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Rechtsextreme Drohbriefe: Darum attackieren Neonazis diese Frauen

NSU 2.0: Rechtsextreme Drohbriefe erreichen in diesen Wochen zahlreiche Menschen in Deutschland. Auffällig ist: Sie richten sich häufig gegen Frauen. Warum ist das so?

Madeleine Janssen / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Die Fernsehmoderatorin Maybrit Illner, die Linken-Politikerinnen Martina Renner, Anne Helm und Janine Wissler, auch die Kabarettistin Idil Baydar: Sie alle haben rechtsextreme Drohbriefe erhalten, unterzeichnet mit «NSU 2.0». Schon vor zwei Jahren ging ein solcher Brief an die NSU-Nebenklage-Anwältin Seda Basay-Yildiz. Zwar sind auch Männer Ziel der jüngsten rechtsextremen Angriffe unter diesem Absender, etwa der Siegburger Anwalt Mehmet Daimagüler, der ebenfalls im Münchner NSU-Prozess Nebenkläger vertreten hat. Trotzdem fällt bei den Briefen auf: Hier stehen vor allem Frauen im Fokus. Warum ist das so?

Die Adressatinnen einen ein paar Eigenschaften: Sie sind gut gebildet, erfolgreich in ihrem Beruf, treten offensiv gegen Rechtsextremismus ein und haben teilweise einen Migrationshintergrund. Damit erfüllen sie gleich mehrere Feindbilder, die Rechtsextremisten hegen. Und doch ist einiges neu.

Seda Basay-Yildiz setzte sich als Anwältin für die Opfer der NSU-Morde ein.

Was ist das Neue an «NSU 2.0»?

«Hier wird eine neue Dimension erreicht», sagt Liane Bednarz. Die Journalistin, Rechtsextremismus-Expertin und Buchautorin befasst sich seit Jahren mit dem Thema Neue Rechte und Rechtsextremismus. Mit Blick auf die «NSU 2.0»-Mails sagt sie: «Wahrscheinlich steht ein ganzes Netzwerk dahinter.» 

Immerhin wurden die persönlichen Daten von drei der bedrohten Frauen von Polizeicomputern in Hessen abgerufen. Den Betroffenen werde damit suggeriert: Die Polizei sei von Rechtsextremisten unterwandert, die auf diese Weise an die persönlichen Daten der Frauen kämen. Drohbriefe können immer Angst machen. Wenn aber angedeutet wird, dass selbst die Polizei als Hüterin der öffentlichen Ordnung die Sicherheit des einzelnen nicht nur nicht mehr garantiert, sondern aktiv gefährdet, ist das noch einmal eine andere Stufe. «Damit erhöht sich der Einschüchterungseffekt», sagt Bednarz.

Die persönlichen Daten von drei der bedrohten Frauen wurden von Polizeicomputern in Hessen abgerufen.

«Das primäre Ziel der Absender ist, den Frauen Angst zu machen – statt wie im Fall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im Verborgenen einen Mord zu planen», sagt Bednarz. Trotzdem dürfe man diese Drohungen nicht verharmlosen. Schliesslich stellen die Betroffenen sich mit ihrer Arbeit und ihrem Auftreten massiv gegen die Weltanschauung der Rechten und sind damit Feindbilder.   

Wie Neonazis die Frauen sehen

In Anlehnung an das vorherrschende Frauenbild im Nationalsozialismus sehen Rechtsextremisten die Frau als Mutter und Versorgerin des Haushalts. Sie wird auf ihre biologische Funktion reduziert, möglichst viele Kinder zu bekommen, um das Volk zu vergrössern. Auch wenn moderne Neonazis und Rechtsextremisten dies nicht mehr so offen formulieren, ist es doch das Weltbild, das sie vertreten. 

Und das äussert sich in der Geringschätzung für Frauen wie die Bedrohten, die einen Beruf ergreifen, finanziell unabhängig sind, selbstbewusst auftreten und sich für Karriere und Kinder zugleich entscheiden. All dies bezeichnen sie als «Genderideologie» – die Annahme, dass Frauen und Männer gleichermassen Beruf und Familie vereinbaren können, halten sie für Unfug. Das Familienbild hat sich jedoch gewandelt, mit einem Effekt: Rechtsextreme Männer empfinden das als einen Machtverlust und versuchen, ihn mit einem Gegenangriff zu kompensieren. «Antifeminismus ist ein wesentlicher Bestandteil der rechtsextremen Weltanschauung», sagt Liane Bednarz.  

