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Ahmed Mohamed, center, joined by from left, his father Mohamed Elhassan Mohamed, Rep. Mike Honda, D-Calif., Ron Price, and his uncle Aldean Mohamed, speaks during a news conference on Capitol Hill in Washington, Tuesday, Oct. 20, 2015. Ahmed Mohamed is the 14-year-old “clock kid”, freshman, who was arrested in Irving, Texas, for bringing an alarm clock science project to his high school teacher. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Gestern noch wurde Ahmed Mohamed in Washington von Politikern empfangen, heute gibt er bekannt, dass er und seine Familie nach Katar gehen werden.
Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Der US-Schüler, der als Bombenbauer verhaftet wurde, weil er eine Uhr bastelte, gibt Google, Facebook & Co. einen Korb und geht nach Katar



Der als Bombenbauer verdächtigte US-Schüler Ahmed Mohamed zieht nach Katar um. Der 14-Jährige, der an seiner Schule in Texas wegen einer selbst gebastelten Uhr festgenommen worden war, habe dort ein Stipendium für Schule und Studium bekommen, wie sein Vater am Dienstag der Zeitung «Dallas Morning News» sagte. Die Familie werde deshalb in das Golfemirat ziehen.

Ahmed war Mitte September seine Bastelleidenschaft zum Verhängnis geworden. Der Jugendliche brachte eine selbst gebaute Uhr mit in die Schule, um einen Lehrer zu beeindrucken - der rief aber die Polizei.

«Coole Uhr, Ahmed»

Ein Foto von Ahmed in Handschellen verbreitete sich rasend schnell im Internet, Mohameds Schule und der Polizei wurde Islamfeindlichkeit vorgeworfen. Er selbst sagte in einem Interview, es sei hart, als Muslim in den USA aufzuwachsen.

Sogar US-Präsident Barack Obama mischte sich ein. «Coole Uhr, Ahmed», schrieb Obama auf Twitter und lud den Sohn sudanesischer Einwanderer ins Weisse Haus ein.

Am Montagabend nahm Ahmed dort an einem Astronomie-Abend teil. Bei Twitter veröffentlichte er anschliessend ein Foto von sich und Obama. «So glücklich, ich kann nicht glauben, dass ich den Präsidenten der Vereinigten Staaten getroffen habe», schrieb er dazu.

Angebote aus den USA

Ahmed war auch von den Vereinten Nationen, der US-Raumfahrtbehörde Nasa und dem renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) eingeladen worden, die Internetkonzerne Twitter, Google und Facebook boten ihm ein Praktikum an. Er bekam auch von mehreren Schulen und Universitäten Angebote für Stipendien. Zusammen mit seinem Vater reiste Ahmed zudem in den Sudan, nach Mekka und Katar.

Nun hat sich Ahmed entschieden, ein Stipendium der Qatar Foundation anzunehmen. Katar sei «cool» gewesen, sagte Ahmed der «Dallas Morning News». «Die Lehrer waren grossartig. Ich glaube, ich werde dort viel lernen und auch viel Spass haben.» (trs/sda/afp)

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