ministerin hätte umsteigen können:

Darunter waren etwa der Millenium Falke aus Star Wars, eine Kamel-Karavane oder ein fliegender Teppich. Die Diskussion zur vermeintlichen Doppelmoral wich einem unterhaltsamen Wettbewerb um das beste Meme. Mit Humor dem Shitstorm beikommen, das können die Grünen in Nordrhein-Westfalen offenbar.

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