Das jüngste Beispiel ist die Erregung über die von der Noch-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geplante Frauenquote. Rechte Twitter-Nutzer, Männer wie Frauen, bezeichnen die Frauenquote als Sexismus – das Geschlecht allein solle als Qualifikation ausreichen. Ein irreführender Vorwurf, denn Sexismus bezeichnet die Abwertung einer Person aufgrund ihres Geschlechts. Darum geht es aber nicht, sondern darum, diskriminierende Strukturen abzuschaffen und die im Grundgesetz festgeschriebene Gleichberechtigung und gleiche Teilhabe von Männern und Frauen zu ermöglichen.

«Das ist eine feige Art»

«Die Männer, die diese Drohmails schreiben, steigern sich aus einer empfundenen Ohnmacht heraus in Gewaltfantasien», sagt Bednarz. Viele davon seien sexuell aufgeladen.

Dabei gehe es um letztlich nichts anderes, als sich die Frau wieder zu unterwerfen und ihr das traditionelle Rollenbild erneut aufzuzwingen. «Diese Männer hoffen wohl, dass die Betroffenen sich dann wieder aus der Öffentlichkeit zurückziehen», erklärt Bednarz. 

In der chauvinistisch geprägten Szene herrscht bis heute das Vorurteil vor, Frauen seien das schwache Geschlecht. Auch das dürfte ein Grund sein, weshalb die aktuellen Drohbriefe sich gegen Frauen richten: Die Absender gehen womöglich davon aus, dass sie sich nicht zur Wehr setzen. Dabei geben die Betroffenen in dem, was sie tun und wie sie auftreten, keinen Anlass zu dieser Annahme.  

Offene Kritik an rechtsextremen Strukturen

Die bedrohten Frauen machen sich regelmässig gegen Rechtsextremismus stark. Die Fernsehmoderatorin Maybrit Illner thematisiert ihn in ihren Sendungen. Im Falle der Linken-Politikerinnen steckt der Kampf gegen Rechts, der Antifaschismus, schon in der DNA ihrer Partei. Martina Renner etwa gilt als eine der profiliertesten Kennerinnen der rechten Szene in Deutschland.

In ihrer parlamentarischen Arbeit im Thüringer Landtag wirkte sie an der Aufklärung der NSU-Morde mit. In Interviews spricht sie regelmässig über das Thema. Damit bieten die Frauen den Rechten einen Angriffspunkt. Mit ihrem Engagement, aber teilweise auch mit ihrer blossen Biografie. 

Biografische Merkmale 

Wer sich wie die Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz für die Opfer der NSU-Morde einsetzt und auch Terrorverdächtigen ein rechtsstaatliches Verfahren ermöglichen möchte, ist per se bei Rechtsextremisten nicht hoch angesehen. Bei Basay-Yildiz und der Kabarettistin Idil Baydar kommt noch hinzu: Sie sind deutsch, haben aber einen Migrationshintergrund.

Grund genug für Rechtsextremisten, sie anzufeinden. Denn im Weltbild vieler Neonazis zählt es nicht, wenn jemand in Deutschland geboren wurde, Deutsch spricht und die Muttersprache der Eltern kaum beherrscht – in Anlehnung an die Rassenlehre der Nationalsozialisten ist das nicht genug.  

Wächst jetzt der Druck auf die Ermittler?

Auf jeden Fall. Das im vergangenen Jahr aufgeflogene rechte Netzwerk in Polizei und Bundeswehr hat die Glaubwürdigkeit der Ermittlungsbehörden schwer beschädigt, ebenso wie der Umgang mit der jüngsten Debatte um Rassismus bei der Polizei.    

Will die Polizei ihren Ruf wiederherstellen, muss sie jetzt Ermittlungserfolge vorweisen. Sie muss klären, wer die Daten der Frauen auf den Rechnern der Polizei abgerufen hat – und ob es sich dabei um eine grössere Gruppe von Rechtsextremisten handelt. Gleichzeitig muss sie den Opfern die grösstmögliche Unterstützung zukommen lassen. Dass der hessische Polizeipräsident Udo Münch seinen Posten aufgegeben und ein interner Sonderermittler die Arbeit aufgenommen hat, ist nur ein Anfang.

