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Merz und Orban streiten um Ukraine-Hilfen an EU-Gipfel

epaselect epa12834848 German Chancellor Friedrich Merz speaks to the media during a press conference concluding a formal meeting of the members of the European Council in Brussels, Belgium, 19 March 2 ...
Der deutsche Kanzler ist unzufrieden mit seinem ungarischen Pendant.Bild: keystone

Merz wirft Orban «Akt grober Illoyalität» vor

20.03.2026, 07:5720.03.2026, 07:57

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die anhaltende Blockade milliardenschwerer Ukraine-Hilfen durch den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban als «Akt grober Illoyalität» kritisiert. «Wir sind uns einig, dass wir das, was heute geschehen ist im Europäischen Rat, so nicht hinnehmen», sagte der CDU-Chef nach den Beratungen der Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Brüssel. «Und das wird auch Konsequenzen haben, die weit über dieses einzelne Ereignis hinausreichen.»

Das Agieren Orbans werde «tiefe Spuren hinterlassen». Auch diejenigen, die sehr viel länger als er selbst bei EU-Gipfeln dabei seien, habe das Verhalten «zutiefst verärgert». Im Zuge der anstehenden Haushaltsaufstellung der EU müsse man nun «noch einmal ganz grundsätzlich» darüber beraten.

Der in seiner Heimat um eine Wiederwahl kämpfende Rechtspopulist Orban beharrt weiter darauf, erst dann sein Veto zurückzuziehen, wenn Ungarn wieder russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline bekommt. Orban behauptet, ohne das günstige russische Öl würden ungarische Haushalte und Unternehmen bankrottgehen. (sda/dpa/nil)

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quelle: keystone / bo amstrup
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Squawk 7700
20.03.2026 09:00registriert Mai 2025
Im April sind in Ungarn wahlen und es sieht nicht gut aus für Orban. Das ist jetzt noch ein letztes aufbäumen. Ich hoffe, dass er danach tief fallen wird und wegen Korruption in den Knast kommt.
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SkoOct
20.03.2026 08:59registriert Mai 2025
Während Europa zusammenstehen müsste, blockiert Orban aus purem Nationalismus Hilfe für die Ukraine und missbraucht die EU als Druckmittel. Das hat nichts mit Souveränität zu tun, sondern ist egoistische Machtpolitik auf Kosten der Ukraine! Und seine Nähe zu Moskau ist längst tatsache.. so schwächt man Europa gezielt von innen und spielt genau dem Kreml in die Hände. Ungarn ist in der EU eine Schande!
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mrmikech
20.03.2026 09:00registriert Juni 2016
Hätte Orbán in den vergangenen 16 Jahren stärker auf eine Energiewende setzen sollen? Letztlich trägt er als Regierungschef Verantwortung für die Entwicklung des Landes – und damit auch für die aktuelle Situation Ungarns.
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