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Nach Streikende bei britischer Bahn drohen Störungen bis Januar

Nach Streikende bei britischer Bahn drohen Störungen bis Januar

27.12.2022, 10:4627.12.2022, 10:46

Zugreisende in Grossbritannien müssen auch nach dem Ende eines mehrtägigen Streiks bei den Bahnen starke Nerven bewahren. Der Streckenbetreiber Network Rail warnte in der Nacht zu Dienstag vor «erheblichen Störungen» bis in den Januar hinein.

A train arrives a platform at Clapham Junction station in London, Wednesday, Dec. 14, 2022. Railroad workers across England walked off the job Tuesday, disrupting trains throughout the U.K. and starti ...
Ein Zug fährt in einen Londoner Bahnhof ein.Bild: keystone

Zwar endete am frühen Dienstagmorgen ein Ausstand der Gewerkschaft RMT über Weihnachten bei Network Rail. Allerdings wurde erwartet, dass sich der Verkehr erst im Laufe des Tages wieder normalisiert.

Zudem sind weitere Streiks bei einzelnen Unternehmen angekündigt. Am Montagabend begann die Gewerkschaft TSSA einen 24-stündigen Streik beim Bahnanbieter Cross Country, der wichtige Fernverbindungen abdeckt.

Bei Great Western Railway und West Midlands Trains wollten TSSA-Mitglieder, die unter anderem für Schulung, Kontrollen, Kundenkommunikation und Fahrpläne verantwortlich sind, von diesem Mittwochmittag an für einen Tag die Arbeit niederlegen.

Aufruf an Gewerkschaften zum Einlenken

Das Verkehrsministerium rief die Gewerkschaften auf, die Streiks abzusagen und das Tarifangebot der Privatbahnen anzunehmen. Die Arbeitnehmervertretungen fordern allerdings mit Blick auf steigende Lebenskosten deutlich höhere Lohnsteigerungen sowie angesichts verbreiteter Sparmassnahmen mehr Sicherheit für die Arbeitsplätze. Für Anfang Januar hat RMT bereits weitere Streiks angekündigt.

Einer Analyse der Zeitung «Guardian» zufolge gibt es enorme Probleme im britischen Bahnnetz. Demnach gab es in diesem Jahr bei mehr als der Hälfte der Züge, die von den 15 wichtigsten Bahnhöfen abfuhren, Verspätungen oder andere Störungen.

Nach Ansicht von Experten liegen die Probleme an der Privatisierung der Bahnunternehmen. Dies habe zu höheren Kosten und öffentlichen Subventionen geführt. Die Pandemie habe den Arbeitskräftemangel verschärft. (saw/sda/awp/dpa)

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