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FPÖ-Politiker empört mit Retweet über Kapitänin Racketes «Bart»



Die «Sea Watch 3»-Kapitänin Carola Rackete polarisiert. Nun erschien ein Porträt im Spiegel über die Deutsche, die verbotenerweise mit einem Schiff am italienischen Hafen mit 40 Migranten an Bord angelegt hat. Derzeit wartet Rackete an einem geheimen Ort in Sizilien auf die Vernehmung durch die sizilianischen Staatsanwälte.

Während Rackete auf das Ausgehen der Verfahren wartet, diskutiert die Twitter-Gemeinschaft munter über das Handeln der Kapitänin. Und das nicht immer positiv.

Ein Twitter-User äusserte sich abschätzig über Rackete und deren Cover im Spiegel. Der Post des Users wurde daraufhin vom österreichischen FPÖ-Politiker Harald Vilimsky geteilt. Und dieser Retweet führte dazu, dass der Netzgemeinschaft der Kragen platzte.

Viele User empörten sich, dass ein EU-Parlamentarier derartige Tweets weiterverbreitet. «Vilimsky, echt jetzt? Man weiss nicht, ob man weinen, kotzen oder einfach nur auswandern soll», heisst es auf Twitter.

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Sea Watch 3 und Carola Rackete

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Sea Watch 3 und Carola Rackete
quelle: epa / till m. egen/sea-watch handout
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Kapitänin der Sea-Watch 3 verhaftet

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