Was ist mit Seehofer und der Rassismus-Studie? 

Es ist ein wildes Durcheinander um die Studie zum «Racial Profiling» im Bundesinnenministerium: Die Studie, die von der EU-Kommission empfohlen wurde, sollte untersuchen, inwieweit Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland von der Polizei diskriminiert werden. Zuerst wollte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sie nicht. Dann wusste er angeblich gar nichts von einer solchen geplanten Studie. Schliesslich lehnte er die Untersuchung ab: Er habe keinen Anlass anzunehmen, dass es bei der Bundespolizei ein Problem mit strukturellem Rassismus gebe.

Die Kritik an Seehofers Haltung wächst. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat sich gegen den Bundesinnenminister gestellt: Er plane eine Länderstudie zu Rassismus in den Ermittlungsbehörden – notfalls ohne die Beteiligung des Bundes. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hardy18 19.07.2020 13:29
    Highlight Highlight Will die Polizei ihren Ruf wiederherstellen, muss sie jetzt Ermittlungserfolge vorweisen. ...
    Erfolge >jetzt< zu fordern ist auch nicht der richtige Weg!
    Die Arbeit wird schlampig erledigt und es werden nur Bauernopfer geboten, damit man beruhigt wird und alles bleibt beim alten.

    Niemand wird freiwillig den Finger heben, ich wars.
    Solche Ermittlungen brauchen Zeit. Und lieber darf es länger dauern, dafür aber richtig.
  • Trompete 19.07.2020 08:51
    Highlight Highlight Die einen versenden Drohbriefe, die anderen betreiben Websiten, wo die Daten von unliebsamen Personen veröffentlicht werden. Beide haben aber dasselbe Ziel: Opfer einschüchtern um diese mundtot zu machen. Ich werde diese Rechtsextremisten und Linksextremisten wohl nie verstehen. Vermutlich liegt es an der mangelnden Artikulierfähigkeit welche in den besagten Szenen vorherrscht.
  • rodolofo 19.07.2020 08:45
    Highlight Highlight Die Gewalt gegen Frauen hat auch damit zu tun, was "Weiblichkeit" repräsentiert:
    Emotionale Intelligenz, verletzliche Schönheit, Verführerische Kraft, die alle kulturellen Grenzen sprengt, Fruchtbarkeit, pralles Füllhorn von Mutter Natur, usw..
    Der Nationalsozialismus dagegen ist ein von gefühlskalten und kranken Perversionen und von verklemmten Anstauungen geplagten Männerhirnen ausgebrütetes, geistiges Konstrukt, das auf frühere Vorläufer-Modelle von "satanischen Kirchen" folgte.
    In dieser sado-masochistischen Nazi-Parallelwelt sind feministische Retterinnen der Gesellschaft Feindinnen...
  • Firefly 19.07.2020 08:44
    Highlight Highlight Wo sind nun hier alle die Kommentare, der sich liberal und in der Mitte stehen sehenden welche sofort auf den Plan treten, wenn es um Linksradikalismus get und etwas von Faschismus faseln?

    Sind ihnen die Rechtsradikalen keine so grosse Gefahr für die Freiheit? Und wenn ja, wieso nicht?
    • Zyniker haben es leichter 19.07.2020 09:42
      Highlight Highlight Dieser Artikel liefert einfach nichts... Wir lesen sie hätten Drohbriefe erhalten von einer ominösen NSU 2.0, es wird spekuliert, wer das geschrieben haben könnte und noch mehr spekuliert warum. Dann stellt man noch pauschal alle rechts der Mitte als Nazis dar durch die Verunglimpfung legitimer (nicht legitim für euch?) Haltungen, wie z.B. einem Nein zu Frauenquoten... Ob das mit den Daten von der Polizei bewiesen oder Spekulation ist, geht aus diesem Meinungsstück auch nicht hervor. Also? Ja, Sauerei, sofort untersuchen! Ach, das passiert schon? Auch interna bei der Polizei? Ok, akzeptiert.
  • LURCH 19.07.2020 06:35
    Highlight Highlight Misogyne Nazis und Rassisten.
    Passt doch!
    Alle haben einen Minderwertigkeitskomplex.
    Benutzer Bild
  • Sergej Mütlich 19.07.2020 02:25
    Highlight Highlight und was machen wir jetzt dagegen? (bitte nur konstruktive antworten)
    • rodolofo 19.07.2020 08:57
      Highlight Highlight Ein Kochrezept mit genauen Gramm-Angaben gibt es nicht.
      - "Learning by doing"?
      - Wehret den Anfängen?
      - Experimentieren?
      - So kämpfen, dass man sich dabei noch wohl fühlt (Ehrlich bleiben und ehrenhaft)?
      - Humor hilft immer und trifft als Nebeneffekt Nazis am stärksten (Nazis haben keinen Humor).

