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epa07114429 German politician and writer Joschka Fischer attends an election campaign of the Green party (Buendnis 90/Die Gruenen) in Frankfurt am Main, Germany, 23 October 2018. The German state of Hesse holds parliamentary elections on 28 October 2018.  EPA/FILIP SINGER

Vom Rebell zum Staatsmann: Joschka Fischer. Bild: EPA/EPA

5 Thesen, wie Europa China und den USA die Stirn bieten kann

Die USA und China sind die beiden Supermächte des 21. Jahrhunderts. Gerät Europa zwischen Hammer und Amboss? Oder kann es unter der Führung von Frankreich und Deutschland sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen? Antworten gibt der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer.



Die Briten zerfleischen sich ob des Brexits. Die Italiener entdecken Mussolini neu. Die Osteuropäer wollen keine Flüchtlinge aufnehmen. Die Wahlen für das europäische Parlament stehen ganz im Zeichen der Nationalisten.

Wird es ihnen gelingen, am 26. Mai die EU aus den Angeln zu heben? In seinem Buch «Der Abstieg des Westens» zeigt Joschka Fischer, 68er-Rebell und ehemaliger deutscher Aussenminister, die aktuellen Brennpunkte der europäischen Politik auf. Hier eine Zusammenfassung in fünf Thesen.

1. Der Nationalstaat ist keine Option mehr

Die Globalisierung und die Digitalisierung der Wirtschaft und der Aufstieg Chinas zur Supermacht haben in kurzer Zeit die Welt verändert. Der Boden, auf dem der Westen stand, ist schwankend geworden. Europa muss sich unter veränderten Umständen neu erfinden. Fischer formuliert es wie folgt:

«Das Zentrum dieser neuen Weltordnung wird diesmal in Asien und im Pazifik liegen, nicht mehr in Europa oder im transatlantischen Raum. Daher heisst die tatsächliche Alternative für die Europäer nicht: EU oder Nationalstaat. Sondern: endgültiger Abschied der Europäer von der Weltbühne und dauerhafte Fremdbestimmung in einer mehr als ungewissen Zukunft oder Mut zu einer neuen Ordnung für den alten Kontinent.»

Spätestens seit Donald Trump die liberale Ordnung des Westens systematisch zertrümmert, ist klar geworden, dass Europa sich neu erfinden muss und nicht mehr unter dem Schutz der USA weiterwursteln kann.

Eine Rückkehr zu einer Ordnung souveräner Nationalstaaten wie im 19. Jahrhundert ist eine Illusion. «Der Neonationalismus in Europa erweist sich als ein Nationalismus alter Menschen, die, ausser ihrer Ruhe, sonst nichts mehr wollen», stellt Fischer fest.

2. Europa wird abgehängt

Europa ist, was die analoge Wirtschaft betrifft, nach wie vor Weltspitze. Auf die digitale Disruption hingegen ist es schlecht vorbereitet. Nicht nur Silicon Valley hat Europa diesbezüglich abgehängt. «China hat den Ehrgeiz, die digitale Führungsnation des 21. Jahrhunderts zu werden, und ist auf dem besten Weg, diesen Anspruch zu realisieren», so Fischer.

ARCHIVE --- VOR 80 JAHREN AM 28. MAI 1937 WURDE DER HEUTIGE AUTOKONZERN VW GEGRUENDET. DAS ERSTE PRODUKT SOLLTE DER VON ADOLF HITLER GEFORDERTE UND IN WOLFSBURG HERGESTELLTE VOLKSWAGEN SEIN. ALS VW KAEFER SCHRIEB DER VOLKSWAGEN AUTO-GESCHICHTE. ZU DIESEM ANLASS STELLEN WIR IHNEN DIESES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Autos des Typs VW Kaefer warten auf einem Parkplatz vor einer Fabrikhalle im Volkswagenwerk Wolfsburg in Wolfsburg, Deutschland, auf den Abtransport, undatierte Aufnahme, wahrscheinlich 1960er Jahre. (KEYSTONE/Str)

