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Deutschland

Merkel fordert von Putin Freilassung von Nawalny

Merkel fordert von Putin Freilassung von Nawalny (über die Blumen freut sie sich trotzdem)

20.08.2021, 16:5321.08.2021, 01:21
Russian President Vladimir Putin, left, presents flowers to German Chancellor Angela Merkel during their meeting in the Kremlin in Moscow, Russia, Friday, Aug. 20, 2021. The talks between Merkel and P ...
Freundliche Geste, freundlich empfangen.Bild: keystone

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat von Russlands Präsidenten Wladimir Putin erneut die Freilassung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny verlangt.

«Aus unserer Perspektive ist die Verurteilung zum Aufenthalt in einer Strafkolonie auf der Grundlage eines früheren Urteils, das der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ja für offenkundig unverhältnismässig klassifiziert hat, nicht akzeptabel», sagte Merkel am Freitag auf einer Pressekonferenz mit Putin in Moskau. Sie habe gegenüber Putin «noch einmal die Freilassung von Alexej Nawalny gefordert und auch deutlich gemacht, dass wir hier an der Sache dranbleiben werden», ergänzte Merkel.

Nawalny zeigt Video von angeblichem Luxus-Palast von Putin

Video: watson

Der 45 Jahre alte Nawalny ist der schärfste Gegner des russischen Präsidenten. Er war vor genau einem Jahr am 20. August 2020 auf einem Flug von der sibirischen Stadt Tomsk nach Moskau ins Koma gefallen. Der Oppositionelle wurde zwei Tage später zur Behandlung in die Berliner Universitätsklinik Charité geflogen. Er traf dort auch Kanzlerin Merkel. Sie hatte Moskau wiederholt aufgefordert, den Anschlag mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok aufzuklären.

Nawalny macht Putin persönlich für den Anschlag auf ihn verantwortlich. Er sitzt seit Monaten in einem Straflager in Haft. Die russische Justiz hat seine Organisationen mittlerweile verboten. Ihm droht nun mit einer neuen Anklage eine noch längere Haftzeit. (aeg/sda/dpa)

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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klugundweise
20.08.2021 17:30registriert Februar 2014
Wäre schön wenn sie auch Freilassung von Assange verlangt, bei ihren Freunden!
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«Timmy wird sterben und niemand wird mehr an ihn denken»
Peter V. Kunz ist Präsident des Verbands Schweizer Tierschutz. Im Interview mit watson erklärt er, warum wir uns für gestrandete Buckelwale, nicht aber für vernachlässigte Hühner interessieren.
Seit einiger Zeit konzentriert sich das öffentliche Interesse stark auf Einzelschicksale von Tieren. Wir hatten den einsamen Pinguin, der in die falsche Richtung watschelt; dann kam das Äffchen Punch, das wir dabei beobachteten, wie es Anschluss an seine Gruppe suchte. Und seit knapp drei Wochen ist es nun Timmy, der Wal, mit dem Hunderttausende mitleiden. Warum interessieren Tierschicksale so fest?
Peter V. Kunz: Auch als Tierrechtler bin ich ja in erster Linie Mensch. Beim Lonely Penguin hatte ich Tränen in den Augen. Wenn ich Aufnahmen von Timmy oder von Punch sehe, dann bewegt mich das wie jeden anderen auch. Trotzdem habe ich gemischte Gefühle: Denn so sehr mich diese Einzelschicksale bewegen, so irrelevant sind sie letztlich für das Tierwohl im Allgemeinen. Die Tiere, die systematisch leiden, bleiben unsichtbar.
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