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Verbrechen schockt Deutschland: 15-Jährige erstochen – Verdächtiger ist ihr Ex-Freund 

28.12.2017, 15:51
Blumen am Tatort in Kandel.
Blumen am Tatort in Kandel.Bild: AP/dpa

Die Bluttat löst Entsetzen in Deutschland aus: Ein 15 Jähre altes Mädchen wird in Deutschland von ihrem gleichaltrigen Ex-Freund erstochen. Die Tat ereignete sich am hellichten Tag in einem Drogeriemarkt.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich die Jugendliche Anfang Dezember von dem ebenfalls 15-Jährigen Tatverdächtigen getrennt, wie die Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Möhlig am Donnerstag in Ludwigshafen sagte.

Das Verbrechen hatte sich am Mittwoch in einem Drogeriemarkt im Ort Kandel (Rheinland-Pfalz) abgespielt. 15 bis 20 Menschen waren zu der Zeit im Markt. Bereits Wochen vor dem Verbrechen hatten die Eltern des Mädchens ihn wegen Beleidigung, Nötigung und Bedrohung angezeigt.

Nach Darstellung der Polizei soll er das Mädchen nach Ende der Beziehung über soziale Netzwerke und telefonisch immer wieder bedrängt haben.

Der 15 Jahre alte afghanische Flüchtling soll am Mittwochnachmittag mit einem Küchenmesser, das eine etwa 20 Zentimeter lange Klinge hat, auf das Mädchen eingestochen haben. Die beiden sollen in dem Drogeriemarkt in Kandel zufällig aufeinandergetroffen sein.

Täter am Tatort festgehalten

Die Jugendliche wurde nach dem Verbrechen ins Spital gebracht, wo sie kurz darauf starb. Die beiden Begleiter des Mädchens sowie Mitarbeiter und Kunden des Marktes hielten den Täter bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Noch am Vormittag des Tattages hatten Polizisten dem Jugendlichen eine Vorladung wegen der Strafanzeige persönlich ausgehändigt. Bereits zuvor hatte die Polizei den Jugendlichen auf sein Verhalten angesprochen und ihn gewarnt. «In aller Regel fruchten solche Ansprachen auch», sagte der Ludwigshafener Polizeivizepräsident Eberhard Weber.

Das genaue Motiv ist aus Sicht von Polizei und Staatsanwaltschaft aber noch unklar. «Wir sind am Anfang der Ermittlungen», sagte Oberstaatsanwältin Möhlig. Im Raum stehe eine Beziehungstat, dies müssten aber noch die weiteren Ermittlungen klären.

Gegen den 15-Jährigen erging Haftbefehl wegen Totschlags, die Ermittler wollen auch prüfen, ob Mord als Vorwurf infrage kommt. Für das Strafmass macht dies keinen Unterschied. Die Höchststrafe liegt in beiden Fällen im Jugendstrafrecht bei zehn Jahren. Das Messer hat der Jugendliche nach bisherigen Ermittlungen in den Markt mitgebracht. Er hat sich laut Staatsanwaltschaft bislang nicht zu der Tat geäussert.

Der 15-Jährige ist den Angaben zufolge im April 2016 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen. (sda/dpa)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Charivari
28.12.2017 16:14registriert August 2017
Sie sollen sich zufällig über den Weg geloffen sein, aber er hatte ein Messer mit einer 20 cm langen Klinge dabei?
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Angelo C.
28.12.2017 16:17registriert Oktober 2014
Da sieht man wieder mal anschaulich, wie wichtig es (gerade in Deutschland mit seiner teils unkontrollierten Aufnahme von alleinstehenden Muslimen aller Art) doch wäre, junge Migranten intensiv darüber aufzuklären, dass in Europa eine Freundin oder Ehefrau kein lebenslanger persönlicher Besitz darstellt, sondern dass sie frei wählen können, wenn sie eine Beziehung beenden wollen 🙄.

Getreu von Merkels Motto : "Wir schaffen das!" 😉
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raues Endoplasmatisches Retikulum
28.12.2017 16:54registriert Juli 2017
Wer führt bitte ständig ein 20 cm Messer mit sich?
Und wie transportiert man überhaupt so ein Ding, im Rucksack, zwischen Wasserflasche und Handy?
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