International
Deutschland

AfD: Alice Weidel will Lebenspartnerschaften der Ehe gleichstellen

epa11901917 Alternative for Germany (AfD) party co-leader and chancellor candidate Alice Weidel takes part in the TV debate 'Quadrell' on the German federal election campaign, in Berlin, Ger ...
Alice Weidel sieht keinen Widerspruch zwischen ihrem Lebensmodell und den Werten, die ihre Partei vertritt.Bild: keystone

Weidel lebt mit ihrer Frau in der Schweiz – sie sieht keinen Widerspruch zu AfD-Programm

AfD-Chefin Alice Weidel sieht keinen Widerspruch zwischen ihrem Lebensmodell und dem Wahlprogramm der AfD, in dem es heisst, «die Familie, bestehend aus Vater, Mutter und Kindern, ist die Keimzelle der Gesellschaft».
18.02.2025, 04:1018.02.2025, 08:02

Es handele sich um ein Leitbild, dass auch sie, die als Frau mit einer Frau zusammenlebe, vertreten könne, «weil ich glaube, dass die Familien in Deutschland unter die Räder gekommen sind», sagte Weidel in der ARD-«Sendung» Wahlarena, in der Zuschauer Fragen stellen konnten.

Sie sprach sich zugleich dafür aus, dass eingetragene Lebenspartnerschaften, wie die ihre, rechtlich mit der Ehe gleichgestellt werden sollten. «Warum sollte ich und meine Frau nicht steuerlich gleichgestellt sein, wie in einer normalen Ehe?» Es sei ein grosses Thema bei ihr zu Hause, und sie diskutiere mit ihrer Frau darüber, wie es erbschaftsteuerlich geregelt sei, wenn sie versterbe.

«Und da glaube ich, dass unsere Lebenspartnerschaft nicht nachrangig sein sollte zu einer traditionellen Ehe.»

Diese Forderung wird von der AfD als Partei im Wahlprogramm nicht vertreten.

Weidel lebt mit einer Schweizerin zusammen und zieht mit ihr zwei Kinder gross. Sie pendelt zwischen der Schweiz und Deutschland. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
700.000 Menschen bei Papstmesse in Paris
Als Höhepunkt seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. im Stadtzentrum von Paris eine grosse Messe mit 700'000 Teilnehmern gefeiert. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wurde auf seiner Fahrt mit dem Papamobil über die Prachtstrasse Champs-Élysées von einer riesigen Menschenmenge bejubelt. Die Messe fand dann auf der Place de la Concorde statt, einem der grössten Plätze von Paris. Schon Stunden zuvor war dort kein Durchkommen mehr.
Zur Story