Lange das Symbol deutscher Ingenieurskunst: der VW Käfer. Bild: KEYSTONE

Auch bezüglich nachhaltigem Wirtschaften sind die Chinesen auf dem Vormarsch. Nur so kann verhindert werden, dass die rund 1,3 Milliarden Menschen buchstäblich im eigenen Dreck ersticken. «In dieser Entwicklung findet sich der eigentliche Grund und zugleich Zwang für den Strategiewechsel Chinas hin zu einer grünen Ökonomie», so Fischer, «und auch in dieser Frage wird es die USA in der globalen Führung ablösen.»

3. Und was ist mit Russland?

Die Sowjetunion ist zwar Geschichte, Russland träumt jedoch nach wie vor den Traum, eine Grossmacht zu sein. Es dürfte ein Traum bleiben: «Russland ist als Ergebnis von Putins Politik einfach wirtschaftlich und technologisch zu schwach, um eine Alternative zu der chinesischen Machtprojektion in seiner traditionellen Einflusszone in Zentralasien zu sein», so Fischer.

Russland hat daher ein grosses Interesse daran, die EU zu schwächen oder gar zu Fall zu bringen. Deutschland wäre dann wieder ein «Weltkind der Mitte» in Europa. Allerdings ohne Verankerung im Westen und ohne ausreichenden Schutz, denn die Geschichte macht es unmöglich, dass Deutschland wieder zu einer Militärmacht wird.

epa07518773 Sailors stand on the desk of the Russian Admiral Gorshkov (454), an Admiral Gorshkov-class frigate, as its guided into port for the upcoming 70th anniversary of the Chinese People's Liberation Army (PLA) Navy in Qingdao, Shandong, China, 21 April 2019. The Chinese PLA Navy will hold naval parade to mark its 70th anniversary on 23 April 2019.  EPA/WU HONG

Russische Matrosen auf einem U-Boot. Bild: EPA/EPA

Russland sieht daher im Zerfall der EU die Chance, zur dominierenden Macht in Europa zu werden. Ein Bündnis mit Deutschland würde nicht nur die Wirtschaft stärken. Auch geopolitisch wäre Russland damit wieder im Spiel. «Wer die Mitte des Kontinents beherrscht, beherrscht diesen selbst», so Fischer.

4. Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten

Ohne grundlegenden Kurswechsel besteht die Gefahr, dass Europa entweder von den USA und China zerrieben oder in eine ungeliebte Partnerschaft mit Russland gedrängt wird. «Passives Abwarten und Vertrauen auf den Status quo kann angesichts dieser Risiken keine ernsthafte Option sein», so Fischer.

Gleichzeitig ist es naiv, darauf zu hoffen, dass die EU sich rasch in einen Superstaat verwandelt und so ihre wirtschaftliche Macht ausspielen kann. Zu gross sind die Differenzen zwischen Ost und West und den Mittelmeerstaaten. «Folglich bleibt nur eine Avantgardelösung, eine EU der zwei Geschwindigkeiten auf intergouvernementaler Grundlage», stellt Fischer fest.

French President Emmanuel Macron, left, greets German Chancellor Angela Merkel prior to their meeting at the Elysee Palace in Paris, Wednesday, Feb. 27, 2019. (AP Photo/Kamil Zihnioglu)

Mehr als ein Küsschen: Angela Merkel und Emmanuel Macron. Bild: AP/AP

Deutschland ist zwar die wirtschaftliche Lokomotive Europas. Eine deutsche Leaderrolle in der Politik ist jedoch nach wie vor undenkbar. Um ein Europa der zwei Geschwindigkeiten zu realisieren, «wird Deutschland sich daher ein gehöriges Stück auf Frankreich zubewegen müssen», fordert Fischer. «Denn nur wenn die beiden Grossen in der EU sich noch enger verbinden, wird Europa dazu in der Lage sein, strategisch zu denken und zu handeln.»

