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epaselect epa07911071 People mourn in front of the synagogue in Halle (Saal), Germany, 10 October 2019.  According to the police two people were killed on 09 October in shootings in front of the synagogue and a Kebab shop in the Paulus district of Halle in the East German federal state of Saxony-Anhalt.  EPA/CLEMENS BILAN

Zwei Menschen sind bei dem Attentat getötet worden. Bild: EPA

Attentäter von Halle gesteht – das sind die 7 neuesten Entwicklungen im Fall Halle



Nach dem Terrorangriff auf eine Synagoge in Halle sitzt der mutmassliche Todesschütze in Untersuchungshaft. Nach Einschätzung der Ermittler wollte der Mann in der Synagoge ein Massaker anrichten und weitere Massaker anstiften.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

Der Attentäter gesteht

Der Todesschütze von Halle hat die Tat gestanden und auch ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv bestätigt.

Der 27-jährige Stephan B. habe in dem mehrstündigen Termin beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs am Donnerstagabend umfangreich ausgesagt, erfuhr die Nachrichtenagentur DPA in Karlsruhe am Freitag.

Nach Einschätzung der Ermittler wollte der mutmassliche Attentäter ein Massaker anrichten und Nachahmer zu ähnlichen rechtsextremistischen und antisemitischen Taten anstiften.

Behörden sprechen von «Einzeltäter»

Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof erliess am Donnerstagabend Haftbefehl gegen einen 27-jährigen Deutschen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm zweifachen Mord und versuchten Mord in mehreren Fällen vor.

Nach Einschätzung der Ermittler wollte der mutmassliche Attentäter ein Massaker anrichten und Nachahmer zu ähnlichen rechtsextremistischen und antisemitischen Taten anstiften.

Im Fokus der Ermittlungen steht nun die Frage, «ob Personen in die Vorbereitung oder Durchführung des Anschlags eingebunden waren oder im Vorfeld Kenntnis hiervon hatten», wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstagabend erklärte.

Bisher fehlten «zureichende tatsächliche Anhaltspunkte» dafür, dass der Beschuldigte an eine rechtsterroristische Vereinigung angebunden gewesen sei oder ein sonstiger Zusammenhang mit einer solchen Vereinigung bestehe. Die Ermittlungsbehörden sprechen bislang von einem Einzeltäter. Am Donnerstagabend erklärte das Bundeskriminalamt, dass es die Ermittlungen übernommen habe.

Kritik an der Einzeltäter-These

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte, kritisierte den Begriff «Einzeltäter». Damit werde seit Jahrzehnten versucht, die Öffentlichkeit nach rechten Anschlägen zu beruhigen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

epa07368793 The member of The Left (Die Linke) party, Jan Korte, looks on after voting about the presence of the Finance Minister in the parliamentary session in Berlin, Germany, 14 February 2019. Korte asked for Scholz to be present and as a clear majority of votes could not be establish, members of parliament left the plenary to and re-enter through one of three doors designated for 'yes', 'no', or 'abstention'. The German parliament Bundestag gathered for its 80 session of the 19th legislative period.  EPA/FELIPE TRUEBA

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte. Bild: EPA/EPA

Opferberatungen machten schon lange «auf die rechten Netzwerke und den braunen Sumpf aufmerksam, aus dem all die Täter kamen». Rechte Gewalt sei nicht zu trennen von rechter Ideologie und deren gesellschaftlicher Verbreitung. «Wie viele Einzeltäter sollen denn noch ihr Unwesen treiben, bevor endlich die Einzeltäter-These beerdigt wird?», fragte Korte.

Was genau ist passiert?

Der mutmassliche Täter war am Mittwoch festgenommen worden, nachdem vor der Synagoge eine 40-jährige Frau aus Halle und in einem nahe gelegenen Döner-Imbiss ein 20 Jahre alter Mann aus Merseburg erschossen worden waren.

Zuvor hatte der Täter vergeblich versucht, die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen. 51 Menschen hielten sich zu dem Zeitpunkt in dem Gotteshaus auf und feierten das wichtigste jüdische Fest, Jom Kippur.

Auf der Flucht verletzte der Täter zudem eine 40 Jahre alte Frau und deren 41 Jahre alten Mann mit Schüssen. Das Paar wird im Krankenhaus behandelt.

Bekennervideo und Manifest

Ein Bekennervideo in sozialen Netzwerken zeigt den Ablauf der Tat aus der Perspektive des Attentäters – von der vergeblichen Erstürmung der Synagoge über die tödlichen Schüsse bis zur Flucht.

Das Video diente den Ermittlern auch zur Rekonstruktion des Ablaufs der Tat. Zudem legte der Täter in einem elf Seiten langen «Manifest» seine Gedanken dar. Der Text liest sich stellenweise wie die Anleitung zu einem Computerspiel, in dem Dokument wimmelt es vor antisemitischen Begriffen.

