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«Es geht mir gut!», sagt US-Präsident Donald Trump. Doch nicht alle glauben ihm.
«Es geht mir gut!», sagt US-Präsident Donald Trump. Doch nicht alle glauben ihm.
Bild: keystone

Trump ist zurück – 4 Dinge, die aufgefallen sind

Kaum ist Donald Trump zurück im Weissen Haus, meldet er sich mit einem bizarren Video zu Wort. 4 Dinge, die uns zur Rückkehr des US-Präsidenten aufgefallen sind.
06.10.2020, 10:4706.10.2020, 14:29

Trump kehrt ins Weisse Haus zurück. Nach einer dreitägigen Krankenhausbehandlung wurde er am Montagabend von einem Hubschrauber nach Washington gebracht. Seine Rückkehr inszenierte er als Akt der Stärke. In einem Video, das er auf Twitter veröffentlichte, feiert er sich als Held, der das Coronavirus besiegt hat. «Lasst euch nicht vom Virus dominieren, fürchtet euch nicht davor. Ihr werdet es besiegen», so der Präsident.

Video: twitter

Während ihn seine Fans wie immer abfeiern, stösst sein Video bei Kritikern sauer auf. Trump scheint indessen so unbeirrbar wie zuvor und hat bereits bekannt gegeben, dass er das zweite TV-Duell gegen Joe Biden absolvieren wolle.

Diese Szenen sind uns nach Trumps Rückkehr aufgefallen:

Was Joe Biden sagt

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden nahm am Montagabend in Miami an einer Wahlkampfveranstaltung teil. Auf der Bühne sagte er, er hoffe, dass Trump nun die richtigen Lektionen aus seiner Erkrankung gelernt habe: Dass Masken Leben retten.

Dass dem nicht so ist, zeigte Trump just bei seiner Rückkehr im Weissen Haus. Kaum angekommen, zog er sich vor laufenden Kameras die Maske vom Gesicht. Später twitterte Biden folgendes Bild mit der simplen Überschrift: Tragt eine Maske.

Worüber sich Kritiker ärgern

Ein Reporter des US-Nachrichtensenders CNN kommentierte die Rückkehr von Trump so: «Ein mit starken Medikamenten behandelter Präsident kommt aus seiner VIP-Krankenhausblase und inszeniert ein bizarres Comeback im Weissen Haus. Inklusive einer unverantwortlichen Maskenentfernung und einer rücksichtslosen Verkündigung, als ob man sich vor Covid-19 nicht fürchten müsste.»

Angesichts der vielen Toten in den USA sehen es viele als Hohn, wie leichtfertig Trump mit dem Coronavirus umgeht. Auf Twitter schreibt ein Professor der Universität Georgetown: «Republikaner verlautbaren jetzt, dass Trump Covid bekämpft hat, während 210'000 Menschen tot sind und das Virus noch immer nicht unter Kontrolle ist. Das illustriert perfekt, dass es nicht darum geht, sich um das Land zu kümmern, sondern einzig ein Personenkult ist, der in einer Sackgasse endet.»

Wie Trumps Kampagne die Erkrankung nutzen will

Bereits der Auftritt von Trump bei seiner Rückkehr zeigte, wie der Präsident nun aus seiner Covid-Infizierung Profit zu schlagen versucht. Er fühle sich besser als vor 20 Jahren, liess er verlautbaren. Wie um das zu beweisen, setzte er noch in der Nacht auf Montag innerhalb von einer Stunde 18 Tweets ab.

Besonders skurril ist der Auftritt einer Trump-Kampagnenleiterin auf Fox News. Sie sagte, Trump wisse nun mehr über das Coronavirus als sein Kontrahent Biden. Dieser habe keine Erfahrung damit, wie man das Virus bekämpfe.

Ins gleiche Horn bläst eine Journalistin der Trump-nahen New York Post. In einer Kolumne schreibt sie, das Coronavirus zeige, wie mutig Trump sei. Er habe sich während der Pandemie nicht so wie Joe Biden in einem Keller versteckt.

Wie es um die zweite Debatte steht

Trump hat bereits angekündigt, dass er bei der zweiten TV-Debatte gegen Joe Biden antreten wolle. Am kommenden Mittwoch kommt es vorerst zum Duell zwischen Vizepräsident Mike Pence und Bidens Vize-Kandidatin Kamala Harris in Salt Lake City im Bundesstaat Utah an. Die nächste Debatte zwischen Trump und Biden soll laut Plan dann am 15. Oktober stattfinden.

Der Debatte im Weg stehen könnten allerdings verschärfte Regeln für die Gäste und die Kandidaten auf der Bühne selbst. Nachdem Trump bei der ersten Debatte den Moderator Chris Wallace und seinen Kontrahenten Biden immer wieder unterbrochen hatte, wird darüber nachgedacht, dass bei der nächsten Debatte Trump das Mikrofon abgedreht werden solle, wenn er nicht gerade das Wort hat.

Richtig sauer ist Chris Wallace auch auf die Familie von Trump. Dem Fox News Moderator war in einem Interview der Ärger deutlich anzuhören, darüber dass sich die Entourage des Präsidenten bei der ersten TV-Debatte nicht an die Regeln gehalten habe. Im Publikumssaal habe eine Maskenpflicht bestanden. Trumps Familie habe diese nicht beachtet. Ein nächstes Mal könne man das nicht tolerieren.

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Neue Fotos zeigen Trump bei der Arbeit vom Krankenhaus aus

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Neue Fotos zeigen Trump bei der Arbeit vom Krankenhaus aus
quelle: keystone / joyce n. boghosian
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«Fürchtet euch nicht vor dem Coronavirus» - Trump meldet sich mit bizarrem Video nach dem Spitalaufenthalt

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