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Auch die Deutsche Bahn hat Ärger mit Bombardiers Pannenzügen – und zieht Konsequenzen



epa07567662 German Minister of Transport Andreas Scheuer (C) and Michael Fohrer (L), CEO of German Bombardier tour the inside of a double-decker train at the Bombardier Transportation plant in Bautzen, Germany, 13 May 2019.  EPA/FILIP SINGER

Transportminister Andreas Scheuer besichtigt ein Bombardier-Werk in Bautzen, Deutschland (13. Mai 2019). Bild: EPA/EPA

Die Deutsche Bahn will ihre Flotte verjüngen – und hat deswegen neue Züge vom Hersteller Bombardier bestellt. Diese bereiten jetzt aber mehr Probleme als sie lösen: Beim Wechsel der Fahrtrichtung beispielsweise «bricht das Betriebssystem des Zugs regelmässig zusammen.»

Gemäss der «Süddeutschen Zeitung» verweigert der deutsche Staatsbetrieb nun wegen technischer Mängel die Abnahme von 25 brandneuen Intercity-Zügen. Die Zeitung schreibt von einem herben Rückschlag für die geplanten Erneuerungen.

Aber auch für Hersteller Bombardier könnte sich ein finanzielles Fiasko anbahnen: 400 Millionen Euro ist der Auftrag laut Branchenkreisen schwer. Die Deutsche Bahn prüft angeblich deswegen Schadenersatzforderungen.

Die «Süddeutsche Zeitung» zitiert Insider und schreibt folgendes:

«So ‹bricht das Betriebssystem des Zuges regelmäßig zusammen›, vor allem beim Wechsel der Fahrtrichtung. Nur mit einem zweiten Lokführer an Bord gelinge es, die Probleme überhaupt zu beheben. Oft aber falle der Zug ganz aus. Um losfahren zu können, müssten Lokführer eine Stunde vor Abfahrt am Zug sein, um das System zu starten. Techniker der Bahn sind deshalb fassungslos und sprechen von rückständiger Technik: Niemand fahre sein Handy eine Stunde hoch, um eine App zu nutzen.»

Weder Hersteller Bombardier noch Deutsche Bahn wollen dazu Stellung nehmen. Die Bahngesellschaft bestätigt jedoch, dass 25 IC2-Züge wegen Mängel nicht abgenommen werden. Der Bahnsprecher sagt ausserdem, dass man «rechtliche Mittel» prüfe.

Die Deutsche Bahn wollte eigentlich mit den neuen Zügen das durchschnittliche Alter der Flotte von 20 auf 15 Jahre senken und auf die wachsende Passagierzahl reagieren. (jaw)

Auch in der Schweiz sorgen Bombardiers Züge regelmässig für negative Schlagzeilen:

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400 Meter lang, 1300 Passagiere, 4 Jahre Verspätung: Der neue Intercity der SBB ist da

Bombardier-Zug weiter unter Beschuss

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