5. Europa als Bastion von Demokratie und Rechtsstaat

China ist nicht nur auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen Supermacht. Es wird auch ein politisches Vorbild. «Gegenüber dem chinesischen digitalen Leninismus wirken autoritäre Herrscher vom Schlage eines Wladimir Putin oder Recep Tayyip Erdogan vorgestrig», so Fischer, «denn das chinesische Modell kann nicht nur die autoritäre Herrschaft eines ‹starken Mannes›, sondern eine eigene Erfolgsgeschichte in Sachen Modernisierung liefern, ein System.»

Angesichts der offensichtlichen Dekadenz des Westens ist der Wettkampf gegen das chinesische Modell alles andere als gewonnen. «Das westliche Demokratiemodell wird es im 21. Jahrhundert schwer haben, gegen dieses chinesische Erfolgsmodell zu konkurrieren», so Fischer. Gleichwohl wird «die Schaffung einer europäischen Demokratie für die Europäische Union der Zukunft unverzichtbar sein, denn ohne diese wird die EU als europäisches Integrationsprojekt keine dauerhafte und belastbare demokratische Legitimation erlangen können.»

ARCHIV - ZUM 30. JAHRESTAG DER WAHL VON MICHAIL GORBATSCHOW ZUM OBERSTEN SOWJET AM MONTAG, 1. OKTOBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Former Soviet President Mikhail Gorbachev speaks to students and faculty at the Kennedy School of Government at Harvard University Tuesday, Dec. 4, 2007,  in Cambridge, Mass. Gorbachev said he believes the world had missed opportunities to reduce the threat of nuclear weapons, as he spoke on the 20th anniversary of the  Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty that he signed with President Ronald Regan in Dec. 1987. (AP Photo/Josh Reynolds)

Mit seiner verordneten Reform gescheitert: Michail Gorbatschow. Bild: AP

Grundlegende Veränderungen können nicht von oben verordnet werden. Das hat Michail Gorbatschow bei seinem Versuch, die UdSSR zu reformieren, schmerzlich erleben müssen. Es braucht eine Basisbewegung, wenn das Unterfangen erfolgreich sein will. Daher schliesst Fischer sein Buch mit dem Appell:

«Ohne eine solche Bewegung von unten, von den Bürgern und vor allem der jungen Generation, sehe ich nicht, wie allein aus dem Geist des Pragmatismus die Kraft entstehen soll, Europa im 21. Jahrhundert den Sprung aus der nationalen Souveränität in eine gemeinsame europäische Souveränität und Demokratie zu ermöglichen. Denn das ist es, worum es tatsächlich für Europa geht.»

China: 9 Grossprojekte der neuen Seidenstrasse

Operation Libero und I love Schengen

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  • swisskiss 29.04.2019 12:11
    Highlight Highlight Phillip, sowas gibt mir bei deiner bekannten politischen Haltung schwer zu denken"China ist nicht nur auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen Supermacht. Es wird auch ein politisches Vorbild." und:"denn das chinesische Modell kann nicht nur die autoritäre Herrschaft eines ‹starken Mannes›, sondern eine eigene Erfolgsgeschichte in Sachen Modernisierung liefern, ein System."

    Du übernimmst unwidersprochen die Wortwahl eines offensichtlich faschistoiden Befürworters staatlicher Komplettüberwachung (Vorbild statt Beispiel) der dieses auch noch als "Erfolgsmodell" anpreisen darf? sorry total daneben!
    • Philipp Löpfe 29.04.2019 13:01
      Highlight Highlight #hast du den Titel : «Europa als Bastion von Demokratie und Rechtsstaat» übersehen?
  • RatioRegat 29.04.2019 11:52
    Highlight Highlight Ich habe Mühe in dem Text tatsächlich 5 Thesen zu finden, die darlegen "wie Europa China und den USA die Stirn bieten kann".