      Das Grundproblem:
      Ein Nazi wird niemals aufgeben und in seinem letzten Bunker ausharren und auf die nächste Möglichkeit für ein "Tausendjähriges Reich" warten.
      Wenn Du es geschafft hast, den Nazi räumlich auf Distanz zu halten und juristisch ein Patt zu erreichen, darfst Du Dir selber gratulieren.
  • Pfefferkopf 19.07.2020 00:43
    Highlight Highlight Die Städte wachsen in Europa enorm, zudem verschieben sie sich immer mehr nach links. Die Landgebiete und der Osten werden "menschlich" ausgetrocknet. Übrig bleiben Arme, Alte, Kranke und wenige Gebildete (vor allem ungebildete Männer). Zudem steigt allgemein der Anteil der Männer in Europa v.a. durch Fachkräfte (z.B. für IT, Medtech-Firmen)

    https://www.nzz.ch/schweiz/politische-landschaft-schweiz-staedte-driften-nach-links-ld.1480635

    Es gibt immer mehr Männer, die "übrig" bleiben. Was wird mit denen geschehen? Ist schon hart. Es braucht neue Lebensentwürfe für diese Menschen.
    • Pfefferkopf 19.07.2020 09:05
      Highlight Highlight Ich schaue eine solche Gesinnung teilweise auch als psychische Krankheit an. Ich finde, solche Männer und Frauen sollten zum Beispiel in betreuten Wohnungen unterkommen. Solche Typen und Typinnen, verbringen ihre ganz Zeit mit idiotischen Videos von anderen geistig verarmten Menschen auf YT. Eine unglaubliche Zeitverschwendung. Man sollte diesen Leuten eine feste Struktur geben. Ich habe es schon mehrmals geschrieben, in gewissen Fällen macht Fürsorgerische Unterbringung für solche Menschen Sinn.
    • Pfefferkopf 19.07.2020 09:06
      Highlight Highlight Diese Menschen haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Frauen meiden rechts(extreme) Männer mehrheitlich, was natürlich richtig ist. Dennoch sollte man diese Leute sich nicht selber überlassen.
    • perspektiven-wechsel 19.07.2020 10:40
      Highlight Highlight Haben Männer ein Anrecht auf alles, nur weil sie Männer sind? Das klingt voll nach den jammernden misogynen Incels und genauso frauenverachtenden Antifeministen.

      Welche nur halbwegs vernünftig denkende Frau möchte so einen von seiner "Männlichkeit" überzeugten Tpen, der deswegen alle Frauen verachten muss?

      Den Artikel "Recht auf alles, weil sie Männer sind", ist nicht Teil der Menschenrechte und wird es auch nie werden...

    Weitere Antworten anzeigen
  • Kruk 18.07.2020 23:38
    Highlight Highlight Ich komme nicht ganz klar und brauche Hilfe.
    Das Frauenbild der Nazis ist doch um den ihrigen zu einem Vorsprung zu verhelfen "Sie wird auf ihre biologische Funktion reduziert, möglichst viele Kinder zu bekommen, um das Volk zu vergrössern"

    aber warum stört es sie denn auch wenn nichtarische Frauen das anders handhaben?
  • Cremetörtchen 18.07.2020 23:20
    Highlight Highlight Schwache Menschen werden immer die Herrschaft der Gewalt, einer konstruktiven Lösung vorziehen. Es liegt sicherlich an der Kindheit. Gewisse Werte, die einen Grossteil der Gesellschaft vermittelt bekommt (bsp: Sozialisierung), haben diese Menschen nie erlernt.

