DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

In diesen grünen Kisten sind keine Bananen – sondern Italiens Rekord-Kokain-Fund

14.11.2019, 10:11
Der Hafen von Gioia Tauro
Der Hafen von Gioia TauroBild: AP

In grünen Packungen zwischen Bananen findet die Polizei in Italien Kokain im Wert von Hunderten Millionen Euro. Der teure Stoff sollte nach Deutschland. Der Fundort ist ein von der Mafia durchzogener, berüchtigter Ort.

Kokain in Rekordmengen mit dem Ziel Deutschland hat die Polizei in Italien beschlagnahmt. Fast 1200 Kilo mit einem Marktwert von mehr als 250 Millionen Euro seien im Hafen Gioia Tauro in der süditalienischen Region Kalabrien in Bananenkisten entdeckt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Fracht kam aus Südamerika.

«Es handelt sich um eine der grösste Drogenbeschlagnahmungen, die jemals auf nationalem Gebiet gemacht wurden», hiess es in der Mitteilung. Die 1176 Kilo reines Koks wurden bereits am Montag in 144 grünen Packungen in einem Kühlcontainer für Bananen entdeckt. Für welche Gegend das Kokain in Deutschland bestimmt war, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen.

Der Containerhafen in Gioia Tauro ist einer der weltweiten Hauptumschlagplätze von Kokain. Nur in den letzten zwölf Monaten seien dort mehr als 2.5 Tonnen Kokain beschlagnahmt worden, so die Polizei.

Verwickelt in die Geschäfte ist vor allem die kalabrische Mafia 'Ndrangheta, die als die mächtigste kriminelle Organisation im weltweiten Drogenhandel gilt.

Drogen kommen meist über Schiffsrouten nach Europa und werden oft in Bananen- oder Kaffee-Ladungen versteckt. Im April 2018 fand die spanische Polizei in der Hafenstadt Algeciras zum Beispiel knapp neun Tonnen Kokain. Es war die grösste Menge, die je in Europa in Containern entdeckt und beschlagnahmt worden sei, erklärte Spaniens damaliger Innenminister Juan Ignacio Zoido. Die belgische Polizei fand im Sommer darauf fast zwei Tonnen Kokain im Hafen von Gent.

Reines Kokain wird oft mit krebserregenden Stoffen auf die dreifache Menge gestreckt, bevor es auf den Markt kommt.

Laut Uno-Drogenbericht, der sich auf 2017 bezieht, greifen weltweit 271 Millionen Menschen zu Drogen wie Cannabis, Kokain, Opium oder zu synthetischen Substanzen. Verglichen mit 2009 sei die Zahl der Nutzer damit um 30 Prozent gestiegen. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Drogen-Funde aus aller Welt

1 / 16
Drogen-Funde aus aller Welt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Weisse Strände in Frankreich

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Noob
14.11.2019 11:09registriert Januar 2015
"Wir haben fast 1200kg Kokain gefunden!"
"Wie viel?"
"Fast 1100kg"
"Also knapp eine Tonne?"
"Richtig, ca. 900kg"
"Aha, wohin bringt ihr die 800kg?"
"700kg um genau zu sein..."
1270
Melden
Zum Kommentar
avatar
Snowy
14.11.2019 11:54registriert April 2016
„Reines Kokain wird oft mit krebserregenden Stoffen auf die dreifache Menge gestreckt, bevor es auf den Markt kommt.“

Dann legalisiert Drogen endlich!!

Es ist so lächerlich... während diese Tonnen an Kokain gefunden wurden, kamen andernorts zig Tonnen unbehelligt an.

Aufklärung, Besteuerung und geschützte Abgabe ist die einzige Lösung.
510
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ledogn
14.11.2019 10:21registriert Juni 2017
Oh, was für ein Zufall! Die Dinger sehen Bananen ja wirklich zum verwechseln ähnlich...
372
Melden
Zum Kommentar
12
Sturm auf das Kapitol: Trumps früherer Rechtsberater sagt aus

Der frühere Rechtsberater des Weissen Hauses, Pat Cipollone, will Medienberichten zufolge vor dem Untersuchungsausschuss zur Attacke auf das US-Kapitol im Januar vergangenen Jahres aussagen. Er habe zugesagt, am kommenden Freitag unter Eid vor dem Ausschuss auszusagen, berichteten unter anderem die Zeitungen «New York Times» und «Washington Post» am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit befassten Personen. Die Aussage soll nicht öffentlich abgegeben werden.

Zur Story