    Deshalb hier meine eigenen 5 Thesen:
    1. Europa sollte damit aufhören bloss seinen Besitzstand zu wahren versuchen; es braucht neue Visionen.
    2. Europa sollte sich zu einem einzigen Staat nach dem Vorbild der Schweiz vereinen (Kanada darf auch beitreten).
    3. Europa muss sich zu einem fairen und umweltverträglichen Markt bekennen; Produkte, die ausserhalb von Europa im Widerspruch zu diesen Grundsätzen hergestellt werden, werden mit Zöllen belegt. ...
    • RatioRegat 29.04.2019 12:06
      Highlight Highlight 4. Es sind Investitionen in und Subventionen für den Osten Europas notwendig; es müssen Anreize geschaffen werden, dass Produktionsstätten von Asien nach Osteuropa verlegt werden.
      5. Europa sollte an der lybischen Küste einen Satelittenstaat errichten, dessen Grenzen für alle offen sind, die die europäische Verfassung akzeptieren. Nach mehrjärigem Aufenthalt in diesem Staat wird eine Aufenthaltsbewilligung für ganz Europa erteilt.
  • Switch_on 29.04.2019 11:46
    Highlight Highlight Einerseits bin ich auch völlig der Meinung Nationalismus und Neonazionalismus noch nie etwas gutes hervorgebracht hat.

    Dennoch sind für mich Fischers Aussagen schwierig:
    1. Er argumentiert nur aus rein wirtschaftlicher Sicht.
    2. China ist ebenfalls sehr nationalistisch, nur nicht im klassischen Sinne wie wir es hier in Europa kennen. Sie probieren ihre Macht stetig auszubauen, aber nicht in Form der Kolonalisierung wie wir es kennen sondern mit neuen wirtschaftlichen Methoden.
    3. Am wichtigsten: Gesellschaftlich ist China nicht akzeptabel. Unterdrückung von Minderheiten und Andersdenkenden.
  • Käpt'n Hinkebein 29.04.2019 08:32
    Highlight Highlight "Eine Rückkehr zu einer Ordnung souveräner Nationalstaaten wie im 19. Jahrhundert ist eine Illusion. «Der Neonationalismus in Europa erweist sich als ein Nationalismus alter Menschen, die, ausser ihrer Ruhe, sonst nichts mehr wollen», stellt Fischer fest."

    Danke Joschka, du Legende, besser ausdrücken könnte ich das nicht!
  • murrayB 28.04.2019 22:18
    Highlight Highlight Europas Elite muss endlich aufhöhren zu sich einerseits kultureller und ethisch was besseres zu fühlen als USA oder China und andererseits ein schlechtes Gewissen zu haben bezüglich seiner Kolonialpolitik...

    Ansonsten wird Europa aufgrund seiner unkontrollierten Einwanderung von Menschen mit tiefer Schulbildung unter gehen...
    • meerblau 29.04.2019 07:20
      Highlight Highlight Oder man bildet die MigrantInnen aus, akkreditiert ihre Abschlüsse und lässt sie innovativ, forschend und handwerklich an der Zukunft Europas mitgestalten.
      Tiefe Schulbildung muss, ja darf kein Dauerzustand sein! Egal welche Herkunft der Mensch hat.
    • Switch_on 29.04.2019 11:37
      Highlight Highlight @murray: Dass heisst Europa soll einfach ignorieren, dass sie für einen grossen Teil der Ursachen dieser Migration mitschuldig ist?

