DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Aufgeflogene deutsche Rechtsextreme wollten sechs Moscheen angreifen

17.02.2020, 15:5617.02.2020, 16:11
Aufgeflogen: rechtsextreme Terrorgruppe.
Aufgeflogen: rechtsextreme Terrorgruppe.SymbolBild: AP

Die Mitglieder einer vorige Woche in Deutschland aufgeflogenen mutmasslichen rechten Terrorzelle sollen Angriffe auf sechs Moscheen in kleineren Städten geplant haben. In Sicherheitskreisen gelten ihre Planungen als «besonders ernstzunehmender Fall».

Und zwar auch deshalb, weil die Männer, die sich nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA in einer Telegram-Chatgruppe kennengelernt und nur zwei Mal getroffen hatten, schnell handlungsbereit waren.

An der Aufklärung der Aktivitäten der Gruppe, die von den Ermittlern «Gruppe S.» genannt wird und intensiv observiert wurde, war neben der Polizei auch der Verfassungsschutz (Inlandsgeheimdienst) beteiligt.

Einer der Männer soll den Auftrag erhalten haben, Waffen zu beschaffen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen zählen zu den Waffen, die bei den Razzien am vergangenen Freitag gefunden wurden, Äxte, Schwerter und Schusswaffen.

Haftbefehle gegen zwölf Männer

Nach den Razzien in sechs Bundesländern hatte der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof Haftbefehle gegen zwölf Männer erlassen. Vier mutmassliche Mitglieder der Gruppe und acht mutmassliche Unterstützer sind in Untersuchungshaft.

Die Gruppe um den 32-jährigen Werner S. aus dem Raum Augsburg soll Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime ins Auge gefasst haben, um «bürgerkriegsähnliche Zustände» auszulösen und so die Gesellschaftsordnung ins Wanken zu bringen.

Der Verfassungsschutz geht aktuell von rund 12'700 gewaltorientierten Rechtsextremisten in Deutschland aus. Die Polizei stuft bundesweit 53 Rechte als Gefährder ein. Als «Gefährder» bezeichnet die Polizei im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Menschen, denen sie schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Wenn aus Hakenkreuzen Friedensbotschaften werden

1 / 21
Wenn aus Hakenkreuzen Friedensbotschaften werden
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Rechtsextreme in Chemnitz bedrohen Journalisten

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

London spricht beispiellose Warnung gegen Russland aus

Mit einer beispiellosen Warnung hat die britische Regierung dem Kreml unterstellt, Moskau wolle massiv politischen Einfluss in der Ukraine nehmen. «Uns liegen Informationen vor, die darauf hindeuten, dass die russische Regierung versucht, eine pro-russische Führung in Kiew zu etablieren, während sie erwägt, ob sie in die Ukraine einmarschieren und sie besetzen soll», hiess es am Samstagabend in einer Mitteilung des britischen Aussenministeriums. Experten halten aber einen Einmarsch Moskaus in Kiew für unwahrscheinlich.

Zur Story