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epa05010589 President of the European Council Donald Tusk and Sweden's Prime Minister Stefan Lofven (not pictured) speak during a joint press conference at the Swedish Government headquarters Rosenbad in Stockholm, Sweden, 04 November 2015. Tusk is on an official visit to Sweden.  EPA/MAJA SUSLIN SWEDEN OUT

EU-Ratspräsident Donald Tusk.
Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Tusk fordert von Deutschland mehr Einsatz bei der EU-Grenzsicherung

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat in der Flüchtlingskrise von Deutschland mehr Engagement beim Schutz der EU-Aussengrenzen gefordert. Berlin müsse noch mehr tun, um die gegenwärtige Lage zu bewältigen.



«Führungsverantwortung heisst auch, zusammen mit den anderen Mitgliedstaaten die europäische Aussengrenze zu sichern», sagte Tusk der Zeitung «Welt am Sonntag». Zugleich fand er lobende Worte: Deutschlands Führungsrolle sei «die liberalste und toleranteste in der europäischen Geschichte».

Auf dem Weg in ein besseres Leben: Hunderte Flüchtlinge treffen mit dem Zug in München ein

«Ich verstehe, wenn Deutschland aus historischen Gründen Schwierigkeiten damit hat, ein strenges Regime an seinen Grenzen zu errichten», sagte Tusk weiter. «Aber europäische Führungsverantwortung heisst für Deutschland auch, die Aussengrenzen Europas notfalls energisch in einer paneuropäischen Einheit zu kontrollieren.»

Der frühere polnische Ministerpräsident steht dem höchsten Gremium der EU vor. Im Rat treffen die Regierungen der Mitgliedsstaaten gemeinsame Entscheidungen. Die osteuropäischen Staaten, darunter Tusks Heimat Polen, haben Deutschland wiederholt aufgerufen, sich nicht nur auf die Aufnahme von Flüchtlingen zu konzentrieren sondern vor allem auf die Begrenzung des Zustroms an den Aussengrenzen. (dwi/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 08.11.2015 16:00
    Highlight Highlight In den nächsten Wochen wird die deutsche Grenze ganz geschlossen. Dann werden alle ohne Asylgrund ausgewiesen, denn der Druck der Strasse wächst. Als nächstes wird dann der Familiennachzug abgeschafft. Nach dem Kürzen von Sozialleistungen wird sich dann die Kolonne weitermachen auf den Weg nach Schweden, Dänemark und in die Schweiz. Es bleibt spannend!

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

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Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

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