    Daher flüchten sie sich in eine gewaltgeprägte, politische oder religiöse Ideologie, die ihr Defizit bestätigt und ihrem Leben einen Sinn gibt. Neonazis, IS Anhänger, Mafia usw., solche Leute sind nur bedingt gesellschaftsfähig. Die Vermittlung einer koexistenten Gesellschaft beginnt eigentlich im Kindesalter…
    • rodolofo 19.07.2020 09:05
      Highlight Highlight Du kannst das auch weniger moralisierend sagen:
      Viele Männer haben im Laufe ihrer "Entwicklung" gelernt, dass sie mit Gewalt Annehmlichkeiten und Dienstleistungen erzwingen können und dass sie mit der dadurch erreichten Macht und dem dazugehörigen materiellen Reichtum einen feudal-kapitalistischen Hofstaat und ein korruptes Günstlingsnetz aufbauen und aufrechterhalten können.
      Was die Nazis da machen, treibt also nur jene Methoden des "Teile und Herrsche" auf besonders abstossende und abscheuliche Art auf die Spitze, die bereits überall und weltweit gang und gäbe sind...
  • Black Cat in a Sink 18.07.2020 23:18
    Highlight Highlight Nein, das sind keine Einzelfälle, wie die Rechten solches gerne begründen. Das sind feige Zeitgenossen, die eine Zeit zurück wollen, die es nie mehr geben wird. Nie wieder!
    • Zeitgenosse0815 19.07.2020 06:40
      Highlight Highlight Ich habe meinen Namen gehört? Ja bin hier, kann los gehen ;-)

      Zum Kommentar: ganz deiner Meinung!
  • Serdena auf der Erbse 18.07.2020 22:55
    Highlight Highlight Warum? Weil nix im Kop...
  • Ian 18.07.2020 22:18
    Highlight Highlight Wieso ist Mann Rechts oder Rechtsextrem wenn man die Genderisierung als unnatürlich sieht?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 18.07.2020 22:39
      Highlight Highlight Was hat das jetzt wieder mit dem Thema zu tun?
      Fühlst du doch von starken Frauen irgendwie in deiner Männlichkeit bedroht?
    • Walter Sahli 18.07.2020 22:39
      Highlight Highlight Wie kommst Du auf diese Frage?
    • smartash 18.07.2020 23:03
      Highlight Highlight Man ist nicht rechts weil man die „Genderisierung als unnatürlich“ sieht.
      Man sieht die „Genderisierung als unnatürlich“ weil man rechts ist