      Da stimme ich @meerblau völlig zu.
  • Chrisiboy 28.04.2019 22:14
    Highlight Highlight Der grundlegende Fehler der EU ist, dass glaubt eine Zukunft als Regierungsgebilde zu haben, was aber nicht der Fall ist. Die EU sollte sich als Wirtschaftsraum verstehen, welche einen Handels-und Wirtschaftsblock gegenüber der anderen Blöcken bilden muss. Gesetzgebende und regierende Tätigkeiten sollte sie aber völlig unterlassen.
  • ClownyGloon 28.04.2019 20:14
    Highlight Highlight Ich denke, dass nur ein dezentralisiertes Europa zu einer wirtschaftlichen und politischer Einheit entwickeln kann und ich sehe auch gar nicht ein, warum es so nicht funktionieren sollte. Bottom up politik, anstatt Top down. Zu viele Staaten stehen einer Deutschen oder Französischen Führung misstrauisch gegenüber und das auch zurecht. Ausserdem wäre das meiner Meinung nach auch die schlechtere Lösung, da sie weitaus weniger Dynamik mit sich bringt.
  • 7immi 28.04.2019 20:04
    Highlight Highlight Und was, wenn sich China selbst ausbremst? Viele schweizer Firmen kommen zurück in die Schweiz oder zumindest Europa. China lohnt sich nicht mehr, die Arbeitsbedingungen verbessern sich, die Preise steigen, das Volk will zusehends mehr vom Kuchen. Man will immer mehr Freiheiten undmitbestimmen können. Mit dem heutigen Staatsapparat ist das unmöhlich, irgendwann kommt der Knall. Und wie es dann weitergeht werden wir sehen...
  • Triple A 28.04.2019 19:59
    Highlight Highlight Es ist an Westeuropa zu beweisen, dass Demokratie und wirt. Erfolg sich gegenseitig bedingen. Dazu muss die Demokratie reformiert werden. Z.B. ist die polit. Vetternwirtschaft zu bekämpfen. Geben wir uns einen Ruck und erinnern uns an die demokratischen Ursprünge in Athen, wo wichtige Ämter ausgelost wurden. Und: Bekämpfen wir die Diktatur der Alten, da diese an der Urne immer mächtiger werden und so ihre Privilegien verteidigen. Weiter ....
    • Sapientia et Virtus 28.04.2019 20:36
      Highlight Highlight Konkret also die Stimmen anders gewichten, damit das richtige Resultat herauskommt. Und wenn es doch nicht klappen sollte, sind unter den ausgelosten Vertretern sicher genug, die keine klare Meinung haben und durch Nudging dazugebracht werden können, korrigierend einzugreifen. Da ziehe ich lieber einen neuen Duce vor, in Italien gäbs sogar einen geeigneten Kandidaten!
  • losloco 28.04.2019 19:30
    Highlight Highlight Den Amis die Stirn bieten, nee, definiv nicht. Die Amis sind so ziemlich am Boden und der Trumpelmann wird das Land definitiv begraben. Den Chinesen die Stirn bieten, ja auf jeden Fall.
    Aber vorerst gilt es zunächst Inner-Europäisch einen Konsens zu finden. Dir Oststaaten sollten mehr einbezogen werden und den Italos in Sachen Migration endlich die nötige Hilfe zukommen lassen. Die Deutschen, vor allem solche Typen wie der Herr Fischer und die Franzosen müssen endlich vom hohen Ross runterkommen dann könnte es funktionieren, ansonsten byebye Europa.
    • Hierundjetzt 28.04.2019 19:57
      Highlight Highlight Die USA ist reicher (BIP) als die nächsten 5 Länder zusammen.

      Am Boden?
    • AdvocatusDiaboli 29.04.2019 02:55
      Highlight Highlight Trump hält Amerika mit rasantem Wirtschaftswachstum und rekordtiefer Arbeitslosigkeit so richtig am Boden.
    • rburri38 29.04.2019 10:46
      Highlight Highlight Ist ja logisch sind die USA mit 310 Mio Einwohner im BIP besser dran als alle Europäischen Ländern. BIP per capita sieht das ganze etwas anders aus, da sind wir z.B. besser und auch einige andere Staaten. Zudem stimmt es nicht, die USA sind nicht weit weg von der EU und sind auch "nur" besser als Platz 2 und 3 zusammen, ab Platz 4 stimmt das nicht mehr. Und wenn man mal in die USA reist (geh mal nach South L.A., Golden gate park, Vegas ab vom Strip, etc), ist "am Boden" nicht so weit weg. Das ist doch um einiges Extremer als überall in Europa.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Frangelico 28.04.2019 19:25
    Highlight Highlight Gibt ein Lied
    "Besuchen sie Europa so lange es noch steht.
  • Miss Jane Marple 28.04.2019 18:49
    Highlight Highlight Deutschland hat Europa schon längst mit seinem Panzer „EURO“ eingenommen und überrollt, dazu wäre die Reichswirtschaft mit der teuren Mark nie in der Lage gewesen, hochintelligent, es merkt keiner !
    • Hierundjetzt 28.04.2019 19:56
      Highlight Highlight Wer im 2019 immer noch Wörter aus dem 2 WK braucht, hat die Kontrolle über sein Leben verloren
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 28.04.2019 18:47
    Highlight Highlight Die EU müsste sich erstmal Politisch reformieren, mehr Demokratisieren.

