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epa05179936 Facebook founder Mark Zuckerberg (L) runs across Pariser Platz square with bodyguards in Berlin, Germany, 25 February 2016. Mark Zuckerberg, founder and chief executive of the social networking giant Facebook, has arrived in Berlin for two days of talks as Germany debates how to tackle online xenophobia and hate speech amid an influx of refugees. Facebook agreed in December 2015 to abide by German laws on hate speech on their sites in Germany, responding to complaints by the government that they are too slow to take down xenophobic abuse posted online.  EPA/PAUL ZINKEN

3 Milliarden? Ein Klacks für Facebook Gründer Mark Zuckerberg. Bild: EPA DPA

Facebook legt schon mal 3 Milliarden Dollar auf die Seite – um Bussen zu bezahlen



Wegen gravierender Datenschutzverstösse rechnet Facebook in den USA mit einer Strafe von bis zu fünf Milliarden Dollar. Im letzten Quartal habe der Konzern deshalb vorsorglich bereits drei Milliarden Dollar zur Seite gelegt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Hintergrund sind Ermittlungen der Verbraucherschutzbehörde FTC zu einem möglichen Verstoss des sozialen Internetnetzwerks gegen eine im Jahr 2011 geschlossene Verpflichtung zu mehr Datenschutz.

«Wir schätzen die Grössenordnung des Verlusts in dieser Angelegenheit auf drei bis fünf Milliarden Dollar», erklärte Facebook. Der Fall sei weiterhin «unbewältigt». Zum Ausgang der Ermittlungen und dem Zeitpunkt sei keine Aussage möglich.

Heimlich Nutzerdaten abgefischt

Ausgelöst worden waren die Ermittlungen der FTC gegen den Internetkonzern durch den Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten durch die Datenanalysefirma Cambridge Analytica. Die britische Firma hatte heimlich die Daten von rund 87 Millionen Nutzern abgefischt. Sie wurden unter anderem für den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump benutzt.

In der 2011 geschlossenen Vereinbarung mit der FTC hatte das Unternehmen einen transparenteren Umgang mit Nutzerdaten zugesagt. Auch sicherte Facebook zu, die Nutzer in klarerer Form als zuvor darüber zu informieren, wenn deren Informationen mit Dritten geteilt werden sollten.

Cambridge Analytica: Der Skandal einfach erklärt

Video: watson/Emily Engkent, Corsin Manser

Gewinn eingebrochen

Angesichts der zurückgelegten Milliardensumme für die erwartete Strafzahlung sank der Gewinn von Facebook in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 51 Prozent auf 2.4 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg um 26 Prozent auf 14.9 Milliarden Dollar. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer legte um acht Prozent auf 2.38 Milliarden zu.

Facebook wurde in der Vergangenheit bereits von einer Serie von Skandalen erschüttert. Erst kürzlich hatte das Online-Netzwerk eine riesige Datensicherheitspanne eingeräumt. Demnach wurden die Passwörter von hunderten Millionen Nutzern in unverschlüsselter Form auf internen Servern gespeichert. (sda/afp)

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