      Ursache und Wirkung... Jetzt klar?
    Weitere Antworten anzeigen
  • SBP 18.07.2020 22:15
    Highlight Highlight Es zeigt sich auch hier, dass sich niemand fragt, wieso Rattenfänger heutzutage wieder zunehmend Erfolg haben. In dem man sich diese Menschen ins Pfefferland wünscht, wird sich nichts an der Situation verändern. Im Gegenteil, man drängt sie weiter und weiter in den braunen Sumpf.
    • kann(nid)verstaan 19.07.2020 07:41
      Highlight Highlight Was schlagen Sie also vor, um so (denkende? und) handelnde Menschen wieder in die Gesellschaft zurückzuholen? Sie belehren? Sie ignorieren? Einfach warten, bis die sich in ihrer verblendeten Ideologie vielleicht doch einmal einfach in Luft auflösen?
    • rodolofo 19.07.2020 09:08
      Highlight Highlight Oon, die ärmsten, rechtsextremen Schneeflocken müssen weiter in den braunen Sumpf!
    • Pfefferkopf 19.07.2020 09:17
      Highlight Highlight Ob das so ist glaube, weiss ich nicht. Die Gesellschaft in den stark besiedelten Gebieten wird eher linker und gebildeter. In Randregionen nimmt der Rechtsextremismus zu, es handelt sich aber um wenig bevölkerte Gebiete. Ja diese unbeschäftigten, unzufriedenen mehrheitlich männlichen Menschen sind gefährlich. Um es brutal auszudrücken, sie haben aber eine viel tiefere Lebenserwartung und vermehren sich viel weniger. Siehe Ungarn, wie diese Bevölkerungszahlen zusammen brechen. Je rechter ein Gebiet, desto weniger Kinder kommen auf die Welt. Irgendwann werden sie einfach weg sein...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nixe_60 18.07.2020 21:58
    Highlight Highlight Wenn ich mir hier die Blitze so ansehe, schüttelt es mich. Verkommen durch und durch, anders kann ich es mir nicht erklären.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.07.2020 08:20
      Highlight Highlight Lass doch die hobbylosen, braunen Dumpfbacken blitzen.
      Sie bleiben so oder so eine Minderheit, zum Glück.
  • Meinung 18.07.2020 21:52
    Highlight Highlight Ein Problem das viele Jahre Kleingerredet wurde. Aufarbeitung welche nie oder nur teilweise stattfindet.
    Radikalismuss in jeder Form ist nicht richtig. Die Gefahr ist Real und man kann sie nicht wegreden.
  • Walter Sahli 18.07.2020 21:44
    Highlight Highlight Ich bin nicht erstaunt, dass die Neonazis va. auf Frauen losgehen. Rechtsextremismus ist die primitivste Wesensform des Menschen - von ständiger Angst durchdrungen wird das Heil zur Stärkung des inexistenten Selbstwertgefühls in der Herabsetzung der vermeintlich Schwachen gesucht. Und selbstverständlich wird Stärke und Schwäche rein physisch definiert.
    • Walter Sahli 18.07.2020 23:21
      Highlight Highlight Blitzer...ready when you are...oder habt Ihr die Hosen voll?
    • Walter Sahli 19.07.2020 00:13
      Highlight Highlight Mit "Blitzer" meinte ich übrigens nicht die 13jährigen Hosenscheisser, die hier Blitze verteilen und "Mama" nicht buchstabieren können. Aber vermutlich spielt das bei Rechtsextremen keine Rolle...kein Hirn und keinen Mumm.
    • Ciri 19.07.2020 07:52
      Highlight Highlight @Walter
      da kannste lange warten.
      Grundkenntnisse der Sprache und des Geschehens sind Voraussetzung. Ebenso eine Grundintelligenz und da happerts gewaltig. Und das ist das Problem!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pfefferkopf 18.07.2020 20:55
    Highlight Highlight Der "Chef" der Identitären Bewegung hat einmal gesagt, man solle vor allem junge Frauen bedrohen, am besten sei es noch wenn sie Kinder haben, denn die kann man am schnellsten aus dem öffentlichen Leben drängen und ihre Meinung abklemmen. Es gibt auch hier einen Typen, der C.W., der sich ideologisch mit der IB verbunden fühlt. Die IB hetzt immer wieder gegen Frauenhäuser, linke Frauen, Künstlerinnen etc.

    https://www.vice.com/de/article/8gbz44/identitaere-frauenhaus-graz

    https://www.derstandard.at/story/2000039182460/burschenschaft-mit-identitaeren-will-auf-facebook-linke-weiber-ausknocken
    • Pfefferkopf 18.07.2020 23:47
      Highlight Highlight Noch mehr zu dieser stinkenden Kloake:

      "Schläge für Flüchtlinge - Störaktion der IB":

      So habe eine Frau aus Syrien, die vor wenigen Monaten am Bauch operiert worden sei, von einem davonlaufenden Identitären zuerst einen Schlag mit dem Ellbogen erhalten – in den Bauch. Dann habe ihr der Mann absichtlich "einen Tritt ins Sprunggelenk" verpasst. Auch eine zweite Frau, sie schwanger, sei in den Bauch geschlagen worden, als sie aus dem Saal gelaufen sei.

      https://apps.derstandard.at/privacywall/story/2000035067093/berichte-ueber-schlaege-gegen-fluechtlinge-bei-identitaeren-stoeraktion
    • Pfefferkopf 18.07.2020 23:50
      Highlight Highlight https://apps.derstandard.at/privacywall/story/2000029269290/nach-identitaeren-demo-in-graz-ueberfall-auf-gegendemonstranten

      Nach einer einer Versammlung der jungen Grünen in Graz:

