Ist Timmy tot? Minister Backhaus wirft Initiative Wortbruch vor – aber bleibt optimistisch
Auch Tage nach dem Verschwinden von Buckelwal Timmy herrscht Unklarheit über den Verbleib des Tieres. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus kritisierte die private Rettungsinitiative deutlich. In einer Pressemitteilung des Ministeriums vom Mittwoch erklärte Backhaus: «Ich hätte mir hier deutlich mehr Transparenz gewünscht.»
Die Initiative habe dem Ministerium weder Ortungsdaten noch Daten zum Zustand des Wals übermittelt – obwohl dies anders vereinbart gewesen sei. Schon kurz nach der Freisetzung des Tieres hatte der Minister der Initiative Wortbruch vorgeworfen.
Trotz der fehlenden Daten will Backhaus optimistisch bleiben. Er erklärte: «Es gibt keinen gesicherten Nachweis über den Tod des Tieres. Ich beteilige mich nicht an Spekulationen.»
Wissenschaftler tadeln Rettungsaktion
Der Meeressäuger war am Samstagmorgen in der Nordsee freigesetzt worden. Seitdem ist nicht bekannt, wo sich das Tier aufhält – und wie es ihm geht. Schon vor dem Start des von einer privaten Initiative angeleiteten Rettungsversuchs hatten Experten die Überlebenschancen als sehr gering eingeschätzt.
Backhaus konterte in der Pressemitteilung diese Kritik an dem erneuten Rettungsversuch des gestrandeten Tieres: «Der Rettungsversuch hat dem Wal die Chance gegeben, in seinem natürlichen Lebensraum zu überleben. Genau darum ging es.»
Der Buckelwal war am 31. März in der Wismarer Bucht gestrandet. Zwischenzeitlich konnte sich das Tier mehrmals freischwimmen, lief aber immer wieder auf.
Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg Vorpommern
- Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

