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Oscars 2026: Motaz Malhees ist nominiert – Trump lässt ihn nicht in USA

Motaz Malhees war nominiert – doch Trump liess ihn nicht an die Oscars

Der Film «Die Stimme von Hind Rajab» war bei den Oscars als bestes internationales Werk nominiert. Einer der Hauptdarsteller durfte in Los Angeles nicht dabei sein – weil er einen palästinensischen Pass hat.
16.03.2026, 01:4116.03.2026, 04:52

Motaz Malhees ist einer der Hauptdarsteller des von der tunesischen Regisseurin Kaouther Ben Hania gedrehten Films «Die Stimme von Hind Rajab», einem Drama mit dokumentarischen Elementen über den gewaltsamen Tod eines fünfjährigen Mädchens im Gaza-Streifen. Malhees spielt darin einen Mitarbeiter eines Notrufzentrums im Westjordanland.

Der Film erlangte weltweite Aufmerksamkeit und wurde für seine Gestaltung und gesellschaftliche Relevanz als «Bester Internationaler Film» bei der wichtigsten Branchengala nominiert (mehr zum Film in der Box unten). Insgesamt wurde das Werk weltweit für über 30 Auszeichnungen nominiert.

2026 EE BAFTA Film Awards - Arrivals Motaz Malhees at the 2026 EE BAFTA Film Awards held at The Royal Festival Hall, Credit:Lounis Tiar / Avalon United Kingdom, London, Royal Albert Hall PUBLICATIONxN ...
Bei den Bafta-Awards in Grossbritannien war Malhees noch erwünscht, im Gegensatz zu der US-Version der Filmverleihung.Bild: www.imago-images.de

Doch Malhees durfte bei der Verleihung nicht dabei sein, wie unter anderem der Spiegel berichtet. Der Grund: Der 34-Jährige ist Palästinenser. Und seit Anfang dieses Jahres lässt die Trump-Regierung Menschen mit einem palästinensischen Pass nicht mehr in die USA einreisen.

Trump hatte die Einreisebestimmungen für zahlreiche Länder verschärfen lassen, etliche Angehörige von Staaten wie Afghanistan, Somalia, Nigeria oder Russland erhalten seit 21. Januar 2026 strikt kein Visum mehr. Ausnahmeregelungen sind nicht bekannt, so auch im Fall von Malhees nicht.

Der Schauspieler nahm in einem Interview und auf Instagram Stellung. «Es tut weh», so Malhees. Er bestätigte dabei, dass er wegen seiner Herkunft nicht in die USA reisen dürfe. «Jeder Schauspieler träumt davon, bei den Oscars dabei zu sein. Aber ich werde nicht dabei sein können.» Er gibt sich kämpferisch:

«Man kann einen Pass blockieren. Aber eine Stimme nicht.»
Die Stimme von Hind Rajab
Der Film handelt von einem fünfjährigen Mädchen, das am 29. Januar 2024 im Gazastreifen durch einen Angriff von israelischen Soldaten getötet wurde. Das Mädchen flüchtete mit Familienmitgliedern in einem Auto aus Gaza-Stadt. Dabei wurde der Wagen beschossen. Alle Menschen im Auto starben – nur die fünfjährige Hind Rajab überlebte zunächst. Das Mädchen durchlebte danach einen stundenlangen Todeskampf, während dem sie telefonisch mit der Hilfsorganisation Palästinensischer Roter Halbmond Kontakt halten konnte. Sich dem Auto nähern war gefährlich, da die israelische Armee weiterhin in der Nähe war. Dennoch machten sich zwei Sanitäter auf den Weg. Erst als die Soldaten abgezogen waren, gelangten weitere Personen zu dem Fahrzeug – sie fanden die Fünfjährige tot auf, ebenso wie die beiden Sanitäter und sämtliche Familienmitglieder. Der Vorfall sorgte für weltweite Empörung und Kritik am brutalen Vorgehen der israelischen Armee. Bei der Verfilmung wurden echte Tonaufnahmen des Mädchens, die im Kontakt mit dem Notrufzentrum während ihrem Todeskampf im Auto entstanden, verwendet. Das Werk wurde von vielen internationalen Filmstars wie Brad Pitt, Joaquin Phoenix oder Rooney Mara unterstützt.

(con)

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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vanilla
16.03.2026 04:41registriert Juni 2021
Sollte Menschen mit einen libanesischen Pass die Einreise in die USA verboten werden, hätte Giovi Infantino ein Problem.
Dass er zusätzlich einen italienischen und einen ungeliebten Schweizer Pass besitzt, müsste auf jeden amerikanischen Einreisebeamten suspekt wirken.
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