International
USA

Blizzard-Alarm im Nordosten der USA – Fahrverbot in New York

Blizzard-Alarm im Nordosten der USA – Flüge an Ostküste gestrichen

Ein heftiger Schneesturm zieht über den Nordosten der USA hinweg und hat mehrere Bundesstaaten den Ausnahmezustand verhängen lassen.
23.02.2026, 04:5423.02.2026, 12:46

In weiten Teilen der Region wurden Blizzard-Warnungen und Fahrverbote erlassen. Für rund 35 Millionen Einwohner gelten Unwetterwarnungen, wie der US-Sender CNN berichtete. In einigen Gegenden könnten nach Prognosen der Meteorologen mehr als 50 Zentimeter Neuschnee fallen.

epa12770156 People walk in Times Square as a winter blizzard is expected to begin in New York, New York, USA, 22 February 2026. The National Weather Service has issued a blizzard warning for New York  ...
New York erwartet den nächsten Blizzard.Bild: keystone

Ein Blizzard ist ein starker Schneesturm, der mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde und Sichtweiten unter 400 Metern das öffentliche Leben in einer Region vorübergehend lahmlegen kann.

Zwangspause für Theater – Schulen schliessen

Der Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, griff angesichts des Extremwetters zu drastischen Massnahmen. Von Sonntagabend (Ortszeit) bis Montagmittag sind in der grössten Stadt der USA Strassen, Autobahnen und Brücken für den Verkehr gesperrt. Das Fahrverbot gelte für Autos, Lastwagen, Motorroller und E-Bikes, sagte Mamdani. Nur Einsatzkräfte seien davon ausgenommen.

Am New Yorker Broadway wurden Theatervorstellungen abgesagt. Schulen, städtische Büchereien und andere Einrichtungen sollen am Montag geschlossen bleiben. Mamdani appellierte an die Menschen, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen. Zugleich verwiesen die Behörden auf Aufnahmezentren in den Stadtbezirken, in denen Bürger Zuflucht suchen und sich aufwärmen könnten. Bei einem heftigen Wintersturm im Januar waren 18 Menschen in den Strassen von New York gestorben.

«Unglaublich gefährliche» Lage in New Jersey

Im benachbarten Bundesstaat New Jersey galt ebenfalls eine Blizzard-Warnung. Gouverneurin Mikie Sherrill rief die Bevölkerung dazu auf, sich mit Vorräten einzudecken und während des Sturms nicht auf die Strasse zu gehen. Auch in New Jersey trat am Abend ein Verkehrsverbot in Kraft. Die Kombination von heftigen Sturmböen und grossen Schneemassen mache Autofahren «unglaublich gefährlich», sagte Sherrill.

In der betroffenen Region seien mehr als 8'000 Flüge gestrichen worden, berichteten US-Medien unter Berufung auf das Internetportal «Flightaware», das Flüge im US-Luftraum verfolgt. Besonders kritisch sei die Lage an den Flughäfen des Grossraums New York, Boston und Philadelphia.

Purzelnde Kälterekorde

Erst Anfang Februar hatte ein schwerer Wintersturm Schnee, Orkanböen, Sturmfluten und gefährliche Minustemperaturen in den Südosten der USA gebracht. Im Bundesstaat North Carolina fielen örtlich Schneemengen wie selten zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 150 Jahren. In Florida wurden Kälterekorde für den Monat Februar gebrochen: Die sonst üblicherweise wohlig warmen Temperaturen sanken teils bis unter den Gefrierpunkt. Solche Werte waren dort zuletzt Ende der 1980er Jahre gemessen worden.

Ende Januar hatten extreme Kälte und starker Schneefall das Leben in vielen Teilen der USA weitgehend zum Erliegen gebracht. Ein Wintersturm erfasste den Süden, Mittleren Westen und die Ostküste der Vereinigten Staaten. Nach Medienberichten kamen mindestens 85 Menschen in mehreren Bundesstaaten ums Leben.

Etliche Flüge an die US-Ostküste gestrichen

Die Lufthansa-Gruppe hat für diesen Montag sämtliche Flüge ihrer Gesellschaften zu den Zielen New York und Boston abgesagt, wie ein Sprecher in Frankfurt bestätigte. Auch Rückflüge könnten nicht stattfinden. Für Dienstag lagen zunächst keine Stornierungen vor.

Zur Lufthansa-Gruppe gehören neben der Kerngesellschaft noch Swiss, Austrian, Ita und Brussels Airlines. Am grössten deutschen Flughafen in Frankfurt etwa wurden auch Flüge anderer Gesellschaften wie Condor, Singapore Airlines und United abgesagt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
4 Tote bei Messerangriff in USA – mutmasslicher Täter erschossen
Bei einer Messerattacke im US-Bundesstaat Washington sind nach Angaben der Polizei vier Menschen ums Leben gekommen.
Zudem sei der mutmassliche Täter, ein 32-jähriger Mann, während des Angriffs von einem Polizisten erschossen worden, sagte Polizeisprecherin Shelbie Boyd. Die Ermittler gehen von einem Fall von häuslicher Gewalt aus. Gegen den 32-Jährigen lag demnach ein Kontaktverbot vor.
Zur Story