    Dann müsste man die Probleme mit der Währung klären.
    Einige Staaten haben keinen Euro, andere schon und der Funktioniert nicht für alle gleich gut.

    Dann kann man Anfangen von einer richtigen Fusion zu Reden, wenn die Basis da ist.

    Bye the Way war es nicht Joschka Fischer der Deutschland wieder gegen das Grundgesetz in einen Krieg führte?
    Das ist nämlich das Deutschland das keine Führungsrolle einnehmen sollte
  • N. Y. P. 28.04.2019 18:38
    Highlight Highlight Dass China zur Nummer 1 aufsteigen will, ist nicht per se das Problem.

    Das Problem ist, dass China das als Krieg sieht, den es unbedingt zu gewinnen gibt. Und sie wollen die ganze verdammte Welt ab 2050 beherrschen. Wirtschaftlich, militärisch, gesellschaftlich.

    Hoffentlich bleiben die USA wirtschaftlich stark. China braucht einen Gegenpol.

    Sobald der psychisch angeschlagene Psychopath aus dem Präsidentenamt gefegt ist, können wieder vernünftige Leute die Geschicke der USA leiten..
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 28.04.2019 19:05
      Highlight Highlight @N.Y.P.:
      Ich fürchte, der Schaden den Trump hinterlassen wird, ist irreversibel.

      Wer will mit einer Nation Geschäfte machen die einfach mal jedweden Geschlossenen Vertrag bricht?
      Wer möchte das Risiko eingehen aus dem nichts irgendwelche Strafzölle Aufschlagen zu müssen?

      Zumal die Infrastruktur der USA oft 3. Weltniveau hat.
      Es wird aber ja auch unter Trump in alles Mögliche Kriegsgerät Investiert und speziell bei Trump in sterbende Kamele.

      In 5-15 Jahren könnte das die US Wirtschaft Nachhaltig einholen.

      Auf die USA sollte man sich nicht mehr verlassen
    • N. Y. P. 28.04.2019 19:21
      Highlight Highlight Ich hoffe natürlich, dass in zwei Jahren, nach den Wahlen, einiges wieder korrigiert werden kann.

      Die USA ist tatsächlich ein
      1. - 3. - Weltland. Vieles liegt im Argen.

      Europa sehe ich zur Zeit leider nicht als Einheit. Das Problem ist die Arbeitslosigkeit und die seit Jahren stagnietenden Löhne, was zu Populismus und Zerfallserscheinungen führt.
  • John H. 28.04.2019 18:03
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel!
  • Flo1914 28.04.2019 17:42
    Highlight Highlight Ich will nicht unter "deutscher Führung" China und den USA "die Stirn bieten".
    Die Schweiz muss niemandem "die Stirn bieten".
    Wir müssen unabhängig bleiben von der EU, China und den USA und unsere Freiheit bewahren.
    • Hierundjetzt 28.04.2019 18:15
      Highlight Highlight Cool. Ein 8 Mio Volk (Durchschnittliche Grösse einer chinesischen Stadt) sagt der Welt wos lang geht.

