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Participants hold candles during a protest against LEGIDA, the Leipzig arm of the anti-Islam movement Patriotic Europeans Against the Islamisation of the West (PEGIDA), in Leipzig, Germany January 11, 2016.      REUTERS/Fabrizio Bensch TPX IMAGES OF THE DAY

Lichterkette gegen Fremdenhass
Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Gegen Legida und Pegida: Leipziger machen sich mit Lichterkette für Toleranz stark



Mit einer Lichterkette und Demonstrationen haben die Leipziger ein Zeichen für Toleranz und friedliches Zusammenleben gesetzt. Anlass war ein Aufmarsch der fremdenfeindlichen Legida-Bewegung. Gleichzeitig randalierten 250 vermummte Hooligans im Stadtteil Connewitz.

Diese Hooligans hätten Pyrotechnik gezündet und Schaufensterscheiben mit Steinen eingeworfen, sagte eine Polizeisprecherin am Montagabend. Es handle sich um eine rechte Klientel aus dem Fussballbereich. Auf die Bahnstrecke Dresden-Leipzig wurde ein Brandanschlag verübt.

Auf Twitter teilte die Polizei am Abend mit, die Randalierer seien festgesetzt worden, die Lage sei unter Kontrolle. Der Stadtteil Connewitz gilt als Hochburg linker Autonomer in Leipzig.

Zeitgleich gab es in der Innenstadt einen Aufmarsch des fremdenfeindlichen Bündnisses Legida. Der Pegida-Ablegers war vor einem Jahr das erste Mal auf die Strasse gegangen.

Pegida ruft zu Legida-Unterstützung auf

Die Dresdner Pegida-Bewegung hatte zuvor ihre Anhänger zur Teilnahme an der Kundgebung in Leipzig aufgerufen. Auch die Pegida-Spitze um Lutz Bachmann hatte sich in der Messestadt angekündigt. Pegida ist die Abkürzung für: Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes.

Legida ist ein Ableger der Pegida-Bewegung, er gilt aber als deutlich radikaler. In den vergangenen Wochen hatte Legida nur noch wenige hundert Anhänger auf die Strasse gebracht.

epa05097750 Police detain far-right wing protesters at a far-right Legida and right-wing Pegida rally in Leipzig, Germany, 11 January 2016. The organisers of the right-wing Pegida movement (Patriotic Europeans Against the Islamization of the Occident) have moved their Monday rally from Dresden to Leipzig due to the anniversary of its more radical local offshoot, Legida.  EPA/JAN WOITAS

Rechtsextreme Randalierer konnten von der Polizei festgesetzt werden.
Bild: EPA/DPA

Bürgermeister: Wo die bürgerliche Mitte steht

Nach Schätzungen der Veranstalter beteiligten sich mehrere tausend Menschen an den Protestaktionen gegen Legida und Pegida. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte im Vorfeld, die Bürger wollten damit zeigen, «wofür die bürgerliche Mitte steht, wofür wir stehen». Mit Blick auf die sexuellen Übergriffe zu Silvester in Köln warnte der SPD-Politiker Jung vor einer Instrumentalisierung.

Zu der Lichterkette am Montagabend hatte ein breites Bündnis aus Politik, Gewerkschaften, Wirtschaft, Kultur und Vereinen sowie die SPD, die Partei der Grünen und die Linke aufgerufen.

Im Anschluss an das traditionelle Friedensgebet in der Nikolaikirche bildeten nach Angaben von Beobachtern hunderte Menschen mit Kerzen eine Kette entlang des Innenstadtrings. (jas/sda/afp)

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