Motaz Malhees ist nominiert – doch Trump lässt ihn nicht an die Oscars
Motaz Malhees ist einer der Hauptdarsteller des von der tunesischen Regisseurin Kaouther Ben Hania gedrehten Films «Die Stimme von Hind Rajab», einem Drama mit dokumentarischen Elementen über den gewaltsamen Tod eines fünfjährigen Mädchens im Gaza-Streifen. Malhees spielt darin einen Mitarbeiter eines Notrufzentrums im Westjordanland.
Der Film erlangte weltweite Aufmerksamkeit und wurde für seine Gestaltung und gesellschaftliche Relevanz als «Bester Internationaler Film» bei der wichtigsten Branchengala nominiert (mehr zum Film in der Box unten). Insgesamt wurde das Werk weltweit für über 30 Auszeichnungen nominiert.
Doch Malhees darf bei der Verleihung nicht dabei sein, wie unter anderem der Spiegel berichtet. Der Grund: Der 34-Jährige ist Palästinenser. Und seit Anfang dieses Jahres lässt die Trump-Regierung Menschen mit einem palästinensischen Pass nicht mehr in die USA einreisen.
Trump hatte die Einreisebestimmungen für zahlreiche Länder verschärfen lassen, etliche Angehörige von Staaten wie Afghanistan, Somalia, Nigeria oder Russland erhalten seit 21. Januar 2026 strikt kein Visum mehr. Ausnahmeregelungen sind nicht bekannt, so auch im Fall von Malhees nicht.
Der Schauspieler nahm in einem Interview und auf Instagram Stellung. «Es tut weh», so Malhees. Er bestätigt dabei, dass er wegen seiner Herkunft nicht in die USA reisen dürfe. «Jeder Schauspieler träumt davon, bei den Oscars dabei zu sein. Aber ich werde nicht dabei sein können.» Er gibt sich kämpferisch:
(con)
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