Epstein-Akten: Ermittlungen gegen französischen Ex-Minister
Die französische Finanzstaatsanwaltschaft ermittelt gegen den ehemaligen Kulturminister Jack Lang und dessen Tochter Caroline. Nach Angaben der Behörde geht es um den Verdacht der Geldwäsche im Zusammenhang mit schwerem Steuerbetrug. Die Ermittlungen seien am Samstag aufgenommen worden.
Auslöser des Verfahrens sind Medienberichten zufolge kürzlich vom US-Justizministerium veröffentlichte Unterlagen, die auf einen jahrelangen Austausch sowie finanzielle Verbindungen zwischen Lang und dem verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hindeuten sollen.
Einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wird Lang in den Dokumenten mehr als 600 Mal erwähnt. Die Veröffentlichung der Akten hat den Druck auf zahlreiche internationale Persönlichkeiten erhöht, denen Kontakte zu Epstein nachgesagt werden. Epstein hatte 2019 in Haft Suizid begangen.
Lang, der derzeit das «Institut du monde arabe» in Paris leitet, wurde für Sonntag ins französische Aussenministerium einbestellt. Die Vorwürfe wies er zurück. Auf der Plattform X erklärte er, er begegne den Ermittlungen «mit Gelassenheit und sogar Erleichterung», da diese helfen würden, die Angriffe auf seine Integrität und Ehre aufzuklären. Sein Anwalt Laurent Merlet sagte dem Sender BFM TV, es habe keinerlei Geldflüsse gegeben. Langs Tochter Caroline war am Montag bereits von ihrem Posten als Vorsitzende eines Produzentenverbandes zurückgetreten.
Communiqué de Jack Lang, président de @imarabe
— Jack Lang (@jack_lang) February 7, 2026
L’ouverture d’une enquête préliminaire par le Parquet national financier est une nouvelle que j’accueille avec sérénité et même soulagement. Elle permettra de faire toute la lumière sur des accusations portant
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