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Grönland: Grossbritannien macht gegenüber Trump Position zu deutlich

Grossbritannien macht gegenüber Trump Position zu Grönland deutlich

08.01.2026, 13:3008.01.2026, 13:30

Grossbritanniens Premierminister Keir Starmer hat mit US-Präsident Donald Trump über dessen Besitzansprüche auf Grönland gesprochen.

epa12633669 Britain’s Prime Minister Keir Starmer departs 10 Downing Street in London, Britain, 07 January 2026. Starmer attends the Prime Minister’s Questions session at Parliament every week. EPA/NE ...
Der britische Premierminister Keir Starmer.Bild: keystone

Starmer habe dabei seine Position zum Thema der US-Ansprüche auf Grönland deutlich gemacht, hiess es in einer Mitteilung des Londoner Regierungssitzes 10 Downing Street.

Bei dem Telefonat am Mittwochabend nach der Beschlagnahmung eines Tankers durch US-Streitkräfte im Nordatlantik mit britischer Unterstützung sei es unter anderem auch um die Friedensbemühungen in der Ukraine und die US-Operation in Venezuela gegangen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Grossbritannien vertritt wie Deutschland und andere europäische Verbündete den Standpunkt, dass nur die Grönländer selbst und Dänemark über die Zukunft des autonom verwalteten Territoriums entscheiden sollen. US-Präsident Trump erhebt hingegen Ansprüche auf die zum Königreich Dänemark gehörende Insel.

Briten unterstützten Beschlagnahmung von Tanker im Nordatlantik

Wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte, waren auf Bitten der USA Überwachungsflugzeuge der Royal Air Force und ein Versorgungsschiff der Royal Navy an dem Einsatz beteiligt. An Bord des Tankers seien britische Soldaten aber nicht gegangen.

Der Tanker sei unter falscher Flagge unterwegs gewesen und habe gegen US-Sanktionen gegen den Iran verstossen, hiess es in der Mitteilung weiter, die Verteidigungsminister John Healey im Parlament verlesen hatte.

US-Streitkräfte hatten den Öltanker im Nordatlantik beschlagnahmt. Der Zugriff sei wegen «Verstössen gegen US-Sanktionen» auf Anordnung eines Bundesgerichts erfolgt, teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte (Eucom) am Mittwoch mit. Der Tanker hatte zuvor nach US-Angaben Erdöl aus Venezuela und dem Iran transportiert. (sda/dpa)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Apropopos
08.01.2026 14:10registriert Mai 2025
Und wenn sie wirklich weg von Dänemark wollen, dann bitte zu Kanada. Ist auch näher und freundlicher.
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