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Der Ostsee-Wal ist schon zum dritten Mal gestrandet

epa12850547 A handout photo made available by the non-profit marine conservation organization Sea Shepherd shows a beached whale lying in the waters of the Baltic Sea near Niendorf harbor in Timmendor ...
Der Buckelwal konnte sich nur für kurze Zeit aus seiner misslichen Lage befreien.Bild: keystone

Der Ostsee-Wal ist schon zum dritten Mal gestrandet

Der Wal in der Ostsee ist bereits zum dritten mal innert einer Woche gestrandet.
29.03.2026, 05:3229.03.2026, 09:57

Das Drama in der Ostsee geht weiter: Der Wal hat es noch immer nicht geschafft, sich zu befreien. Nachdem es ihm für kurze Zeit gelungen war, mit steigendem Wasserstand von der Sandbank in der Wismarbucht freizukommen, ist er nach nur 800 Metern erneut gestrandet.

Der Buckelwal war am Montagmorgen auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier in der Nacht zum Freitag überraschend selbst von der Sandbank durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne befreit – und war aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg geschwommen, allerdings in Küstennähe.

Bereits am Samstagnachmittag strandete das Tier dann erneut – dieses Mal in der Wismarbucht südlich der Insel Walfisch. Da die Haut des Meeressäugers zu sehr erkrankt ist, um an ihr einen Sender zu befestigen, war der Wal zwischenzeitlich verschwunden und wurde von Umweltschützern gesucht und wieder entdeckt.

Warum der Wal vor Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Grosswale wie Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch. Sie können nach Expertenangaben auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der Ostsee landen. Auch Unterwasserlärm könne eine Rolle spielen.

Keine Rettungsaktion am Samstag

Eine erneute Rettungsaktion hatte es am Samstag nicht gegeben. «Wir wollen dem Wal die Chance geben, sich selbst zu befreien», hatte der Meeresbiologe der Organisation Greenpeace, Thilo Maack, der Deutschen Presse-Agentur gesagt. «Das Beste ist jetzt, den Wal komplett in Ruhe zu lassen», fügte er hinzu. Wie es dem Tier gehe, sei schwer einzuschätzen und hänge von der Verfügbarkeit von Nahrung und davon ab, wie gestresst es sei.

Experten zufolge werden immer mal wieder Grosswale in der Ostsee gesichtet, die dann nach Wochen auch den Weg in die salzreichere Nordsee zurückgefunden hätten. Nach Angaben der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd handelt es sich bei dem Tier wahrscheinlich um den Wal, der zuvor bereits mehrfach vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gesichtet worden war und Anfang März durch sein Auftauchen im Hafen von Wismar Aufsehen erregt hatte.

Das Schicksal des Wals bewegt nicht nur viele Menschen in Deutschland, sondern auch im Ausland. (hkl/sda/dpa)

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