Vier Schusswaffen und Sprengstoff

Bei dem Angriff führte der Täter nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank vier Schusswaffen mit sich. Es sei zumindest eine vollautomatische Schusswaffe dabei gewesen, zudem habe er auf der Fahrt zur Synagoge mehrere Sprengsätze im Auto gehabt.

In Speziallaboren werde nun untersucht, um was für Chemikalien es sich handele, hiess es aus Sicherheitskreisen. Geklärt werden soll auch, ob der Sprengstoff selbst zusammengerührt wurde und woher etwaige Kenntnisse dafür stammen.

Unklar ist bislang auch, woher die Einzelteile stammen, aus denen der mutmassliche Täter die Waffen zusammenbaute. Nach einem Bericht des ZDF-Magazins «Frontal 21» soll er bei seiner Tat auch Waffen bei sich getragen haben, die teilweise mit 3D-Druckern hergestellt worden waren. Dafür gab es zunächst keine Bestätigung.

Mann war Sicherheitsbehörden nicht bekannt

Der mutmassliche Attentäter war nach Angaben der Sicherheitsbehörden zuvor nicht mit anderen kriminellen Handlungen aufgefallen. Obwohl bekannt sei, dass es in Deutschland rund 24'000 Rechtsextremisten gebe und etwa die Hälfte davon gewaltbereit sei, habe ihn offenbar kein Sicherheitsorgan «im Rahmen des normalen Systems» auf dem Schirm gehabt, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung «Maybrit Illner».

Um ähnliche Fälle künftig ausschliessen zu können, brauche es neue Techniken, mehr internationale Zusammenarbeit und eine Überprüfung des eigenen Rechtsrahmens «im Sinne von Effektivität». Bürgerrechte dürften dafür aber nicht infrage gestellt werden.

Weltweite Bestürzung über die Tat

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sprach von einer «neuen Qualität des Rechtsextremismus». Die weltweite Bestürzung über die Tat ist gross. An diesem Freitag sind in Halle weitere Gedenkveranstaltungen geplant.

«Ich empfinde ohnmächtige Wut», schrieb der empörte Publizist und Historiker Rafael Seligmann in einem Gastbeitrag für die «Rheinische Post» (Freitag): Seit Jahrzehnten sei er Zeuge von antijüdischen Anschlägen in Deutschland. «Danach erscheinen Politiker auf der Bildfläche. Sie sprechen von Trauer und versichern, wie wichtig ihnen das Wiederentstehen jüdischer Gemeinden in Deutschland ist. Und es geschieht nichts oder zumindest zu wenig.»

epa07903945 German Chancellor Angela Merkel speaks during a visit to construction equipment company Herrenknecht, a producer of heavy tunnel boring machines, in Schwanau, Germany, 07 October 2019.  EPA/ARMANDO BABANI

Die Bundesregierung werde den Kampf gegen den Antisemitismus entschlossen fortsetzen, sagte Angela Merkel. Bild: EPA

Bundesinnenminister Horst Seehofer versprach in Halle, die Bundesregierung werde alles tun, damit «die Juden in unserem Land ohne Bedrohung, ohne Angst leben können».

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel brachte im Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ihre tiefe Betroffenheit über den antisemitischen Anschlag zum Ausdruck, wie eine Regierungssprecherin mitteilte.

Merkel habe deutlich gemacht, dass Deutschland fest zu seiner historischen Verantwortung stehe, jüdisches Leben zu schützen. Die Bundesregierung werde den Kampf gegen den Antisemitismus entschlossen fortsetzen. (viw/sda/dpa)

Halle: Rechtsextremist wollte Massaker in Synagoge anrichten

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    Alle Leser-Kommentare
  • Winzig 11.10.2019 14:16
    Highlight Highlight für jede durch rechtsterror getötete person 1000 zufällig ausgewählten migranten permanentes bleiberecht erteilen.
  • Inspektor 11.10.2019 13:25
    Highlight Highlight Wenn sich dann alles wieder wiederholt (wwII) sind das die ersten die sich in die Hose scheissen...und alles bereuen....
  • Eisenhorn 11.10.2019 13:18
    Highlight Highlight "Der Text liest sich stellenweise wie die Anleitung zu einem Computerspiel" Was soll der Satz? Welches Computerspiel kommt mit einer "Anleitung"? Und wieso muss in jeden Amok-Lauf Bericht das Wort Computerspiel rein?
  • Ohmann94 11.10.2019 11:49
    Highlight Highlight Im Namen der Computerspiel-Fraktion möchte ich gerne anmerken, wie unreflektiert ich die Formulierung „liest sich stellenweise wie die Anleitung zu einem Computerspiel“ finde. Ich weiss nicht, was die Verbindung zu Computerspielen da soll?! Es gibt schlicht und einfach keine Grundlage , auf der eine solche Aussage sinnvoll ist. Der Typ gehört gefälligst mit den Personen in Verbindung gebracht, die solche Taten unterstützen und durch ihr aggressives politisches Gebaren fördern und fordern. Computerspiele haben in dieser Diskussion nicht zu suchen. Es geht um rechte Hetze und Politik.
    • Matrixx 11.10.2019 13:12
      Highlight Highlight 🤷‍♂️ Er ist doch nur seinem Vorbild gefolgt.
      Benutzer Bild
    • Eisenhorn 11.10.2019 13:24
      Highlight Highlight Wie ich in meinem Kommentar geschrieben habe. 90% der Computerspiele kommen irgendwie Seit 10 Jahren nicht mehr mit Anleitung. Das sind ja meist interaktive Tutorials. Absoluter Schwachsinn sowas.
    • _kokolorix 11.10.2019 15:00
      Highlight Highlight Ja, diese Assoziation ist genau so falsch wie die Verbindung von islamistischem Terror zu den Flüchtlingen.
      Es gibt viele Millionen von Menschen die diese Ballergames zocken und nur ein winziger Promillebereich verhält sich im realen Leben gewalttätig
  • Madison Pierce 11.10.2019 11:08
    Highlight Highlight So traurig es für liberal denkende Bürger ist, muss man doch feststellen, dass ein strenges Waffengesetz zwar keine Anschläge verhindert, deren Ausmass aber verringern kann.

