DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Nie da gewesener Affront» – Türkei verweigert zwei Wahlbeobachtern Einreise

Kurz vor der türkischen Parlaments- und Präsidentenwahl hat die Regierung in Ankara zwei Wahlbeobachtern aus Deutschland und Schweden die Einreise verweigert.



Dem Linken-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko wurde am Donnerstag kurz vor seinem Abflug von Wien nach Ankara über die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mitgeteilt, dass ihm die Teilnahme an der OSZE-Beobachtermission nicht gestattet werde. Den deutsch-türkischen Beziehungen droht damit eine neue Belastungsprobe.

Die Parlamentarische Versammlung der OSZE bestätigte am Abend, dassch der schwedische Parlamentarier Amin Jabar keine Einreiseerlaubnis erhalten habe. «Wir sind enttäuscht über diesen Schritt der türkischen Behörden, der sich negativ auf die Arbeit der internationalen Beobachtermission auswirken könnte», hiess es in einer Stellungnahme.

Es handle sich um einen Verstoss gegen die Regeln für solche Missionen, nach denen die Zusammensetzung der Beobachterteams nicht von dem Staat beeinflusst werden darf, der zur Wahlbeobachtung eingeladen habe.

ARCHIV - 13.05.2016, Berlin: Der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko (Die Linke) spricht am 13.05.2016 im Bundestag in Berlin während der Debatte zur Einstufung von Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsstaaten. (zu dpa

Der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko. Bild: DPA

Hunko war bereits beim Verfassungsreferendum im April 2017 als Wahlbeobachter in der Türkei gewesen. Er hatte in dem Zusammenhang «die undemokratischen und unfairen Bedingungen» bei der Abstimmung kritisiert. Die türkische Regierung warf ihm Sympathien für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vor und zweifelte seine Objektivität an.

Das scheint auch der Grund für die jetzige Einreiseverweigerung zu sein. Hunko nannte das Einreiseverbot einen «nie da gewesenen Affront gegen die internationale Wahlbeobachtung». (sda/dpa)

Erdogans Besuch beim Vatikan sorgt für Proteste

Video: srf

Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer

1 / 7
Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer
quelle: ap/ap / str
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Türkei

147 Tage Hungerstreik für türkische Akademiker: Menschenrechtsgericht weist Eilantrag ab

Link zum Artikel

Fast 500 Angeklagte: Neuer Mammutprozess zu Putschversuch in der Türkei begonnen

Link zum Artikel

Erdogan-Erzfeind Gülen: «Wollen mich die USA ausliefern, würde ich gehen»

Link zum Artikel

Keine Gnade: Erdogan will Putsch-Drahtziehern «den Kopf abreissen» 

Link zum Artikel

23 Tage, 400 Kilometer, 18'000 Menschen: Oppositionelle Türken protestieren gegen Erdogan

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

BoJo fliegt 400 km mit dem Jet an den G7-Gipfel, um den Klimawandel zu diskutieren

Der britische Premierminister Boris Johnson ist gestern in Cornwall eingetroffen, um mit den bedeutendsten Industrienationen über diverse Themen zu diskutieren. Hoch auf der Tagesordnung steht dabei auch der Klimawandel.

Es werde ein intensiver und wichtiger Gipfel werden, schreibt Johnson weiter. Er könne es kaum erwarten, loszulegen.

Luke Pollard, Schatten-Umweltminister der Opposition, konnte es sich nicht verkneifen, die Ironie der Situation hervorzustreichen:

Denn eine der wichtigsten …

Artikel lesen
Link zum Artikel