      Einer der beiden festgenommenen Männer habe auch sie geschlagen, erzählt eine 22-jährige Studentin dem STANDARD. Die Frau schaffte es, den Überfall mit ihrer Kamera zu dokumentieren, weshalb einige Angreifer identifiziert werden konnten. Sie nehme an, auch wegen ihrer Kamera sei einer der beiden später festgenommenen Männer gezielt auf sie losgegangen: "Er hat mir beide Hände um den Hals gelegt und mich gewürgt".
    • Pfefferkopf 18.07.2020 23:54
      Highlight Highlight So sind sie, die feigen rechtsextremen Typen der IB. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese hirnlosen Typen mit der NSU 2.0 verbandelt sind. Wie es viele rechtsextreme Gruppierungen sind. Primitiv, gewalttätig, frauenfeindlich, widerlich und so etwas soll dann die "weisse Elite" sein. Wären solche Typen die "standard Bevölkerung" Europas, wäre dies die am wenigsten entwickelte Region der Welt. Das ist auf sicher.
  • Nicky11 18.07.2020 20:41
    Highlight Highlight Passt doch. Der "Herrenrasse" sollen alle zu Füssen liegen, auch die Frauen - oder sogar ganz besonders die Frauen -denn die wenigen Gehirnzellen verteilen sich ja beim Mann auf mehr als ein Organ. Je weniger graue Masse da ist desto verheerender die Konsequenzen.
    • rodolofo 19.07.2020 09:11
      Highlight Highlight Ganz ähnlich, wie der IS...
  • Matti_St 18.07.2020 20:30
    Highlight Highlight Recht und rechts ist für viele dasselbe. Und oft meinen die, will sie rechts sind, haben sie mehr Recht.
  • insert_brain_here 18.07.2020 20:29
    Highlight Highlight Angehörige des starken Geschlechts der Herrenrasse schreiben anonyme Drohbriefe an Frauen vor denen sie Angst haben und ein CSU-Innenminister drückt ganz fest beide Augen zu um kein Nazi-Problem bei der Polizei zu sehen. Warum überrascht mich beides nicht?
  • smartash 18.07.2020 20:19
    Highlight Highlight Unabhängige, starke Frauen die sich den Mund nicht verbieten lassen....

    ...nicht nur Nazis fürchten sich davon.... aber offensichtlich ganz besonders fest 😂
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 18.07.2020 20:02
    Highlight Highlight Hatte einen offen bekennender Rassist aus dem Appenzell als Mitbewohner. Alle Diskussionen mit ihm und seinen Kollegen haben meine Vermutung bestätigt: die meisten rassistisch Rechten sind unterbemittelt und nicht fähig logisch zu denken.
    In der politik gibts ein paar schlauere, die sind aber nicht unbedingt rassistisch Rechts, sondern einfach machtgeil.
    • Garp 18.07.2020 22:43
      Highlight Highlight Wer sich aus Machtgeilheit rassistisch rechts zu Nutze macht, ist noch schlimmer und ganz bestimmt auch rassistisch rechts, dazu eben noch machtgeil.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 18.07.2020 19:43
    Highlight Highlight "Die Polizei sei von Rechtsextremisten unterwandert, die auf diese Weise an die persönlichen Daten der Frauen kämen."

    Innenminister Horst Seehofer wird dazu sagen, dass Drohbriefe verboten seien und darum gäbe es auch keine Drohbriefe.

    Dass in Hessen Polizisten Daten von Privatpersonen missbrauchen, hat sich schon vor einiger Zeit gezeigt, als die Anwältin einer NSU Opferfamilie einen Drohbrief erhalten hat, wonach sie um das Leben ihrer Tochter fürchten muss.