    Hätte der Täter "richtige" Waffen verwenden können und nicht die Selbstbau-Teile mit Kleinkalibermunition, hätte er die Türe zur Synagoge wahrscheinlich aufbekommen und im Döner-Imbiss gäbe es mehr Tote, weil seine Waffe keine Ladehemmung gehabt hätte.
  • Walter Sahli 11.10.2019 09:08
    Highlight Highlight Und am Samstag wird der Terrorist von Neonazis im Wallis als "Kamerad" gefeiert werden, wie Islamisten einen "Märtyrer" feiern.
  • Natürlich 11.10.2019 08:01
    Highlight Highlight Nur so nebenbei.

    Vor 2 Tagen ist ebenfalls in D (genauer gesagt Limburg) ein Syrer vorsätzlich mit LKW in 8 Autos gefahren.
    Dabei gab es 9 verletzte.
    Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

    Ich weiss whataboutism und so.

    Aber während über diese Tat eines Rechtsextremen nun der gefühlt 10. Artikel hier auf watson erscheint habe ich vom anderen Vorfall hier noch nichts gelesen...
    • Basti Spiesser 11.10.2019 10:33
      Highlight Highlight Vorallem gehen die Opfer des Psychos etwas unter, ich wünschte mir da etwas mehr Anteilnahme.
    • sapperlord 11.10.2019 10:39
      Highlight Highlight Wenn man schon dabei ist:
      In Nordrhein-Westfalen ist auf ein Flüchtlingsheim geschossen worden.

      Von dem hört man auch nichts.
    • Natürlich 11.10.2019 11:02
      Highlight Highlight @sapperlord

      Ein kaputtes Küchenfenster und keine Verletze.

      Zudem ist das mit den Schüssen noch nichtmal belegt, ich bitte dich, der Vergleich ist ja völlig hanebüchen.

      @alle anderen
      danke für die Blitze, das zeigt mir, mit was für Ellen hier gemessen wird.

      Schade.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas_v_Meier 11.10.2019 07:47
    Highlight Highlight Terrorist nicht Mörder!
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 11.10.2019 07:15
    Highlight Highlight Und Terrorismus wird ihm nicht vorgeworfen, hä?!
    • adam gretener 11.10.2019 12:50
      Highlight Highlight Es gibt keinen Strafbestand Terrorismus. Jedenfalls nicht in unserem Strafgesetzbuch.
    • Tjuck 11.10.2019 15:18
      Highlight Highlight @Adam

      Wie steht es mit dem deutschen Gesetz? Warum werden RFA-Terroristen (meiner Meinung nach zu Recht) härter bestraft als normale Mörder? Offenbar wird in Deutschland unterschieden.
    • adam gretener 11.10.2019 16:29
      Highlight Highlight Tjuck, bevor Du irgendwas kommentierst, gönne dir ein paar Minuten Recherche. Est heisst RAF. Und diese Leute wurden wegen Erpressung, Entführung usw. gesucht.

      Nein, auch in Deutschland gibt es keinen Strafbestand "Terrorismus". Das wird alles in einzelne Strafbestände aufgeteilt.

      Wie stellst Du dir das sonst so vor?

Ein Einzeltäter? Nein, der Mörder von Halle ist nicht allein

Es heisst, der Täter von Halle sei Einzeltäter. Das darf nicht verschleiern, dass er Narrative benutzte, die auch von Rechtspopulisten in Talkshows vorgetragen werden.

Es gehört zur Boshaftigkeit des Terrorismus, dass nicht alle Aufmerksamkeit seinen Opfern gewidmet sein kann. Dass es nicht nur um die geht, die gestorben sind, weil sie im falschen Moment erbärmlichen Menschen voller Hass begegneten. Oder um die Überlebenden, deren psychische Wunden vielleicht nie vernarben werden. Sondern, dass sich ein Teil des öffentlichen Interesses auch auf die Täter richtet, jemanden also wie Stephan B., der vermutlich genau das bezweckte, als er gestern in Halle …

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