      Mehr SVP geht nicht mehr 🤪

      Grössenwahnsinnig geworden 🤣😂
    • dho 28.04.2019 18:21
      Highlight Highlight @1914, dein Name ist Programm.
    • Sarkasmusdetektor 28.04.2019 18:40
      Highlight Highlight Du willst also lieber weiterhin Schweizer Firmen von US-Gerichten finanziell ausnehmen lassen und grosszügig Kundendaten ausliefern, um weiter in den USA Geschäfte machen zu dürfen (siehe Fatca)?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tepesch 28.04.2019 17:40
    Highlight Highlight China wird in den nächsten Jahrzehnten mit vielen Problemen zu kämpfen haben: Umweltprobleme, abschächende Wirtschaft, massive Überalterung (wegen der 1 Kindpolitik), Kluft zwischen Armen und Reichen, etc.
    Es würde mich daher nicht wundern, wenn die chinesische Dikatur in einem Bürgerkrieg/Revolution untergeht.
    • the_square_box 28.04.2019 18:59
      Highlight Highlight Da muss ich dir zustimmen. Der letzte Teil der Bedürfnispyramide eines jeden Menschen ist politische Mitbestimmung. Und ich bin überzeugt, dass das in China zu einem Problem werden wird, sobald die Menschen alle anderen Bedürfnisse (Nahrung, Friede, Einkommen) erfüllt haben, was mit der wachsenden Mittelschicht bald der Fall sein wird.
  • derEchteElch 28.04.2019 17:34
    Highlight Highlight „... Oder kann es unter der Führung von Frankreich und Deutschland sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen?“

    Unter der Führung von Deutschland?
    Nein danke, gabs schon einmal mit Hitler.

    Unter der Führung von Frankreich?
    Nein danke, gabs schon mal mit Napoleon.

    Man muss vom Gedanken wegkommen, dass Frankreich und Deutschland die zwei Führer von Europa wären. Europa kann nur mit gleichberechtigten Mitgliedstaaten funktionieren. Ohne Diktatur, nur auf der Grundlage der Freiwilligkeit. Die einzelnen Bürger müssen das sagen haben, nicht die abgehobenen Politiker in Brüssel.
    • FrancoL 28.04.2019 18:01
      Highlight Highlight Also mit vielen nationalistischen Staaten, die nur für sich schauen, Gute Nacht Europa!
    • derEchteElch 28.04.2019 18:31
      Highlight Highlight „mit nationalistischen Staaten“

      @FrancoL; das hat niemand gesagt. Eher mit vielen Staaten, die über sich selbst entscheiden können und in den Bereichen zusammen arbeiten, wo es Sinn macht.

      Sprich:
      In der Wirtschaft oder in der Aussenpolitik. Nicht aber bei Vorgaben, wen man ins Land lassen muss oder welche Krümmung eine Gurke und eine Banane haben müssen..

      Vor allem sollen die Staaten mit ihren Bürgern frei entscheiden können und nicht von Brüssel diktiert werden. Das ist ein entscheidender Unterschied.
    • FrancoL 28.04.2019 18:55
      Highlight Highlight @DerEchteElch: Ihre Annahme einfach dargestellt:
      Jedes Land soll das Filetstück selbst essen dürfen.

      Nein das ist und bleibt der Flasche Ansatz.