    Die Polizei in Deutschland hat in ihren Reihen ein grosses Problem mit Rechtsextremisten. Leugnen, ignorieren ist keine Lösung.
  • De-Saint-Ex 18.07.2020 19:23
    Highlight Highlight Kann nur hoffen, dass DIESES MAL die Sache ernst genommen wird. Zu was die Rechtsextremen in D fähig sind, haben sie nun hinlänglich bewiesen.
  • _kokolorix 18.07.2020 19:08
    Highlight Highlight Rechtsextreme kaschieren mit ihrem martialischen Getue ihre Unsicherheit und Unselbständigkeit. Sie versuchen mit allen Mitteln Menschen, als minderwertiger als sie selbst abzustempeln, um sich nicht am untersten Rand der Bevölkerung verorten zu müssen.
    Der billigste, einfachste Weg sich als junger Mann über andere zu erheben ist, schwächere mit Gewalt zu bedrohen
    • Garp 18.07.2020 19:16
      Highlight Highlight Das klingt fast so als werde nur Neonazi der am unteren Rand der Gesellschaft steht (was immer das ist). Es gibt sicher eine Gruppe auf die Deine Beschreibung zutrifft, aber das ist schon sehr kurzsichtig gesehen.
    • Sälüzäme 18.07.2020 20:44
      Highlight Highlight Deine Analyse greift zu kurz, rechtes Gedankengut findet man nicht nur bei Hohlköpfen sondern auch bei Politikern, Manager, Professoren usw. Kam in den Nachrichten: Strafanzeigen in Deutschland letztes Jahr wegen Linksradikalen ca. 700 und wegen Rechtsradikalen 20'000! Es scheint so, dass die Gesellschaft lange blind war auf dem rechten Auge und nun langsam beginnt aufzuwachen. Gewalt, egal von welcher Seite, ist keine Lösung, die Protagonisten jedoch pauschal als dumm, frauenfeindlich und ungebildet hinzustellen ist gefährlich, werden sie dadurch angestachelt noch extremer weiter zu machen.
    • Juliet Bravo 18.07.2020 21:03
      Highlight Highlight Was ich eher beklemmend finde, ist dass den Blitzen zu den Kommentaren hier nach zu urteilen etwa 1/7 der Lesenden offenbar mit dem sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund NSU“ sympathisieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 18.07.2020 19:03
    Highlight Highlight Aber die Gefahr, die von den Nazis ausgeht, wird erst wieder ernstgenommen, wenn wieder Köpfe rollen.

    1-3 Tage danach wird in den Medien über rechtsextreme Gewalt gesprochen.

    Danach "einigt" man sich nach Druck der politischen Rechten wieder kleinlaut darauf, dass hier wohl einmal mehr verwirrte Einzeltäter am Werk waren.

    Jedes. Mal. Die. Gleiche. Scheisse.
  • Harry Zimm 18.07.2020 18:41
    Highlight Highlight Aus der Anonymität oder dem unterbelichteten Rudel heraus gegen Frauen, Schwache und Minderheiten - was für arme, erbärmliche Würste das doch sind...
    • Juliet Bravo 18.07.2020 19:45
      Highlight Highlight NSU halt. Nazis, die aus dem Hinterhalt schiessen.
    • Garp 18.07.2020 19:57
      Highlight Highlight Manche sehen Frauen immer noch als schwach und Minderheit an.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 18.07.2020 22:12
      Highlight Highlight Die Typen scheinen in erster Linie Angst vor Frauen zu haben. Sie wollen sich den Frauen durch Unterdrückung überlegen fühlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eidg. dipl. Tütenbauer 18.07.2020 18:40
    Highlight Highlight Braune Waschlappen diese hinterhältigen Rechten.
    • El Ninio 19.07.2020 00:51
      Highlight Highlight Weil die RAF soviel besser war.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.07.2020 07:50
      Highlight Highlight @El Ninio
      Mimimi aber die Linken....

      Komm wieder wenn du diskutieren und nicht ablenken willst.
    • Pfefferkopf 19.07.2020 09:21
      Highlight Highlight Da scheint jemand auch nicht gerade das wärmste Pfännchen auf dem Herd zu sein...

      Zudem:
      FAKTEN aus Deutschland über die letzten 10 Jahre:

      Rechtsextremismus: von 1000 Fällen waren 912 mit Körperverletzung, davon 577 mit schwerer Körperverletzung und 36 Toten.

      Linksextremismus: von 1000 Fällen waren 356 mit Körperverletzung und 81 mit schwerer Körperverletzung und 0 Toten.

      Quelle: SRF-Kommentar, www.bundesverfassungsschutz.de

      @Bambusbjörn Die lassen doch immer dasselbe Gewäsch raus "Määhh Die Linken auch"... Diese E.N. fällt nur durch sehr bescheidene Beiträge auf.

Sasek-Sekte sammelt Adressen von Schulen und Kindergärten für Propaganda

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Christliche Fundamentalisten um Sektenführer Ivo Sasek sammeln Tausende Adressen von Schulen und Kindergärten. Das belegen interne Dokumente der sogenannten Organischen Christus-Generation (OCG), die t-online.de vom Hacker-Kollektiv Anonymous zugespielt wurden. Die Liste ist offenkundig mit dem Zweck angelegt worden, sie für die Verbreitung von Propaganda zu nutzen. Eine Anfrage von t-online.de dazu beantwortete Sasek nicht.

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