      Zeigt übrigens gerade die Schweiz die intern dieses Filetessen abfedert und Gegenmassnahmen, zB Finanzausgleich eingeführt hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomoshunto 28.04.2019 17:30
    Highlight Highlight Europa hinkt ganz stark hinterher. Ich selber investiere momentan auch nur in die USA und Emerging Market Länder. Fast alle europäischen Aktien haben fast kein Potenzial.. siehe Banken, Automobilbranche etc.
  • Platon 28.04.2019 17:28
    Highlight Highlight Europa hat zu viele Populisten, die es handlungsunfähig machen. Dabei geht es angeblich um Migrationspolitik, nur lustigerweise wurde dann der Verteilschlüssel bei der Flüchtlingskrise ausgerechnet von solche Populisten zunichte gemacht. Europa leidet unter dem kurzsichtigen Egoismus der Populisten. Bis sich daran nichts ändert, wird es auch kein schlagfertiges Europa geben. Ich habe fertig!
    • FrancoL 28.04.2019 18:04
      Highlight Highlight Richtig, diese Populisten können nur die anderen Länder oder Märkte als sie Schuldigen ausmachen und sind damit die wahren Totengräber für jegliche Reformen. Und Reformieren müsste man die EU-Länder und der europäische Markt.
    • COLD AS ICE 28.04.2019 18:12
      Highlight Highlight europa vernichtet sich selbst. anstatt ernsthaf etwas zu unternehmen, werden in brüssel stupide gesetze und regeln erlassen. zusätzlich wir mit dem finger auf die populisten gezeigt und sich über diese empört. aber das bringt nichts. so treten sie immer an der gleichen stelle und verlieren immer mehr den anschluss. problematisch ist auch die abhängigkeit von deutschland und frankreich. das sind die stärksten in einem fragilen gebilde.
    • FrancoL 28.04.2019 18:39
      Highlight Highlight @Cold; Die Populisten zeigen nicht auf die Gesetzchen, sie zeigen nach Brüssel um von ihrem Unvermögen abzulenken. Sie nehmen Brüssel als Prügelknabe und lenken ab, sie lenken ab zu der Unfähigkeit in den Ländern Reformen hinzukriegen.
      Nehme Sie einmal Salvini, der an der Regierung ist:
      Korruption bekämpfen, Fehlanzeige
      Bekämpfen der Steuerhinterziehung, Fehlanzeige
      Schaffen von Arbeitsplätze, Fehlanzeige
      Senken der Staatsschulden, Fehlanzeige
      Reformieren des IT Staates, Fehlanzeige.

      Studiere einmal das Verhalten der einzelnen Mitglieder und Du wirst die Fehlleistungen in den Ländern finden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pontian 28.04.2019 17:25
    Highlight Highlight Da scheinen grad einige dem Aufruf von Fischer zu folgen:

    https://www.volteuropa.org/

    Bericht von ARTE über die Bewegung:
    Play Icon
    • David Steger 28.04.2019 19:32
      Highlight Highlight Interessante Doku! Danke für den Hinweis.
  • fools garden 28.04.2019 17:25
    Highlight Highlight ja da kommt noch was für die Jungen.
    Vorerst wollen sie aber in italien lieber nur noch Spaghetti, in Frabkreich Baguette, in Ungarn Gulasch, in England wissen sie schon gar nicht was sie überhaupt wollen Selbst in der Schweiz sind ca. 25% ganz zufrieden mit Rösti.
    Aber vielleicht ziehen wir ja wieder einmal an einen Strick und sogar in die gleiche Richtung.
    Sorry Jungs, das ist kein bashing, viele von Euch machen es schon mal vor beim Klima, aber vermutlich muss wirtschaftlich auch noch was gehn.
  • Klaus07 28.04.2019 17:15
    Highlight Highlight „Grundlegende Veränderungen können nicht von oben verordnet werden. Das hat Michail Gorbatschow bei seinem Versuch, die UdSSR zu reformieren, schmerzlich erleben müssen.“

    „China ist nicht nur auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen Supermacht. Es wird auch ein politisches Vorbild.“

    Zwei Sätze die diametral voneinander abweichen. China verordnet alles von oben. Ein Vorbild? Jein. Wirtschaftlich ja, aber Gesellschaftlich sicher nicht. Eine Nation die ihr eigenes Volk überwacht und in Geiselhaft nimmt kann nie ein Vorbild sein.
    • Juan95 28.04.2019 17:40
      Highlight Highlight Stimme dir zu, frage mich echt wieso China immer völlig zu Unrecht so hochgelobt wird.
    • FrancoL 28.04.2019 18:06
      Highlight Highlight Genau das gleiche habe ich auch gedacht. Nicht verständlich diese beiden Aussagen aus der gleichen Ecke.
    • the_square_box 28.04.2019 19:02
      Highlight Highlight Warum soll China kein Gesellschaftliches Vorbild sein können? Für uns Westler definitiv nicht, da stimme ich dir zu. Aber für den Rest der Welt kann der Erfolg des Gesellschaftssystems China sehr sexy sein!
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